Packender heimsieg für Toyota Racing

TOYOTA Racing holte beim 6-Stunden-Rennen von Fuji zur grossen Freude der Heimfans in Japan aus der Pole-Position heraus den Sieg und gewann damit zum zweiten Mal bei seinem Debüt in der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC).

Der TS030 HYBRID mit Startnummer 7 verbuchte mit einer Ausnahme in allen offiziellen Sessionen vor dem Rennen Bestzeit, und auch am Renntag setzten die Fahrer Alex Wurz, Nicolas Lapierre und Kazuki Nakajima mit der schnellsten Runde klare Massstäbe.

Mit seinem siegreichen Vorsprung von 11,223 Sekunden war Kazuki der erste japanische Gewinner einer FIA Weltmeisterschaft seit 1992, als Hitoshi Ogawa im TOYOTA TS010 in Monza ein Rennen der Sportwagen-Weltmeisterschaft gewann.

Nach den Siegen in Monza und anfangs Jahr in Sao Paolo ist dies TOYOTAs dritter Sieg in der Langstrecken-Weltmeisterschaft.

Das spannende Rennen gegen Audi mit Startnummer 1 wurde erst gegen Rennschluss zugunsten von TOYOTA Racing entschieden. Nur wenige Kilometer vom Higashi-Fuji Technical Center, wo das Hybridsystem und der Anstriebsstrang des Prototypen entwickelt wurden, entfernt, konnte TOYOTA Racing einen emotionalen Sieg einfahren.

TOYOTA führte vom Start weg mit Alex in der zweiten Pole-Position des Jahres und konnte den Vorsprung in der ersten Runde halten. Dank dem 300-PS-Boost des Hybridsystems konnte er sich perfekt von den Verfolgern absetzen.

Zwischen Audi (Startnummer 1) und Toyota (Startnummer 7) entwickelt sich bei allen Boxenstopps und Fahrerwechseln ein harter Kampf. Nicolas übernahm das Steuer als Führender, doch bei der

2-Stunden-Marke musste er eine weite Linie fahren und fiel auf den zweiten Platz zurück.

Nicolas absolvierte dann einen zweiten Stint mit den gleichen Reifen und eroberte sich in einem spannenden Zweikampf die Spitzenposition zurück. Nach halber Renndistanz übergab er das Steuer an Kazuki.

Dank einer Safety-Car-Phase erhielt Kazuki freie Fahrt. Er nutzte seinen Vorteil und realisierte eine Reihe von Bestzeit-Runden.

Mit einer weiterhin aggressiven Fahrt behauptete sich Kazuki im Kampf um den Sieg in einem Mammut-Triple-Stint von fast drei Stunden. Er konnte die hohe Geschwindigkeit beibehalten und fuhr schliesslich als verdienter Sieger über die Ziellinie.

Takeshi Uchiyamada, stellvertretender Vorsitzender von TOYOTA Motor Corporation, Pionier in der Hybrid-Technologie und der starke Mann hinter dem TOYOTA Prius, stellte sich neben die Gewinner auf das Podest.

Die achte und letzte Runde der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft findet am 28. Oktober auf dem Shanghai International Circuit in China statt. Alex und Nicolas werden den #7 TS030 HYBRID fahren, während Kazuki an einem Super GT-Rennen in Motegi teilnimmt.

Alex Wurz: „Das ist ein ganz besonderer Tag, nicht nur für das TOYOTA Racing Team, sondern auch für die ganze TOYOTA-Familie, die uns unterstützt hat. Schon unser erster Sieg in Brasilien war ein unglaubliches Erlebnis. Aber hier, so nahe beim Higashi-Fuji Technical Centre zu gewinnen, wo sich die TOYOTA Motor Sport Division befindet, ist etwas ganz anderes. Wir wurden die ganze Woche über von den TOYOTA-Mitgliedern und von Tausenden von Fans hier auf dem Fuji Speedway toll unterstützt. Es war ein unglaubliches Erlebnis. Wir haben versprochen, dass wir um den Sieg kämpfen werden, aber Audi hat es uns sehr schwer gemacht. Dieser Sieg ist das Ergebnis einer gewaltigen Team-Leistung von Japan bis Köln. Von Beginn des Wochenendes weg war alles auf die Ausgewogenheit und die Strategie des Rennens ausgerichtet. Wir haben die Strategie umgesetzt und den Sieg, den wir so sehr wollten, dank des Teams eingefahren.“

Nicolas Lapierre: „Das ist ein tolles Resultat für uns. Es war ein spannendes Rennen, was für die Meisterschaft und alle Fans, die heute auf den Fuji Speedway gekommen sind, super ist. Es war ein enger Kampf mit Audi. Als ich fuhr, beschlossen wir einen Double-Stint der Reifen, um etwas Zeit gutzumachen. Die Rechnung ging auf und wir übernahmen die Führung. Dann versuchte ich, den Abstand zu kontrollieren, obwohl die Reifen schon etwas alt waren. Es funktionierte, weil ich am Ende etwas Marge hatte. Wir wussten, dass wir am Schluss noch einen extra Boxenstopp machen mussten, deshalb musste Kazuki Gas geben, was er auch tat. Wir sind sehr glücklich, dass wir hier gewonnen haben. Seit Anfang Jahr war immer wieder die Rede davon, wie wichtig dieses Rennen in Fuji für TOYOTA ist und jetzt haben wir es gewonnen!“

Kazuki Nakajima: „Was für ein Tag! Das ist eine tolle Leistung und es war eine echte Team-Leistung. Vielen Dank deshalb an meine Teamkollegen und das Team, das ein super Auto präpariert hat, sowie an alle von TOYOTA, die dieses eindrückliche Hybridsystem entwickelt haben. Wir haben diesen Sieg gemeinsam erzielt. Als Fahrer ein Weltmeisterschaftsrennen zu gewinnen war schon immer ein Karriereziel von mir, deshalb ist das ein grossartiger Tag für mich. Das Publikum war fantastisch. Es war toll, so viele TOYOTA-Fähnchen auf der Tribüne zu sehen. Auf den letzten Runden war ich extrem aufgeregt. Ich hatte von meinem Ingenieur den Auftrag bekommen, Gas zu geben, um einen Vorsprung für den letzten Boxenstopp herauszufahren. Das war eine ziemlich grosse Herausforderung. Ich trat wie verrückt aufs Gaspedal und schliesslich haben wir es knapp geschafft!“

Yoshiaki Kinoshita, Team-Präsident: „Seit Beginn dieses Programms habe ich mich auf das 6-Stunden-Rennen in Fuji gefreut. Mein Ziel war immer der Sieg. Dass das Rennen so spannend war und vor unseren Heimfans stattfand, ist ein sehr spezielles Gefühl. Das Team hat super gearbeitet und den Fokus trotz zusätzlichem Druck wegen des Heimrennens nicht verloren. Alex, Nico und Kazuki haben während des ganzen Rennens gekämpft und ich bin sehr stolz auf sie, vor allem auf Kazuki. Er war nicht in Sao Paulo, als wir das erste Mal gewonnen haben. Das ganze Team war von der fantastischen Stimmung, die die japanischen Fans verbreitet haben, überwältigt. Ich danke allen für diese Unterstützung. Freude bereitet mir auch, dass sich das 6-Stunden-Rennen von Fuji im Rennkalender der WEC bereits fest etabliert hat. Der Fuji Speedway verdient für die Organisation dieses grossartigen Events unsere Gratulation.“