PRODUKTIVER PROLOG FÜR TOYOTA GAZOO RACING

TOYOTA GAZOO Racing beendete die ersten offiziellen Testfahrten im Vorfeld FIA Langstrecken Weltmeisterschaft (WEC) 2018-2019 nach zwei geschäftigen Tagen auf dem südfranzösischen Circuit Paul Ricard mit einem produktiven Ergebnis.

Das Team hatte zwei TS050 HYBRID für die Testfahrten angemeldet, die am Freitag um 10.00 Uhr begannen, am Samstag um 16.00 Uhr endeten und mit den meisten für die WEC-Saison gemeldeten Teilnehmer stattfand – darunter sieben LMP1-Rennwagen ohne Hybridantrieb.

Der Prolog war ein erstes aufeinander treffen zwischen den TS050 HYBRID und den LMP1-Konkurrenten der bevorstehenden Saison, die den Vorteil haben 69% mehr Treibstoff verbrauchen zu dürfen als die beiden TOYOTAs, nebst weiteren eingeräumten technischen Vorteilen, um deren Konkurrenzfähigkeit zu erhöhen.

Fahrzeug Nummer 7 absolvierte die vollen 30 Stunden mit geringem Abtrieb, also jener Aerodynamik-Version, die in Spa-Francorchamps und Le Mans zum Einsatz kommen wird. Mike Conway, José María López, Sébastien Buemi, Anthony Davidson und Alex Wurz wechselten sich während 839 Runden auf diesem Auto ab.

Die Hauptaufgabe für dieses Auto lautete die Zuverlässigkeit der Komponenten zu testen, aber auch um das Prozedere bei unerwarteten Zwischenfällen zu optimieren. Das Team ging dabei soweit eine Reihe von technischen Pannen zu simulieren, damit Mechaniker, Ingenieure und Fahrer den Austausch von Bauteilen üben, sowie um ein passendes Prozedere zu etablieren, welcherart das Auto an die Boxen zurückgebracht werden soll.

Der TS050 HYBRID Nummer acht wurde dagegen am Freitag und am Samstag planmäßig tagsüber in jener Maximalabtrieb-Version gefahren, mit der im Vorjahr das 6-Stunden-Rennen von Bahrain gewonnen wurde, und widmete sich 163 Runden lang dem ausprobieren verschiedener Abstimmungsvarianten und Reifentypen. Insgesamt wurden mit beiden Autos 1.002 Runden absolviert, was einer Gesamtdistanz von 5.802 Kilometer entspricht.

Die Stammfahrer Kamui Kobayashi und Kazuki Nakajima fehlten beim Prolog wegen gleichzeitiger Verpflichtungen in der Super GT Meisterschaft in Japan, während Fernando Alonso seinem Formel 1-Einsatz beim Großen Preis von Bahrain nachging.

Insgesamt machte das Tem beträchtliche Fortschritte bei der Vorbereitung auf die neue WEC-Saison und hat das Vorsaison-Testprogramm planmäßig abgeschlossen. Nun beginnen die Vorbereitungen für den Saisonauftakt im belgischen Spa-Francorchamps am ersten Mai-Samstag, dem 5. Mai 2018.

Mike Conway: „Es war nicht nur gut mit unseren beiden Autos wieder auf der Strecke unterwegs zu sein, auch wieder gemeinsam mit Konkurrenten zu fahren hilft sich wieder an Überholvorgänge zu gewöhnen. Es war sehr produktiv, denn wir konnten die beiden Programme wunschgemäß durchzuziehen, fühlen uns also gut vorbereitet für Spa und Le Mans.”

José María López: „Das waren zwei großartige Tage bei bestem Wetter. Erstmals während der Vorsaison konnten wir wieder im dichten Verkehr fahren, was eine gute Vorbereitung ist. Ich habe jede Runde genossen und bin hinsichtlich Spa zuversichtlich. Ich bin bereit wieder Rennen zu fahren. Wir haben viel getestet, doch wissen auch, dass man auf alles gefasst ein muss und die Arbeit endet daher nie.”

Sébastien Buemi: „Sich wieder einaml die Strecke mit anderen Autos zu teilen, war sehr gut, denn so konnten wir ein Gefühl dafür bekommen, wie gut unsere Arbeit über den Winter war. Ich bin sehr happy damit, wie diese zwei Tage bei uns abliefen. Hoffentlich sind wir für Spa gut vorbereitet, so dass wir die Saison positiv beginnen können.”

Anthony Davidson: „Schön wieder an einem Prolog teilzunehmen, zumal wir erstmals bei dieser Veranstaltung einen Ausdauertest fahren konnten. Zuverlässigkeit ist der Schlüssel für Le Mans und darauf arbeiteten wir auch hin. Auch gefallen hat mir mit all den anderen Autos auf der Strecke zu sein, das machte den Test doch gleich realistischer. Das ist viel relevanter.”

Alex Wurz: „Das waren keine einfachen Bedingungen, was den Wind anging, aber ich habe mich gefreut wieder ins Lenkrad greifen zu können und das Auto nach ein paar brauchbaren Rundenzeiten in einem Stück wieder an der Box abzustellen. Es war auch gut wieder im Verkehr unterwegs zu sein, das wiegt es immer auf. Einmal hatte ich sogar ein nettes Duell mit meinem alten Teamkollegen Stéphane (Sarrazin)!”