FLORIDA-DEBÜT FÜR TOYOTA GAZOO RACING

TOYOTA GAZOO Racing setzt die FIA Langstrecken Weltmeisterschaft (WEC)-Saison 2018-2019 nach der Winterpause mit dem erstmaligen Besuch des Teams in Florida im Hinblick auf die 1000 Meilen von Sebring fort.

Ein weiterer Doppelsieg in Shanghai im November sorgte dafür, dass TOYOTA mit einer Doppelführung in der Fahrer- wie auch in der Team-Weltmeisterschaft in die viermonatigen Winterpause ging. In Sebring tritt das Team erstmals in diesem Jahr in Aktion und hofft den Vorsprung mit einem fünften Saisonsieg auszubauen.

Vom Trio des TS050 HYBRID mit der Startnummer sieben haben Mike Conway und José María López – im Gegensatz zu Sebring-Neuling Kamui Kobayashi – auf dieser Strecke bereits Erfahrung gesammelt, wobei Mike beim legendären 12-Stunden-Rennen gleich auf zwei Podiumsränge verweisen kann. In den Jahren 2017 und 2018 konnte er jeweils einen dritten Gesamtrang auf dem Podium feiern.

Sébastien Buemi ist der einzige aus der Riege der WM-Führenden, die sich den TS050 HYBRID mit der Nummer acht teilen, der in Sebring schon einmal am Start war. Nachdem er 2017 mit Rebellion Racing zwar von der Pole Position ins Rennen startete, das Auto jedoch leider nicht ins Ziel kam, erwartet er dieses Mal – gemeinsam mit den Teamkollegen Kazuki Nakajima und Fernando Alonso – einen erfreulicheren Ausgang.

Das Team absolvierte Anfang Februar in Vorbereitung auf den Klassiker auf der ihnen unbekannten Strecke dreitägige Testfahrten. Alle sechs Fahrer hatten dabei Gelegenheit sich mit den 17 Kurven des 6,019 Kilometer langen Sebring International Raceway und der spezifischen Charakteristik dieser einzigartigen Rennstrecke vertraut zu machen. Auf der berühmt holprigen Strecke wurde dabei eine Distanz von über 4.000 Kilometern zurückgelegt, wobei auch ein Dauertest bei Nacht absolviert wurde.

Obwohl der ehemalige Militärflugplatz zu Zeiten des zweiten Weltkriegs für das Team Neuland ist, kann TOYOTA auf frühere Erfolge auf der seit 1952 als Austragungsort des 12-Stunden-Rennens von Sebring dienenden Rennstrecke verweisen. Der Eagle Mark III Toyota, gefahren von Juan Manuel Fangio II und Andy Wallace, gewann sowohl 1992, als auch 1993 das Saisonauftaktrennen auf dem Weg zu den IMSA GT Championship Meistertiteln in beiden Jahren.

Das erste WEC-Rennen in Florida seit 2012 findet im Rahmen des Rennwochenendes der 12 Stunden von Sebring statt. Erstmals in der Geschichte der WEC steigt ein WM-Lauf an einem Freitag, der Startschuss zum 1.000-Meilen-Rennen wird um 16.00 Uhr Ortszeit fallen, der Zieleinlauf erfolgt um Mitternacht. Erst für den Samstagmorgen ist das IMSA-Rennen angesetzt.

Neben einem außergewöhnlichen Zeitplan, was den Ablauf des Rennwochenendes angeht, muss sich das Team auch auf ungewohnte Abläufe in der Boxengasse einstellen. Anders als bei sämtlichen vorangegangenen WEC-Läufen weist die Boxengasse in Sebring das Konzept einer „American Wall” auf. Das heißt, dass die übliche Boxenausstattung nicht im Garagenbereich untergebracht ist, sondern in einem Bereich, der hinter der Boxenmauer liegt, die die Boxengasse vom Fahrerlager trennt. Um sich auf diese ungewohnte Variante einzustellen, bauten die Mechaniker von TOYOTA GAZOO Racing am Standort in Köln eine Simulation der Boxenanlage und der Boxenausstattung auf und übten damit die Abläufe.

Die letzten Vorbereitungen auf die Veranstaltung finden an diesem Wochenende mit offiziellen WEC-Testfahrten am Samstag und Sonntag statt, bei dem alle Teilnehmer an beiden Tagen ihre Autos abstimmen können, bevor dann am Mittwoch die ersten beiden freien Trainingssitzungen stattfinden.

Hisatake Murata, Teampräsident: „Sebring ist der Beginn des zweiten Abschnitts der Saison 2018-2019, es ist das erste von drei wichtigen Rennen, die wir noch vor uns haben, mit dem klaren Ziel, die Weltmeisterschaft zu sichern und Le Mans erneut zu gewinnen. Dies wird zudem unser erstes Rennen in Sebring sein, und ich denke, dies ist eine spannende Herausforderung für das Team und die Fahrer. Ich habe so viel von der besonderen Atmosphäre dort gehört, dass ich es kaum erwarten kann, sie selbst zu erleben, und ich hoffe, wir können den amerikanischen Fans ein spannendes Event bieten.“

Mike Conway (TS050 HYBRID #7): „Immer wenn ich nach Sebring reise, habe ich hohe Erwartungen. Wir möchten die gute Form fortführen, die wir zuletzt mit der Nummer sieben zeigen konnten, was bedeutet, dass wir weiterhin gut punkten und vorzugsweise weitere Rennen gewinnen. Sebring ist eine Herausforderung, denn es ist für das Team eine neue, noch unbekannte Strecke. Ich selbst kenne die Strecke gut von ein paar IMSA-Rennen und Testfahrten im IndyCar. Ich hoffe, dass meine dort gemachten Erfahrungen dem Team helfen werden, den Prozess zu beschleunigen und das Auto zügig in ein gutes Abstimmungsfenster zu bringen. Ich freue mich darauf, dorthin zurückzukehren und hoffe auf ein gutes Ergebnis.“

Kamui Kobayashi (TS050 HYBRID #7): „Ich bin nach meinem Erfolg bei den 24 Stunden von Daytona mit dem Rennsport in den USA mittlerweile etwas vertrauter und ich genieße es wirklich, so dass Sebring wieder Spaß machen sollte. Es war interessant, diese Old-School-Rennstrecke während unseren Testfahrten letzten Monat zu erleben. Sie ist ziemlich holprig und die Mauern stehen schon ziemlich nah an der Strecke. Ich hatte dennoch meinen Spaß, weil es eine schöne Herausforderung für einen Fahrer ist und es eine Strecke ist, die keine Fehler verzeiht. Es wird auch eine große Herausforderung im Hinblick auf den Überrundungsverkehr sein, also erwarte ich ein spannendes Rennen.“

José María López (TS050 HYBRID #7): „Ich habe schöne Erinnerungen an Sebring, weil ich dort bereits 2007 mein erstes Langstreckenrennen gefahren bin, als ich am 12-Stunden-Rennen in einem GT-Auto teilnahm. Bis zu unseren kürzlichen Testfahrten war ich allerdings schon eine ganze Weile nicht mehr dort gewesen und es half uns allen, mit unserem Rennauto diese Strecke zu erkunden. Erstaunlich, wie wenige Auslaufzonen es gibt, die Durchschnittsgeschwindigkeit ist recht hoch und dann sind da noch die vielen Bodenwellen. Ich habe aber jede Runde genossen und freue mich sehr darauf, dort wieder ein Rennen zu fahren.“

Sébastien Buemi (TS050 HYBRID #8): „Die Testfahrten in Sebring verliefen gut und die Strecke hat mir wieder sehr gefallen. Wir sind dort noch nie zuvor mit diesem Auto gefahren, es war also ein wichtiger Test. Mir gefällt der Streckenverlauf sehr gut, besonders nachts ist diese Strecke sehr anspruchsvoll, auch weil die Flutlichtbeleuchtung nicht sonderlich hilfreich ist. Ich habe gute Erinnerungen an mein letztes Rennen in Sebring im Rahmen der IMSA-Serie, und dass es eine tolle Veranstaltung war. Ich freue mich auf ein starkes Rennen. Es wird eine Herausforderung, denn die Renndauer ist länger als sonst, aber ich hoffe, dass wir stark sein werden und um den Sieg kämpfen können.“

Kazuki Nakajima (TS050 HYBRID #8): „Ich habe mich seit dem Tag, an dem der Saison-Kalender vorgestellt wurde, darauf gefreut in Sebring zu fahren. Es ist mein erstes Rennen dort, aber ich habe viel über diese Strecke und die amerikanischen Fans gehört. Es war hilfreich, dort vor einigen Wochen zu testen. So sind wir nun mit den Anforderungen der Strecke vertraut und haben bereits ein gutes Gefühl für das Setup bekommen. Unser letztes Rennen in der WEC ist schon eine Weile her und unser letzter Sieg mit der Nummer acht war in Le Mans. Wir sind daher fest entschlossen endlich mal wieder in der Mitte des Podiums zu landen.“

Fernando Alonso (TS050 HYBRID #8): „Daytona war für mich eine fantastische Erfahrung. Auf einer so legendären Strecke zu siegen, war wirklich eine Ehre, und ich hoffe, dass wir das Gleiche in Sebring erzielen können. Ich fühle mich bei den amerikanischen Fans wie zu Hause, das sind sehr leidenschaftliche Motorsportanhänger. Wie Daytona ist auch Sebring eine einzigartige Strecke und es war fantastisch, dort zum ersten Mal während unserer Testfahrten zu fahren. Es wird kein einfaches Rennen werden, weder für das Auto, noch für die Fahrer, also müssen wir uns gründlich vorbereiten und das Rennen wieder perfekt ausführen. Wir werden alles geben für den Sieg.“