NOCH EINE POLE FÜR TOYOTA RACING

WEC 6 Hours of The Circuit of the AmericasTOYOTA Racing baute heute die Tabellenführung in der FIA WEC Langstrecken Weltmeisterschaft mit der Pole Position für das 6-Stunden-Rennen auf dem Circuit of the Americas in Austin, Texas, aus.

Anthony Davidson und Sébastien Buemi, die den TS040 HYBRID mit der Startnummer 8 mit Nicolas Lapierre teilen, eroberten die Pole Position mit einer um rund eine Sekunde schnelleren Bestzeit. Der dadurch gewonnene Bonus-Punkt erhöhte ihren Vorsprung in der Fahrer-WM auf 21 Zähler.

Das Team feierte damit bereits die dritte Pole Position im vierten Lauf der Saison, was auch dem Team einen WM-Punkt einbrachte und damit die Führung in der Hersteller-WM verdoppelte.

Mike Conway nahm bei seinem Debüt für TOYOTA Racing am Qualifying teil. Er und Stéphane Sarrazin eroberten in der Nummer 7, die sie mit Alex Wurz teilen, den fünften Startplatz.

Das WEC-Quali-Format schreibt vor, dass zwei Fahrer eines jeden Fahrzeugs jeweils mindestens zwei fliegende Runden absolvieren müssen. Die Startposition ergibt sich dann aus den jeweils beiden schnellsten Runden jeden Fahrers.

Ein Regenschauer, der vor dem Beginn der Qualifikation auf die Strecke niederging, liess die Sitzung bei nasser Strecke beginnen. Die Mannschaft der Nummer 8 wartete drei Minuten, bevor man das Zeittraining unter die Räder nahm. Dies erwies sich als entscheidender Vorteil, denn die zügig abtrocknende Piste wurde im Verlauf der 25-minütigen Sitzung immer schneller.

Lediglich Kurve 11 blieb auch weiterhin recht feucht und prompt kam Anthony in seiner ersten fliegenden Runde von der Ideallinie ab, während Stéphane, der gleich zu Beginn des Quali losgefahren war, sofort solide Zeiten fuhr.

Mike und Sébastien übernahmen jeweils ihr Auto vom Teamkollegen, wurden jedoch durch einen Trainingsabbruch vier Minuten vor Ende der Sitzung zum Warten verdammt.

Beide Autos standen an der Startampel der Boxenausfahrt aufgereiht und lauerten auf den letzten Angriff auf die Pole Position, die sich dann Sébastien mit einem um 1,19 Sekunde schnelleren Rundenschnitt sicherte.

Als die schwarz-weiß-karierte Flagge fiel, hatte Mike den fünften Startplatz herausgefahren, wobei ihn gerade mal eine Zehntelsekunde vom zweiten Startplatz trennte.

TS040 HYBRID #7 (Alex Wurz, Stéphane Sarrazin, Mike Conway)
Freies Training 3: P5 (1 Min. 51,506 Sek.), 23 Runden
Qualifying: P5 (1 Min. 50,5363 Sek. Schnitt)

Stéphane Sarrazin: „Ein gutes Qualifying für das Team, die Nummer 8 auf der Pole, was schon einmal großartig ist, und wir haben Platz 2 nur knapp verpasst. Das wird ein langes Rennen, da ist also noch alles drin. Wir sind im Quali wohl zu früh losgefahren und die Strecke war noch zu nass. Wir hätten wohl noch ein wenig warten sollen. Das Auto war sehr gut und wir haben eine gute Balance fürs Rennen. Weil das Auto so gut ist, gehen wir auch recht zuversichtlich ins Rennen. Wir werden sehen, was der morgige Tag bringen wird.”

Mike Conway: „Die Sitzung war OK. Ich machte einen kleinen Fehler während meiner ersten Runde, also musste ich meinen Versuch abbrechen. Meine zweite Runde wäre schneller gewesen, doch dann kam die roten Flagge raus, was schade ist. Ich war guter Dinge, dass ich eine gute Zeit hin bekomme, doch nach der Unterbrechung kam ich nicht wie gewünscht in Fahrt. Ich bin ein wenig enttäuscht, aber es ist ja ein langes Rennen. Meinen Glückwunsch an die Nummer 8 für diese beeindruckende Pole Position. Ein guter Tag für das Team.”

TS040 HYBRID #8 (Anthony Davidson, Nicolas Lapierre, Sébastien Buemi)
Freies Training 3: P3 (1 Min. 50,677 Sek.), 26 Runden
Qualifying: P1 (1 Min. 49,093 Sek. Schnitt)

Anthony Davidson: „Fantastisch, die erste Pole Position der Saison für die Nummer 8 errungen zu haben. Und das gleich beim ersten Mal, das ich mit Sébastien zusammen das Qualifying bestreite. Es ist auch deshalb ein tolles Resultat, weil wir die tatsächliche Stärke des Autos ausspielen konnten. Das war eine lange Sommerpause, jetzt zurück zukehren und zu sehen, dass wir noch immer so schnell sind, das ist wirklich schön. Morgen ist wieder ein anderer Tag, aber heute genießen wir erst einmal diesen Moment. Wir sind mit einem Plan ins Quali gegangen und der ging voll auf. Das Team leistete in schwierigen Umständen großartige Arbeit und ich bin daher auf uns alle sehr stolz.”

Sébastien Buemi: „Ich bin sehr glücklich mit der Pole Position. Das Auto war sehr beeindruckend und wir hatten nur sehr geringen Reifenabrieb. Um ganz ehrlich zu sein, nach dem freien Training hätte nicht erwartet, dass wir so überlegen auf die Pole Position fahren. Umso glücklicher bin ich jetzt, umso mehr freue ich mich auf morgen. Ich bin mir sicher, dass wir ein Auto haben, mit dem man um die Führung kämpfen kann. Wir müssen nur sicherstellen, dass wir gut vorbereitet ins Rennen gehen.”