FANTASTISCHER FUJI-DOPPELSIEG FÜR TOYOTA GAZOO RACING

TOYOTA GAZOO Racing feierte heute vor den begeisterten einheimischen Fans einen Doppelsieg beim Sechs-Stunden-Rennen von Fuji, dem vierten Lauf zur FIA Langstrecken Weltmeisterschaft (WEC) 2018-19 und zugleich Heimrennen des Teams.

Nach einer überzeugenden Vorstellung überquerte der TS050 HYBRID Startnummer sieben von Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López siegreich die Ziellinie mit gerade mal 11,440 Sekunden Vorsprung auf die Teamkollegen Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima und Fernando Alonso im schwesterauto mit der Nummer acht. Es war der erste Saisonsieg des siebener Trios – trotz Startplatz acht.

Für TOYOTA war dies der sechste Sieg in sieben WEC-Starts auf der Heimstrecke, während es für Mike und Kamui der erste Sieg seit dem unvergesslichen Triumph 2016 hier in Fuji war. Ein ganz besonderer erfolg auch für José, der erst im Vorjahr zum Team stiess. Ihm gelang die schnellste Runde des Rennens und schließlich der erste WEC-Sieg.

 

Mit diesem Ergebnis baut TOYOTA GAZOO Racing die Führung in der Teamwertung auf 14 WM-Punkte auf Rebellion Racing aus. Auch Sébastien, Kazuki und Fernando bauten ihren Vorsprung in der Fahrerwertung aus. Mike, Kamui und José rückten auf den zweiten Rang vor, in der Tabelle liegen sie nun nur noch 13 Zähler hinter den Teamkollegen zurück.

Der Start auf nasser Strecke sah Kazuki in der #8 von der Pole Position aus die Führung in die erste Kurve hinein zu verteidigen und auszubauen, während Kamui in der #7 ein wahres Feuerwerk an Überholmanövern abfeuerte und sich dabei den Vorteil des Allradantriebs unter den schwierigen Bedingungen zu Nutze machte, um bereits in der zweiten Runde Platz zwei einzunehmen.

Die erste Rennstunde bot jede Menge Action. Kamui kam früh an die Box, um auf Regenreifen mit einem Profil für starken Niederschlag zu wechseln. In der Folge vernichtete eine Safety-Car-Phase den von Kazuki bis dahin herausgefahrenen Vorsprung von über einer Minute. Das Schwesterauto wechselte daraufhin auf Reifen mit einem Hybridprofil, also für eine eher abtrockenende Strecke, wodurch SMP mit der #11 vorläufig die Führung übernahm.

Das wechselhafte Wetter hatte zunächst für eine Reihe von Dramen gesorgt, doch mit dem durch die Wolken brechenden Sonnenstrahlen, die die Strecke gegen Ende der Safety-Car-Phase begannen aufzutrocknen, wurde die Strecke nun immer schneller. Das hatte allerdings zur Folge, dass Kamui sich mit eher unpassenden Reifen für diese Bedingungen mühte, so dass er nach der 30-minütigen Schleichfahrt als erster direkt auf Slickreifen wechselte. Diese Entscheidung erwies sich in der Folge als goldrichtig, denn sofort fuhr er mehrere sehr schnelle Rundenzeiten.

Kazuki und die Kontrahenten in den weiteren LMP1-Fahrzeugen taten es ihm daher kurz darauf gleich, und als sich die Reihenfolge nach zwei Stunden aussortiert hatte, führte Kamui in der #7, dicht gefolgt von Kazuki. Die beiden TS050 HYBRID bauten im Formationsflug den Vorsprung auf den drittplatzierten Rebellion #1 aus.

Als Kazuki nach zwei Stunden Fahrzeit an Sébastien übergab, lag die #8 rund zehn Sekunden hinter dem Schwesterauto zurück, aber mit den frischeren Reifen begann Sébastien allmählich, die Lücke auf einer mittlerweile völlig trockenen Strecke zu schließen. Die #8 übernahm die Führung, als der epische zweieinhalbstündige Stint des führenden Kamui endete und Mike das Steuer übernahm.

Das Pendel der Führungsarbeit schlug zwischen den beiden Autos hin und her, je nachdem, welches von beiden gerade mit den neueren Reifen unterwegs war. Nach einer Gelbphase führte mit noch zwei Stunden verbleibender Renndauer José am Steuer der #7 mit rund 20 Sekunden Vorsprung auf Fernando in der #8 – und die beiden schonte einander nicht.

José fuhr im 153. umlauf die schnellste Runde des Rennens und verteidigte so seinen Vorsprung an der Spitze, bis er für den letzten Stint das Auto mit etwas über einer halben Stunde verbleibender Renndauer an Kamui übergab. Der fuhr den Sieg der #7 souverän nachhause, während Kazuki die #8 auf den zweiten Platz steuerte und so ein perfektes Teamergebnis komplettierte.

Das Team ist fest entschlossen, dieses Ergebnis beim letzten WEC-Rennen des Jahres in China beim fünften von insgesamt acht WM-Läufen der WEC-Superseason zu wiederholen. Das Sechs-Stunden-Rennen von Shanghai findet am 18. November statt.

Hisatake Murata, Team President: „Ich bin wirklich glücklich über dieses perfekte Ergebnis und ich bin auch froh, dass wir hier auf dem Fuji Speedway den Fans ein so tolles Spektakel bieten konnten. Die ganze Woche über haben sie uns fantastisch unterstützt, also hoffe ich, dass sie dieses spannende Rennen genossen haben. Fuji ist als Heimspiel ein sehr wichtiges Ereignis für uns und das Ziel war immer, vor unseren Fans und Kollegen einen weiteren Doppelsieg zu erringen. Das konnten wir umsetzen, weil das Team hart gearbeitet und eine gute Leistung erbracht hat, trotz der schwierigen Wetterbedingungen zu Beginn des Rennens. Entsprechend stolz bin ich auf sie und ihre Leistung.“

TS050 HYBRID #7
Rennergebnis: P1 nach 230 Runden und acht Boxenstopps. Startplatz: P8. Schnellste Rennrunde: 1.25,603 Minute.

Mike Conway (TS050 HYBRID #7): „Ich bin mit diesem Ergebnis sehr zufrieden. Beim Heimspiel von TOYOTA einen Doppelsieg zu erringen, ist ein tolles Erlebnis. Es war kein einfaches Rennen, vor allem vom achten Startplatz aus, aber unser Auto fuhr sich wirklich gut und meine Teamkollegen haben wie immer einen fantastischen Job gemacht. Sie erbrachten eine solide Leistung und waren sehr konstant, das war gerade heute besonders wichtig. Es ist großartig, einen weiteren Sieg zu erzielen, nachdem wir in den letzten zwei Jahren ja oft nahe an einem Sieg dran waren, es aber nie so ganz reichte. Dass es jetzt beim Heimspiel klappte, ist natürlich großartig.”

Kamui Kobayashi (TS050 HYBRID #7): „Es ist erstaunlich, dass ich mein Heimspiel bereits zum zweiten Mal gewinnen konnte. Das Team hat das ganze Wochenende über gute Arbeit geleistet und das haben sie sich wirklich verdient. Nach dem Qualifying waren wir zwar enttäuscht, aber mit dem Sieg haben wir das ausgemerzt. Darauf haben wir von der Sieben lange warten müssen. Endlich standen sind wir wieder auf dem obersten Treppchen des Podiums. Ich denke, das kann für uns ein Wendepunkt für den Rest der Saison sein. Doch jetzt genießen wir erst einmal den Moment und feiern.“

José María López (TS050 HYBRID #7): „Nach der Enttäuschung im anschluß ans Qualifying ist es umso schöner, nun den ersten Sieg mit TOYOTA feiern zu können. Es ist auch ein fantastisches Gefühl, erstmals in der WEC zu siegen. Mir ist es wichtig, allen in Higashi-Fuji und Köln zu danken, die dieses Ergebnis ermöglichten, sowie natürlich Mike und Kamui. Es ist ein Privileg für mich, mit diesen Jungs das Auto zu teilen. Gemeinsam haben wir uns in einem für uns sehr wichtigen Rennen aus einem Tief herausgefahren und ich kann kaum in Worte fassen, wie glücklich ich darüber bin.“

TS050 HYBRID #8
Rennergebnis: P2 nach 230 Runden und acht Boxenstopps. Startplatz: Pole. Schnellste Rennrunde: 1.26,043 Minute

Sébastien Buemi (TS050 HYBRID #8): „Herzlichen Glückwunsch an die Jungs der Nummer sieben, sie haben einen tollen Job gemacht und diesen Sieg verdient. Auf unserem Auto waren wir stark, aber die Sieben war heute eben über weite Teile des Rennens einfach ein kleines bisschen schneller als wir. Herzlichen Glückwunsch auch an das Team für ein perfektes Ergebnis bei unserem Heimspiel. Ich bin froh, dass wir einen Doppelsieg erzielen konnten und hoffe, dass das Rennen allen Zuschauern gefallen hat.“

Kazuki Nakajima (TS050 HYBRID #8): „Ein tolles Ergebnis für das Team, hier auf dem Fuji Speedway einen Doppelsieg zu erringen, ist ein besonderer Moment. Für unser Auto war es heute ein eher schwieriges Rennen, denn die Nummer sieben legte bei trockenen Bedingungen ein flottes Tempo vor, zudem hatten wir ein wenig Pech mit dem Safety Car. Aber ich will nicht klagen, so sind Rennen eben. Heute wurden wir Zweite, aber als Team haben wir im Hinblick auf beide WM-Tabellen gute Arbeit geleistet.“

Fernando Alonso (TS050 HYBRID #8): „Es war ein gutes Rennen. Wir hatten mit dem Safety Car ein wenig Pech, denn wir hatten bis dahin 80 Sekunden Vorsprung, der dadurch jedoch zunichte gemacht wurde. So etwas kommt im Motorsport schon mal vor. Wir waren nicht ganz so schnell, um heute mit der Nummer sieben zu konkurrieren. Meinen herzlichen Glückwunsch an sie. Sie haben es verdient, weil sie das ganze Wochenende über sehr schnell waren. Es war ein positiver Tag für den Meisterschaftsstand, wir konnten die Führung in beiden Tabellen ausbauen, insgesamt also ein sehr gutes Wochenende. ”

Akio Toyoda, TOYOTA Motor Corporation President: „Wir haben bei der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft mit dem Dopplesieg beim Sechs-Stunden-Rennen von Fuji ein ausgezeichnetes Ergebnis erzielt. Ich möchte allen Fans, die uns unterstützt haben, unseren Dank aussprechen. Die Sechs Stunden von Fuji waren in diesem Jahr eine triumphale Heimkehr nach dem Erfolg bei den 24 Stunden von Le Mans, der nach der Enttäuschung des Vorjahres eine Genugtuung war und so beim Heimrennen von TOYOTA GAZOO Racing antreten zu können. Viele Fans, Partner und Lieferanten, die unsere Aktivitäten unterstützen, kamen nach Fuji. Um ihnen allen unsere Dankbarkeit zu erweisen, wollte ich heute eigentlich unbedingt dabei sein, doch ich schaffte es leider nicht. Ich glaube ohnehin, dass ihnen unsere Dankbarkeit als TOYOTA GAZOO Racing zu zeigen, vor allem ein tolles Rennen abzuliefern die beste Art und Weise ist. Und ich wollte vor allem, dass wir, wie zuvor in Le Mans, ihnen allen auf unserer Heimstrecke einen Doppelsieg liefern. Mir blieb zu diesem Zweck nur, vor dem Rennen die Fahrer mit folgender Nachricht anzufeuern: „Bitte fahrt hinaus und genießt den Kampf bis zur Zielflagge!“ Und noch vor dem Start antworteten sie mir geschlossen: „Wir werden ein echtes Rennen liefern!“ Anschließend sind sie sechs Stunden lang auch nach diesem Motto gefahren. Ich denke, mit einem solchen Auftritt konnte TOYOTA GAZOO Racing all jenen, die uns unterstützt haben, unsere Leidenschaft unter Beweis stellen, und ich möchte allen Fahrern dafür danken. Obwohl ich nicht vor Ort sein konnte, waren die Emotionen aller im Team selbst vorm Bildschirm greifbar nahe und ich fieberte als Teil des Teams mit. Vielen Dank an alle Teammitglieder für diesen Doppelsieg und herzlichen Glückwunsch zum von allen rund um das Auto Nummer sieben lang ersehnten Sieg! Und an die Fans, die uns immer unterstützen: Vielen Dank. Wir freuen uns über ihre unermüdliche Unterstützung.“

 

Ergebnis 6 Stunden von Fuji
1. #7 TOYOTA GAZOO Racing 230 Runden
2.  #8 TOYOTA GAZOO Racing +11,440 Sekunden
3. #1 Rebellion (Jani/Lotterer/Senna)       +4 Runden
4. #11 SMP (Aleshin/Petrov/Button) +11 Runden 
5. #4 ByKolles (Webb/Dillmann/Rossiter) +11 Runden 
6. #37 Jackie Chan DC (Jaafar/Tan/Jeffri)         +13 Runden