DRITTE STARTREIHE IN TEXAS FÜR TOYOTA GAZOO RACING

Toyota Hybrid Racing World Endurance Championship. 6 Hours of The Circuit of the Americas. 16th-19th September 2015 Texas, USA.

TOYOTA GAZOO Racing wird das Sechs-Stunden-Rennen auf dem Circuit of the Americas von der dritten Startreihe aus in Angriff nehmen. Das ergab das Qualifying zum fünften Lauf der World Endurance Championship (WEC) in Austin, Texas.

Der TS040 HYBRID mit der Startnummer 1, gefahren von Anthony Davidson, Sébastien Buemi und Kazuki Nakajima, war dabei minimal schneller als das Schwesterauto und erzielte den fünften Startplatz. Alex Wurz, Stéphane Sarrazin und Mike Conway qualifizierten sich in der #2 für Startposition sechs.

Das Qualifying fand am frühen Abend eines heißen Freitags statt, nachdem die texanische Mittagssonne zuvor Außentemperaturen von bis zu 33° Celsius produzierte. Das Rennen am Samstag wird bei Tageslicht gestartet, endet jedoch in der Dunkelheit mit der schwarz-weiß-karierte Zielflagge, die erst um 23.00 Uhr Ortszeit geschwenkt wird.

Sébastien und Mike, der dieses Wochenende erstmals auf einer Rennstrecke unterwegs ist, auf der er letztes Jahr bereits Erfahrung mit einem LMP1-Rennwagen hat sammeln können, waren als jene Fahrer gesetzt, die das Qualifying starteten, bei dem von jedem genannten Fahrzeug nur zwei Fahrer auf Zeitenjagd gehen.

Doch keiner der beiden kam dazu seine erste fliegende Runde zu absolvieren. Das Quali musste bereits nach kurzer Zeit untergebrochen werden, weil ein LMP2-Fahrzeug an der Boxenausfahrt stehen blieb. Dieser Vorfall kostete wertvolle Zeit, um auf die vorgegebene Mindestanzahl an Runden zu kommen, weswegen die Strecke anschließend sehr voll war.

Da die Startaufstellung nach dem Schnitt der gefahrenen Rundenzeiten eines jeden Fahrers ermittelt wird, waren jene im Vorteil, die eine freie Runde mit wenig Verkehr fanden. Sébastien und Mike konnte sich beide in ihren jeweiligen Runden steigern, bevor sie an Kazuki respektive Alex übergaben.

Zu diesem Zeitpunkt war die #2 der schnellere der beiden TS040 HYBRID, doch in den letzten Minuten des Qualifyings wechselten die Positionen noch, mit Kazuki auf P5 und Alex auf P6.

Dass am Ende ein Rückstand von zwei Sekunden gegenüber der Pole-Zeit des Porsche #18 zu Buche stand, lässt ahnen, dass TOYOTA in der texanische Hitze eine große Herausforderung bevorsteht.

Zuvor hatte das Team beim letzten freien, einstündigen Trainingslauf seine Vorbereitungen auf das Rennen – trotz einer Trainingsunterbrechung – abschließen und der Fahrzeugabstimmung einen letzten Schliff verpassen können.

Da das Hauptaugenmerk für das Rennen auf die optimale Nutzung des Materials und vor allem der Reifen gelegt wurde, lieferten die beiden TS040 in jener Sitzung weitere wertvolle Daten. Insgesamt wurden mit beiden Autos allein in den freien Trainings 195 Runden zurückgelegt, was 1.075 Kilometer entspricht.

TS040 HYBRID #1 (Anthony Davidson, Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima)
3. freies Training: P6 (1.49,112 Minute), 26 Runden
Qualifying: P5 (1.48,990 Minute Schnitt)

Sébastien Buemi: „Wir stehen so in etwa da, wo wir es erwartet hatten. Ich denke aber, dass der Rückstand morgen kleiner sein wird, weil wir uns voll und ganz auf die Rennabstimmung konzentriert haben. Wir werden unser bestes geben und versuchen aus der Situation so viel wie möglich zu lernen. Es war trotz allem eine recht passables Quali für uns, diese Strecke mit wenig Sprit an Bord und frischen Reifen zu befahren, ist immer eine schöne Sache. Schauen wir einmal, was sich morgen ergibt.”

Kazuki Nakajima: „Es war ein harter teaminterner Kampf im Qualifying, der mir Spaß gemacht hat. Die Streckenbedingungen stellten sich als nicht optimal heraus, vielleicht lag es am Wetter, oder an den zuvor stattgefundenen Rahmenrennen. Das Auto erwies sich als eher schwierig zu fahren, aber ich bekam dann doch noch eine nahezu perfekte Runde hin. Wir haben eine gute Teamleistung gezeigt, dass sollten wir morgen wiederholen.”

TS040 HYBRID #2 (Alex Wurz, Stéphane Sarrazin, Mike Conway)
3. freies Training: P5 (1.49,221 Minute), 23 Runden
Qualifying: P6 (1.49,176 Minute Schnitt)

Alex Wurz: „Ich bin mit meiner Leistung nicht besonders zufrieden. Ich bekam einfach keine Haftung auf die Vorderreifen und hatte ständig Untersteuern. Und das, nachdem wir in den voran gegangenen Trainings von Übersteuern geplagt wurden. Es war als würde ich die Strecke neu lernen müssen. Meine erste Runde war zwar die schnellere, aber auch nur deshalb, weil ich in der zweiten in Verkehr kam. Ich bin daher nicht sonderlich glücklich, denn ich fand nie so richtig einen Rhythmus.”

Mike Conway: „Meine erste Runde hätte schneller sein müssen, doch ich leistete mir in der vorletzten Kurve einen Fehler, was ein paar Zehntelsekunden kostete. In der nächsten Runde habe ich mich dann zusammengerissen und da lief es auch recht gut. Die Strecke ist bei dieser Hitze ziemlich knifflig, im letzten Sektor kam mir der Asphalt ziemlich rutschig vor, das fühlte sich einfach nicht mehr so gut an wie zuvor. Ich denke aber, das ging allen so. Doch das sind nun einmal die Bedingungen, unter denen wir ins Rennen gehen werden, also müssen wir das Auto auch dafür abstimmen.”