DIE ERSTEN METER IN SILVERSTONE

TOYOTA GAZOO Racing bestritt heute mit dem brandneuen TS050 HYBRID die ersten beiden Trainingssitzungen des Jahres in Vorbereitung auf das Sechstunden-Rennen von Silverstone, dem Saisonauftakt zur FIA Langstrecken Weltmeisterschaft (WEC) 2016.

Anthony Davidson, Sébastien Buemi und Kazuki Nakajima fuhren im TS050 HYBRID mit der Startnummer fünf die sechstschnellste Zeit des Tages. Kamui Kobayashi begeht an diesem Wochenende sein TOYOTA- Debüt in der WEC und fuhr gemeinsam mit Stéphane Sarrazin und Mike Conway mit der Startnummer sechs die viertschnellste Zeit.

Der Tag hatte für das Team unter dem Eindruck trauriger Nachrichten aus Japan begonnen, denn Erdbeben in der Kumamoto-Region hatte für Tod und Verwüstung gesorgt. TOYOTA GAZOO Racing möchte auf diesem Weg die tiefempfundene Anteilnahme des Teams und die besten Wünsche an alle Betroffenen versichern.

Als um die Mittagszeit das erste Training begann, bescherte das britische Wetter allen Teams eine zusätzliche Herausforderung. Die erste Sitzung begann nach anhaltenden Schauern am Morgen auf feuchter Strecke, die relativ niedrige Außentemperatur von gerade mal 9° Celsius sorgte dann dafür, dass die Strecke nur allmählich abzutrocknen begann.

Nach eine rruhigen ersten halben Stunde besserten sich die Bedingungen allmählich und so konnte begonnen werden den umfangreiche Aufgabenkatalog von Abstimmungs- und Reifenvergleichen abzuarbeiten. Neben diesen üblichen Freitagsaufgaben boten die heutigen Trainingssitzungen dem Team weitere Fahrzeit, um mit dem brandneuen TS050 HYBRID dazuzulernen und weiter an dessen Feinabstimmung zu arbeiten.

Für das zweite freie Training blieb es kühl, aber immerhin war die Strecke nun trocken, was dem Team erlaubte mit beiden Autos die vollen 90 Minuten produktiv zu arbeiten.

Trotz einer Reduktion des Treibstoffverbrauchs um 7,5% für 2016 verhalf der ‚TOYOTA HYBRID System – Racing‘ genannte Antriebsstrang dem TS050 HYBRID zu einer Verbesserung der Rundenzeiten gegenüber dem Vorjahr.

Die schnellste Rundenzeit eines TOYOTA lag heute bei 1.41,523, also 1,226 Sekunde schneller als die vom Team im Vorjahr erreichte Freitags-Bestzeit. Am Ende von insgesamt drei Stunden Trainingsdauer hatten die beiden TS050 HYBRID insgesamt 129 Runden bzw. 761 Kilometer absolviert.

Das morgige Qualifying wird die erste echte Gegenüberstellung mit der Konkurrenz unter Wettbewerbsbedingungen sein und das Team ist guter Dinge, sich dann einen optimalen Ausgangspunkt für die bevorstehende Schlacht um die Podestplätze in Silverstone zu sichern.

TS050 HYBRID #5 (Anthony Davidson, Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima)
1. Freies Training: P3 (1.43,765 Minute), 29 Runden
2. Freies Training: P6 (1.42,963 Minute), 33 Runden

Anthony Davidson: „Es ist gut wieder hier in Silverstone anzutreten. Dies ist eine tolle Strecke und ich genieße jede Runde, die ich hier zurücklegen kann. Heute hatten wir nur begrenzt Fahrzeit im Trockenen zur Verfügung, also konzentrierten wir uns darauf, uns auf das Rennen vorzubereiten. Wir mussten vor allem bei der Abstimmung noch zulegen. Wir konnten alle Reifentypen durchprobieren und haben noch so einiges über die Fahrzeug-Balance dazugelernt. Wir werden einen geschäftigen Abend haben, da wir uns durch all das Datenmaterial durcharbeiten wollen, denn da ist noch viel mehr drin.”

Sébastien Buemi: „Wettermäßig war es ein recht wechselhafter Tag, was hier in Silverstone aber normal ist. Uns gelangen nicht so viele Runden im Trockenen, aber das ging ja allen so. Wie üblich arbeiten wir jetzt mit dem Datenmaterial, um das Auto bestmöglich für morgen einzustellen. Wir werden eine Menge für das Qualifying abändern. Wir wissen  noch immer nicht so ganz genau, wo wir gegenüber der Konkurenz genau stehen, da wir im Training keinen Wert auf Bestzeiten legten. Morgenabend um diese Zeit werden wir das dann schon eher einschätzen können.”

Kazuki Nakajima: „Trotz dem Schlechtwetter am Morgen verliefen die Trainings recht gut und wir konnten eine Menge Arbeit im Hinblick auf den Rest des Wochenendes erledigen. Hier in Silverstone einen LMP1-Rennwagen zu fahren macht immer Spaß und ich habe meine ersten gezeiteten Runden im TS050 HYBRID sehr genossen. Jetzt werden wir intensiv auf Verbesserungen am Auto für das Qualifying hinarbeiten.”

TS050 HYBRID #2 (Stéphane Sarrazin, Mike Conway, Kamui Kobayashi)
1. freies Training: P5 (1.45,936 Minute), 26 Runden
2. freies Training: P3 (1.41,523 Minute), 41 Runden

Stéphane Sarrazin: „Das Auto fährt sich gut, und das obwohl es unser erstes Rennen mit dem TS050 HYBRID ist, also sind wir ganz aufgekratzt. Es ist großartig endlich wieder ein Rennwochenende anzugehen. Testfahrten sind ja schön und gut, aber wir fiebern alle dem ersten Rennen entgegen. Wir konnten im Verlauf der beiden Trainingssitzungen unsere Arbeit gut erledigen. Das Wetter war gar nicht so einfach und wir mussten dabei alle Reifen durchprobieren. Wir haben noch viel Raum nach oben, aber durchaus eine gute Ausgangsbasis.”

Mike Conway: „Es war schon gut wenigstens am Nachmittag eine Trainingsssitzung im Trockenen absolvieren zu können. Wir sind nie mit geringer Spritmenge gefahren, also denke ich, dass, was Rundenzeiten angeht, noch mehr in dem Auto steckt. Porsche scheint schnell zu sein, es wird also im Qualifying spannend werden. Ich denke wir sind mit bei der Musik dabei, aber Garantien gibt es keine. Ich bin jedenfalls heiß darauf es herauszufinden.”

Kamui Kobayashi: „Es war typisches Silverstone-Wetter, insofern war es auch nicht sonderlich überraschend, dass es zunächst regnete. Allerdings waren es meine ersten Runden im TS050 HYBRID in Silverstone, eine wirklich unterhaltsame Strecke, was richtig Spaß machte. Ich freue mich sehr hier zu sein und ich denke, dass wir auch recht gute Fortschritte gemacht haben. Das Potenzial ist da, wir können das Auto noch weiter verbessern, schauen wir also morgen einmal, was wir noch herausholen können.”