Eine Runde in Le Mans mit Nicolas Lapierre

Le Mans Test„Die Anbremszone der Dunlop-Schikane ist knifflig. Das Gewicht des Autos verlagert sich stark nach vorn, das Heck wird sehr leicht und man kann sich da leicht abdrehen, es dürfte eine der anspruchsvollsten Stellen sein.

Man beschleunigt aus der Rechts heraus und in die Senke hinunter, der das S von Tertre Rouge folgt. Die Rechts kann man voll nehmen, für die leicht überhöhte Links bremst man und schaltet in den dritten Gang runter.

Aus der Tertre Rouge-Kurve gut heraus zukommen ist wichtig, denn das macht die Geschwindigkeit auf der Hunaudières aus. Die Kurve ist an und für sich echt simpel, ist aber im Regen recht knifflig zu fahren. Man muss dabei den Kurvenausgang unbedingt richtig erwischen, egal wie man in die Kurve hineinfährt.

Man bremst dann die erste Schikane sehr hart an. Man kann aber die Einfahrt relativ schnell nehmen, aber man muss die Links sehr genau nehmen, da man sonst Fahrt und damit Zeit verliert.

Ähnlich fährt man recht schnell in den Ralentisseur Michelin ein. Die folgende Rechts kann – vor allem im Regen – recht knifflig sein. Es folgt die Mulsanne-Kurve, die man blind anbremst, weil in der leichten Rechts ein wenig die Orientierung zu den Seiten fehlt und es nicht leicht ist, die Linie und den Bremspunkt genau zu treffen. Die 90°-Kurve ist recht eng, aber wenigstens kann man über den Außenkerb hinweg etwas Tempo mit auf die Gerade nehmen.

Dann kommt die Kurvenfolge von Indianapolis und die Anbremszone ist nicht ohne. Man kommt dort mit hohem Tempo an und muss bis in den zweiten Gang herunterschalten. Gleich darauf kommt die Arnage-Rechts, wo man sich leicht vertun kann, vor allem, weil es dort mitunter recht rutschig ist.

Dann kommt man zu den Porsche-Kurven, sicher die fahrerisch schönste Passage der Strecke. Man schaltet vor der ersten Rechts in den Vierten runter, bleibt dann aber für die folgende Links am Gas, muss aber über dei Bodenwellen hinweg gut aufpassen.

Die Kombination an der Kartstrecke ist ziemlich knifflig, vor allem der Kerb im Linksknick. Den darf man auf gar keinen Fall überfahren, sonst landet man in der gegenüberliegenden Seite in der Mauer!

Die Runde endet durch die Ford-Kurven hindurch und dem Raccordement-Geschlängel, gewissermaßen eine Doppelschikane.”