FORTSETZUNG DES US-ABENTEUERS VON TOYOTA GAZOO RACING

TOYOTA GAZOO Racing legte bei den Vorbereitungen zu den bevorstehenden 1000 Meilen von Sebring, dem sechsten Lauf zur FIA Langstrecken Weltmeisterschaft (WEC) 2018-19, heute einen Zahn zu.

Das Team wurde in den vergangenen Wochen auf dem Sebring International Raceway im Wege von dreitägigen Testfahrten im Februar und zwei offiziellen WEC-Testtagen am vergangenen Samstag und Sonntag allmählich heimisch, doch heute fand der offizielle Beginn der Veranstaltung mit zwei 90-minütigen Trainingseinheiten statt.

Der TS050 HYBRID mit der Startnummer sieben, gefahren von Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López, bestimmte mit einer im zweiten freien Training gefahrenen Tagesbestzeit von 1.41,730 Minute erneut das Tempo. Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima und Fernando Alonso errangen im TS050 HYBRID Nummer acht die zweitschnellste Zeit, mit einem Rückstand von 0,532 Sekunde.

Obwohl die Wetterbedingungen ähnlich wie am Testwochenende waren, nämlich sonnig und heiß, wurde der Streckenbelag aufgrund der bei den Testfahrten – auch jener anderer anwesenden Rennserien – durch die entstandenen Gummiablagerungen deutlich griffiger. Allein heute waren weitere sechseinhalb Stunden Trainingsbetrieb bereits absolviert, als das WEC-Feld schließlich zu deren erstem freien Training auf die Strecke ging.

Auch wegen aufgekommener starker Winde, aber im Wesentlichen um den neuen Streckenverhältnissen Rechnung zu tragen, musste an beiden Fahrzeugen das Setup entsprechend angepasst werden. Die Rundenzeiten fielen jedoch etwas langsamer als bei den Testfahrten des vergangenen Wochenendes aus, da das Team sich auf weitere Fortschritte bei der Feinabstimmung des Setups im Hinblick auf die zu erwartenden Bedingungen im Rennbetrieb konzentrierte.

Das zweite Training begann bei einsetzender Dämmerung, und schon bald fuhren die Autos in der Dunkelheit. Eine gute Gelegenheit, um Fahrer und Material auch auf diese Bedingungen vorzubereiten, die im Qualifying und im Rennen zu erwarten sind. Da auch diese Session produktiv und störungsfrei verlief, wurde am Ende des Tages eine zurückgelegte Gesamtdistanz beider Autos von 181 Runden notiert, was 1.089 Kilometer entspricht.

Josés schnellste Runde heute unterbot den bisherigen Qualifying-Rundenrekord. Gelingt eine Wiederholung dessen am Donnerstagabend, wenn beim Zeitfahren über die Startaufstellung für das 34 Fahrzeuge starke Feld entschieden wird, könnte der Name TOYOTA bald die offiziellen Rekordbücher von Sebring schmücken.

Mike Conway (TS050 HYBRID #7): „Es lief heute ganz OK. Wir haben das Auto den Streckenverhältnissen angepasst und für die nächtlichen Fahrten vorbereitet. Es fühlte sich ganz OK an, aber es gab eben auch viel Verkehr, also bekam ich keine frei Runde hin. Dennoch ist das alles ein guter Lernprozess für das Rennen. Es geht hier nachts viel wilder zu, weil die Strecke ziemlich eng ist und wenn da ein Auto vor dir mit einem Rad von der Strecke abkommt, wirbelt das sofort eine Menge Staub auf. Das gibt bestimmt gute Szenen für die Onboard-Kamera!“

Kamui Kobayashi (TS050 HYBRID #7): „Wir waren bereits nach unseren Testfahrten gut vorbereitet, so dass der erste Tag des Trainings entsprechend gut verlief. Wir sahen uns allerdings mit abweichenden Streckenbedingungen konfrontiert, denn dieses Mal waren mehr Autos gleichzeitig da draußen unterwegs, aber auch die Trainings verschiedener anderer Kategorien, die vor unseren Sessions stattfanden, machten da einen Unterschied. Wir müssen uns also an die veränderten Bedingungen anpassen. Ein guter Anfang ist gemacht, aber wir werden hart daran arbeiten, für den Rest der Veranstaltung noch mehr aus dem Auto zu holen.“

José María López (TS050 HYBRID #7): „Das lief heute recht gut. Ich gewöhne mich allmählich an die Strecke und fühlte mich heute da draußen schon wohler. Es gab heute mehr Verkehr und die Strecke ist schmutziger, so dass es fast unmöglich war, eine saubere Runde hinzubekommen. Der Streckenbelag hat sich im Vergleich zu dem, was wir vor einigen Wochen vorfanden, mittlerweile stark verändert. Ich versuchte unter diesen Bedingungen ein gutes Fahrgefühl für das Auto zu bekommen und mich auf das Rennen vorzubereiten, was das Wichtigste ist.“

Sébastien Buemi (TS050 HYBRID #8): „Ich habe heute viele Runden abgespult. Da ich die Testfahrten am vergangenen Wochenende verpasst hatte, war es mir wichtig, heute viel zu fahren, und ich bin mit dem Verlauf zufrieden. Es war völlig anders als bei unseren Testfahrten letzten Monat, und es war viel mehr Verkehr auf der Strecke. Ich konnte auch etwas Fahrzeit bei Nacht nachholen, was wichtig war, denn das ist hier recht schwierig. Es ist stockdunkel da draußen und daher sehr anspruchsvoll, durch die finstere Nacht zu fahren. Wir werden nun die Daten analysieren und hoffentlich unser Setup weiter verbessern können.“

Kazuki Nakajima (TS050 HYBRID #8): „Es war heute schwierig, denn die Bedingungen änderten sich aufgrund der Veränderung der Windrichtung und ein paar weiterer Dinge, somit hatten wir eine ganz andere Situation als bei unserem Testfahrten am Wochenende. Zumindest hatten wir einen produktiven Tag mit zwei sauberen Sitzungen. Der wichtigste Faktor war die Nachtsitzung. Man kann in dieser Situation nie genug Fahrzeit haben, aber wir konnten weitere Erfahrung für das Qualifying und das Rennen sammeln.“

Fernando Alonso (TS050 HYBRID #8): „Offensichtlich war der Verkehr heute viel stärker, da viel mehr Autos auf der Strecke unterwegs waren, als bei unseren Testfahrten, zudem waren die Streckenbedingungen anders, also haben wir an der Feinabstimmung des Setups gearbeitet. Es war ein weiterer positiv und störungsfrei verlaufener Tag, und damit bin ich zufrieden. Mal sehen, wie es morgen läuft, wenn der eigentliche Wettbewerb beginnt.“

 

Ergebnis 1. Freies Training:
1. #7 TOYOTA GAZOO Racing    1. 41,957 Minute    41. Runden
2. #8 TOYOTA GAZOO Racing +0,549 Sekunde 47 Runden
3. #1 Rebellion (Jani/Beche/Senna) +1,595 Sekunde 21 Runden
4. #3 Rebellion (Berthon/Laurent/Menezes) +1,707 Sekunde 34 Runden
5. #11 SMP (Aleshin/Petrov/Hartley)        +1.886 Sekunde 33 Runden
6. #17 SMP (Sarrazin/Orudhzev/Isaakyan)      +2,343 Sekunden 33 Runden

 

Ergebnis 2. Freies Training:
1. #7 TOYOTA GAZOO Racing    1.41,730 Minute 45 Runden
2. #8 TOYOTA GAZOO Racing +0,532 Sekunde 48 Runden
3. #17 SMP (Sarrazin/Orudzhev/Sirotkin) +1,279 Sekunden 34 Runden
4. #11 SMP (Aleshin/Petrov/Hartley) +1,289 Sekunden 31 Runden
5. #3 Rebellion (Berthon/Laurent/Menezes)  +1,632 Sekunde(n) 36 Runden
6. #1 Rebellion (Jani/Beche/Senna) +2,334 Sekunden 40 Runden