LOS GEHT’S MIT DEM HECKANTRIEB-SPASSFAKTOR

 

 

Bei der Rallye Südliche Weinstraße wird der neue Rallye-Bolide von Toyota in Aktion treten; der GT86 CS-R3 wird damit zum zweiten Mal bei einer Veranstaltung in Deutschland konkurrieren.

Der Heckantriebler wird dieses Wochenende von dem bekannten Rallye-Journalisten Reiner Kuhn gefahren, der aufgrund vieler Probefahrten für seine Publikationen, unter anderem im Rallye Magazin und bei Motor Sport aktuell, einen großen Erfahrungsschatz hinter dem Lenkrad aufweisen kann.

Kuhn wird dabei von einem für die Welt-Rallye-Fans vertrauten Gesicht unterstützt; Co-Pilotin Ilka Minor. Die Österreicherin saß bei verschiedenen Weltmeisterschafts-Stationen bereits neben bekannten Fahrern wie Henning Solberg, Evgeny Novikov und Manfred Stöhl.

Vor Kuhn und Minor hat lediglich Hermann Gaßner Junior den GT86 CS-R3 erlebt und gab sein Debüt mit dem heckangetriebenen Wagen erfolgreich bei der Drei Städte Rallye.

Nach einer umfangreichen Entwicklungsphase, die sich durch die Herausforderung in die Länge zog, dass hier ein Auto mit Heckantrieb nach R3-Regularien für eine Kategorie entstand, in der bislang ausschließlich Fahrzeuge mit Frontantrieb erhältlich waren. Der CS-R3 kann ab sofort in der R3-Wertungsklasse jeder  Rallye eingesetzt werden, die unter FIA-Regularien ausgeschrieben ist – der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) inbegriffen.

Das Auto wurde gänzlich entwickelt und gebaut bei der Toyota Motorsport GmbH (TMG) in Köln.

Mit seinem Heckantrieb-Konzept ist der CS-R3 sowohl für die Fahrer als auch für die Fans eine spannende Alternative und zugleich Fortsetzung von TMG’s ruhmreicher Rallye-Tradition. Das von TMG einst betriebene TOYOTA Team Europe feierte in den achtziger Jahren erste Erfolge mit dem Celica Twincam Turbo, ebenfalls ein Hecktriebler, und war u.a. bei der Safari Rally mehrfach siegreich.

Von diesem Erbe inspiriert, zielt TMG mit dem jüngsten Rallye-Heckantriebler nun auf Privatkunden ab, und bietet ein konkurrenzfähiges R3-Fahrzeug an, dass das sportliche Aussehen des GT86-Straßenfahrzeugs mit spektakulären Leistungsmerkmalen der Rallye-Version vereint.

Die Ingenieure legten ihr Hauptaugenmerk bei der Entwicklung vor allem auf den 2.0 Liter-Boxer-Saugmotor, der konzeptionell in der R3-Kategorie ebenso aus dem Rahmen fällt, wie der Antrieb. Und da das R3-Reglement eine niedrigere Verdichtung verlangt, als jene des Serienfahrzeugs, gab es hier einige Herausforderungen zu meistern.

Dank hochmoderner Ressourcen, über die TMG im Bereich der Motorenentwicklung verfügt, konnte die Motorleistung durch Änderungen an einigen Bauteilen und der Software eine Motorleistung von bis zu 232 PS und ein Drehmoment-Höchstwert von 235 Newtonmeter erzielt werden.

Damit auch richtiges Rennsport-Feeling aufkommt, wurde der CS-R3 mit einem sequentiellen Sechs-Gang-Getriebe, das die Spezialisten von Drenth speziell für Fahrzeuge mit Heckantrieb entwickelten, sowie einem Sperrdifferential ausgestattet.

Zusätzlich wurde eine Gewichtsoptimierung durchgeführt, die das ohnehin schon leichtfüßige Fahrverhalten des GT86 weiter verbessert. Überarbeitete Radaufhängungen, Bremsen und eine spezielle Auspuffanlage sorgen zudem dafür, dass auf jeder Rallye-Wertungsprüfung nach Bestzeiten gejagt werden kann. Auch bei der Sicherheitsausstattung wurden keine Kompromisse gemacht: Überrollkäfig, Feuerlöschanlage und alle weiteren vom Weltverband FIA vorausgesetzten Sicherheitsmerkmale gehören zur Standardausstattung.