HISTORISCHE SEBRING-POLE FÜR TOYOTA GAZOO RACING

TOYOTA GAZOO Racing wird morgen die 1000 Meilen von Sebring, den sechsten Lauf zur FIA Langstrecken Weltmeisterschaft (WEC) 2018-2019, nicht nur von der Pole Position in Angriff nehmen, sondern eroberte heute im Qualifying die gesamte erste Startreihe.

Die WM-Führenden Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima und Fernando Alonso im TS050 HYBRID Nummer acht eroberten nicht nur den besten Startplatz für das morgige Rennen mit einem Rundenschnitt von 1.40,318 Minuten, sondern bauten ihre Tabellenführung um den Bonuspunkt für die Pole weiter aus. Damit bleibt das Team in den Qualifyings dieser WEC-Saison weiterhin ungeschlagen.

Mit dem TS050 HYBRID mit der Startnummer sieben, mit Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López am Start, belegte das Team die komplette erste Startreihe für TOYOTA. Dem Trio fehlte 0,485 Sekunde auf die Bestzeit, was jedoch für Startplatz zwei reichte.

Fernando stellte mit seiner absoluten Bestzeit von 1.40,124 Minute einen neuen offiziellen Qualifikationsrekord auf dem Sebring International Raceway auf und unterbot damit den bisherigen Rekord von Audi aus dem Jahr 2013 um 3,762 Sekunden. Das eröffnet beiden Mannschaften die Chance beim Rennen am Freitag auch den Rekord für die schnellste Rennrunde an diesem bereits legendären Austragungsort aufzustellen, an dem schon seit 1950 einer der Klassiker unter den Langstreckenrennen veranstaltet wird.

Das Qualifying fand bei Dunkelheit statt, was eine zusätzliche Herausforderung für die Fahrer darstellte, neben dem ständigen Kampf um eine halbwegs saubere Runde auf der 6,019 km langen Rennstrecke, die nicht nur für die dicht an der Piste stehenden Begrenzungsmauern und den keinen Fehler verzeihenden Kerbs berühmt-berüchtigt ist, sondern auch für unablässigen Überrundungsverkehr bekannt ist.

Frustration in der Nacht für die Startnummer sieben, die im Vorfeld des Qualifyings bei zwei der drei freien Trainingssitzungen die Zeitentabelle angeführt hatte. Mike klemmte sich als erster hinters Steuer, konnte aber bei seinen fliegenden Runden nicht ganz das Tempo der Nummer acht mitgehen, während José in seiner ersten Runde mit Verkehr auf der schmalen Strecke konfrontiert wurde und in seiner zweiten Runde dann einen kleinen Fehler machte. Er behielt aber die Nerven und fuhr in den letzten Sekunden dann doch noch eine konkurrenzfähige Rundenzeit heraus, was den Rundenschnitt entsprechend verbesserte.

Die Nummer acht hatte eine weniger dramatische und daher erfolgreichere Session, bei der Fernando sich bereits mit seiner ersten fliegenden Runde in den Sebring-Rekordbüchern verewigte, bevor Kazuki übernahm und die Lücken im Verkehr geschickt nutzte und so die Pole-Position sicherte.

TOYOTA GAZOO Racing wird damit von einer perfekten Ausganslage in die 1000 Meilen von Sebring starten, um den fünften Doppelsieg in dieser Saison anzupeilen und die Führung in der Weltmeisterschaft, die derzeit bei 29 Punkten liegt, weiter auszubauen.

Mike Conway (TS050 HYBRID #7): „Ich fand das Auto in der Nacht etwas schwierig zu fahren. Es war schwer, eine gute Runde zusammen zu fügen, also hatte ich am Ende zwei eher unsaubere Runden. Wir starten vom zweiten Startplatz, was für ein so langes Rennen morgen nicht so schlecht ist. Wir müssen unser Rennen gut einteilen und die strategisch richtigen Entscheidungen treffen. Hoffentlich können wir ein gutes Ergebnis einfahren.“

José María López (TS050 HYBRID #7): „Ich freue mich, dass das Team mit einer guten Marge die erste Startreihe belegen konnte, die Autos machen einen sehr stark Eindruck. Unser Auto hatte das ganze Wochenende über ein gutes Tempo gezeigt, aber im Qualifying geht es um alles in einer einzelne Runde in der Nacht. Ich wusste, dass mir eine außergewöhnliche Runde gelingen musste, und gab mir entsprechend Mühe. In meiner ersten Runde blockierte mich jedoch ein anderes Auto und in der nächsten griff ich wohl zu hart an und kam einmal von der Ideallinie ab. Mein letzter Versuch reichte dann zwar nicht für die Pole, aber wir sind für das Rennen gut aufgestellt.“

Kazuki Nakajima (TS050 HYBRID #8): „Dank Fernandos Megarunde musste ich anschließend nur noch eine saubere Runde hinlegen, was viel Druck von mir nahm. Es ist immer sehr schwierig, mit diesen Autos nachts zu fahren, aber ich war mit dem Auto und dem Ergebnis zufrieden. Es ist schön, dass wir das Rennen vom besten Startplatz aus in Angriff nehmen können, aber wir haben ein langes Rennen vor uns und wir wissen, dass es immer eine Herausforderung ist, hier ein Rennen ohne jegliche Probleme zu absolvieren.“

Fernando Alonso (TS050 HYBRID #8): „Es ist toll, den neuen Qualifikationsrekord hier in Sebring errungen zu haben. Es war ein tolles Gefühl, eine Runde mit wenig Treibstoff an Bord und frischen Reifen fahren zu können, ich genoss diese Runde sehr. Nachts ist diese Strecke sehr anspruchsvoll, da es nicht einfach ist, alle Referenzpunkte zu erkennen, mir gelang dennoch eine gute Runde. Ich dachte zunächst, eine 1.39er-Runde müsste möglich sein, aber dann ließ ich hier und da ein paar Zehntel liegen, also hat es dazu nicht ganz gereicht.“

Ergebnis 3. Freies Training:
1. #7 TOYOTA GAZOO Racing 1.41,448 Minute 27 Runden
2. #8 TOYOTA GAZOO Racing +0,653 Sekunde 29 Runden
3. #10 DragonSpeed (Hedman/Hanley/v.d. Zande) +2,708 Sekunden 22 Runden
4. #1 Rebellion (Jani/Beche/Senna) +3,106 Sekunden 22 Runden
5. #3 Rebellion (Berthon/Laurent/Menezes) +3,259 Sekunden 28 Runden
6. #11 SMP (Aleshin/Petrov/Hartley)          +4,951 Sekunden 21 Runden

 

Ergebnis Qualifying:
1. #8 TOYOTA GAZOO Racing 1.40,318 Minute  
2. #7 TOYOTA GAZOO Racing +0,485 Sekunde
3. #3 Rebellion (Berthon/Laurent/Menezes) +2,545 Sekunden
4. #17 SMP (Sarrazin/Orudzhev/Sirotkin) +2,624 Sekunden
5. #11 SMP (Aleshin/Petrov/Hartley) +2,687 Sekunden
6.  #1 Rebellion (Jani/Beche/Senna) +2,697 Sekunden