MEET THE TEAM – SYSTEMS ENGINEERS

World Endurance ChampionshipIn unserer neusten Folge von Berichten, die ein wenig das Geschehen hinter den Kulissen  von TOYOTA Racing beleuchten, beschreiben wir den Alltag jener Ingenieure, die bei TOYOTA Motorsport GmbH (TMG) für die elektrischen Systeme verantwortlich zeichnen.

Christian, Daniele und Julian sind Teil jenes kleinen Teams, das sich um die in Prototypen und Rennwagen verbauten elektrischen Systeme kümmert. Das bedeutet, dass das Trio nach vorgegebenen Spezifikationen vorgehen und die verbauten elektrischen und elektronischen Systeme testen und kalibrieren muß, etwa Sensoren, Stromverteiler-Einheiten, Telemetrie- und Datenaufzeichnungs-Komponenten. Sie arbeiten mit Datenaufzeichnungs-Systemen, Steuer- und Kalibrierungsgeräten. Darüberhinaus verfeinern sie Programme während Rennveranstaltungen und während Prüfstand-Testläufen. Und treten Probleme auf, dann ist es ihre Aufgabe korrigierend einzugreifen und etwaige Defekte im elektrischen System zu beseitigen bzw. deren Ursache zu erforschen, ebenso, wie nach jedem Einsatz fahrzeugexterne Systeme zu warten.

Wie sieht also der Arbeitsalltag aus? „Wir beginnen hier im Werk damit die Autos für den Einsatz auf der  Rennstrecke vorzubereiten. Es ist nicht so einfach einen typischen Arbeitstag zu beschreiben, weil eigentlich kaum ein Tag wie der andere verläuft und immer wieder neue Herausforderungen auf einen warten“, sagt Julian. „Ich empfinde es so, dass meine Karriere ständig einen weiteren Schub erhält.“ Gerade das war für ihn übrigens ausschlaggebend, sich für diese Herausforderung zu entscheiden – der Herausforderung Motorsport.

Christian und Julian begannen bei TMG zu  Formel 1-Zeiten zu arbeiten. Neben den Aufgaben im Werk, erwarteten sie Aufgaben bei den Einsätzen an der Rennstrecke. Der Volksmund sagt, ein Bild spricht 1.000 Worte, eine Momentaufnahme von Christian und Daniele in Aktion verleiht einen guten Einblick in das Geschehen an der Rennstrecke. Sobald sie an der Rennstrecke eintreffen, bereiten sie zunächst einmal ihren Arbeitsplatz vor, indem sie beim Aufbau der Boxenausstattung behilflich sind, ihre Systeme in Position bringen und die Autos damit vernetzen, „damit man übers Laptop mit ihnen ‚reden‘ kann.“

Die Computerschränke und Monitore im hinteren Bereich der Box sind mit einem „Vision Desk“ verbunden, das in der Box in unmittelbarer Nähe des Autos positioniert ist. Das erlaubt es mit Fahrern und Mechanikern zusammen dicht am Auto arbeiten zu können und dennoch die gesamte Datenfülle auf Abruf bereit zu haben.

Für unsere verantwortlichen Ingenieure für elektrische Systeme ist es von großer Bedeutung in Sachen Kommunikation und Koordination gut zu sein. Während einer Testfahrt oder einer Rennveranstaltung arbeiten sie mit unseren Motoren-Ingenieuren, Mechanikern und Fahrern zusammen, alles Kollegen mit den unterschiedlichsten internationalen Werdegängen. Sie müssen sicherstellen, dass alle auf dem selben Wissenstand sind und – sozusagen – dieselbe Marschroute einschlagen. „Wir sind in Zentrum der ganzen Vorgänge.“

Alle drei Ingenieure haben mit ihrer Arbeit in der Fahrzeug-Entwicklung Wesentliches zum Erfolg des Unternehmens beigetragen. „Das Ingenieurs-Team bei TMG ist einzigartig“, findet Christian. „Wir arbeiten ziemlich hart und auf einem sehr hohen Level. Doch wir sind in der Lage unsere Ziele zu erreichen, weil wir Spaß an der Arbeit haben. Gutes Teamwork ist eine Grundvoraussetzung, damit die Arbeit Spaß macht und man stets der Konkurrenz einen Schritt voraus bleibt. Um das zu gewährleisten, müssen wir ständig die Grenzen des Machbaren neu ausloten, was Mechanik, Elektrik und Softwaredesign betrifft.“ Bei TMG nimmt das Dazulernen kein Ende.

Der aufregendste Aspekt ihrer Arbeit ist gewiß, dass ihre Arbeit eine direkten Einfluß auf das Renngeschehen hat: „Jeder Beitrag ist von Bedeutung und kann nicht nur das Auto in seinem Erscheinungsbild mitgestalten, sondern auch dessen Erfolgsgeschichte im Verlauf der nächsten Jahre.“

Eine der größten Herausforderungen ist es andererseits ihr Wissen in einer Vielzahl von Bereichen einzubringen, wo Fahrer und die anderen Ingenieure Verbesserungen versuchen vorzunehmen. Die mit solchen Situationen gewonnenen Erfahrungen tragen zu ihren besonderen Fertigkeiten und Fähigkeiten bei – und festigen ihren Glauben daran, dass in diesem hochspezialsierten Bereich die Zukunft liegt.

„Während eines Rennens kann alles mögliche passieren.“

Schnell eine Lösung zu finden, die Dinge wieder zum Laufen zu bringen, das Auto im Rennen zu beobachten, der Kampf um den Sieg, das ist es, was unsere Ingenieure antreibt und selbst manchmal stressige Situation souverän meistern läßt. Wenn fünf Leute hinter einem stehen und eine schnelle Lösung zu einem plötzlich aufgetretenen Problem erwarten, dann braucht es einen kühlen, logisch schlußfolgernden Kopf. „Ein wettbewerbsfähiges Auto mit Siegeschancen zu haben, motiviert uns alle, Höchstleistungen zu bringen.“

Es ist daher eine wichige Voraussetzung, die vollkommene Übersicht zu haben, das System in seiner Gesamtheit zu verstehen. Wir schaffen komplexe Systeme, die eine detaillierte Architektur erfordern, entworfen von Leuten mit besonderen Fertigkeiten. Eigenständiges Arbeiten, ein hohes Maß an Flexibilität, Problemlösungsfähigkeit und Zuverlässigkeit sind Zutaten, die für einen Job als verantwortlicher Ingenieur für elektrische Systeme bei TMG qualifizieren.

„Es gibt keinen Standard. Wir arbeiten recht unabhängig. Die Zielsetzung wird festgelegt, wie wir das Ziel dann erreichen, ist uns überlassen. Es steht in deiner Veranwortung, was zu deinem Erfolg wird – zu deinem und des ganzen Teams.

Man kann es auch wie folgt zusammenfassen: „Wir lieben das, was wir tun und insbesondere dies für den größten Autohersteller der Welt in einem so speziellen Umfeld tun zu dürfen.“ 

Haben Sie Interesse ein Kollege von Christian, Daniele und Julian zu werden? TMG schreibt (Stand Mai 2014) eine solche Stelle aus. Mehr zu dieser Position sowie zu weiteren Jobangeboten finden Sie hier.