PIPO DERANI TESTETE DEN TS050 HYBRID

TOYOTA GAZOO Racing gewährte einen Tag nach dem Finallauf zur FIA Langstrecken Weltmeisterschaft (WEC) 2016 in Bahrain dem jungen Brasilianer Pipo Derani die Chance erstmals einen LMP1-Rennwagen zu bewegen.

Der 23-jährige Pipo aus São Paulo wurde von den WEC-Organisatoren dazu auserkoren beim heute stattgefundenen „Rookie-Test“ teilzunehmen, nachdem er in der LMP2-Wertung im Laufe des Jahres starke Leistungen gezeigt hatte.

Mit Extreme Speed Motorsports erzielte er im Verlauf der WEC-Saison vier Podiumsplätze, zudem gewann er die prestigeträchtigen Langstreckenklassiker von Daytona und Sebring im Rahmen der in den USA ausgerichteten Weathertech Sportswagen Meisterschaft.

Der heutigen Testfahrt war ein Besuch am Firmensitz des Team in Köln vorangegangen, bei dem eine erste Sitzanpassung vorgenommen wurde. Zudem bekam Pipo dort Gelegenheit schon einmal erste Runden TS050 HYBRID zu drehen, allerdings im hauseigenen Simulator.

Der Test verlief am Steuer des Fahrzeugs mit der Startnummer fünf wie geplant, er absolvierte 32 Runden in drei Segmenten und zeigte dabei seine Grundschnelligkeit und fuhr beständige Rundenzeiten.

Pipo sagte anschließend: „Mit TOYOTA GAZOO Racing testen zu können war eine großartige Gelegenheit. Ich bin ein Glückspilz, dass ich diese Chance erhielt, denn heutzutage bekommen nicht eben viele Fahrer Gelegenheit einen Testfahrt in einem LMP1-Rennwagen zu machen. Es war großartig zu erleben, wie ein LMP1-Team arbeitet und zu verstehen, wie das Hybridsystem funktioniert. Letztlich fährt sich ein LMP1 aber nicht so viel anders als die LMP2, die ich gewohnt bin. Ein gewaltiger Unterschied ist aber der massive Vorwärtsschub, wenn das Hybridsystem aus den Kurven heraus einsetzt. Das was da passiert, wenn man etwa Ausgangs der ersten Kurve aufs Gas tritt, ist schon ein tolles Erlebnis! Die 1.000 PS spürt man vollzählig.“

Ein weiteres neues Gesicht im Cockpit eines TS050 HYBRID war heute Yannick Dalmas. Der 55-jährige ist nicht nur durch seine vier Siege bei den 24 Stunden von Le Mans bekannt, er ist zudem beim Weltverband FIA als Fahrerberater tätig. Yannick nutzte die Gelegenheit, um sich ein Bild davon zu machen, wie sich moderne LMP1-Hybrid-Prototypen in der Praxis verhalten, und fuhr insgesamt elf Runden.