SCHWIERIGES QUALIFYING FÜR TOYOTA GAZOO RACING IN SHANGHAI

TOYOTA GAZOO Racing wird den dritten Lauf zur FIA Langstrecken Weltmeisterschaft (WEC) 2019-2020 nach einem schwierigen Qualifying für die 4 Stunden von Shanghai morgen vom vierten und fünften Startplatz aus in Angriff nehmen. Kamui Kobayashi fuhr zwar teamintern die schnellste Einzelrunde des Qualifying mit einer Zeit von 1.46,513 Minute, was 3,805 Sekunden langsamer war, als die Bestzeit im Qualifying des Vorjahres. Eine Auswirkungen des maximalen Erfolgshandicaps, das den beiden TS050 HYBRID durch Einschränkungen bei Hybridleistung, Kraftstoffverbrauch und Gewicht auferlegt wurden. Fahrzeug Nummer 7 von Mike Conway, Kamui und José María López war heute der schnellere der beiden TS050 HYBRID und erzielte Rang vier, 1,343 Sekunden langsamer als der Polesetter, dem Rebellion #1. Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima und Brendon Hartley errangen mit dem TS050 HYBRID #8 den fünften Startplatz, verloren weitere 0,945 Sekunde. Das heutige Ergebnis beendete eine Erfolgsserie von zehn Pole Positions in Folge für TOYOTA GAZOO Racing und den TS050 HYBRID, die im Mai 2018 in Spa-Francorchamps ihren Anfang nahm und sich zu einem Meilenstein in der Geschichte der WEC entwickelte. Trotz eines aufgrund des Erfolgshandicaps zu erwartenden harten Kampfes um die Pole Position, gaben die beiden Crews mit ihren TS050 HYBRID von Beginn des Qualifyings an unter strahlend blauem Himmel auf dem 5,451 Kilometer langen Shanghai International Circuit alles, um bestmöglich abzuschneiden. Kamui war am Steuer der #7 in seiner ersten fliegenden Runde Schnellster im ersten Sektor, während Kazuki gleichzeitig in der #8 das Qualifying in Angriff nahm. Um im Rennen am Sonntag die bestmögliche Chance zu haben, bekam keines der beiden Autos beim Fahrerwechsel frische Reifen montiert. Mike fuhr auch auf angebrauchten Reifen eine tadellose Runde und auf dem vierten Platz vor, Brendon dagegen hatte Pech im starken Verkehr, er wurde sogar gezwungen seine erste fliegende Runde abzubrechen. Mit weiter abgenutzten Reifen war mehr als der Rang fünf unmöglich. Trotz des frustrierenden Qualifikationsergebnisses ist das Team entschlossen, am Renntag um ein starkes Ergebnis beim letzten Auftritt des TS050 HYBRID in China zu kämpfen und beabsichtigt Rennstrategie, Boxenstopps und die Reifenauswahl so zu optimieren, dass man mit einer durchweg konstanten Leistung die nicht-hybriden LMP1-Fahrzeuge beim Kampf um Podiumsplätze wird bedrängen können. Mike Conway (TS050 HYBRID #7): „Wir wussten, dass das Qualifying hart werden würde und die Plätze vier und fünf waren im Bereich unserer Erwartungen. Möglicherweise hätten wir etwas schneller sein können, aber wir haben einen Satz Reifen für das Rennen zurück behalten. Es wird morgen so schon hart genug werden, aber wir werden unser Bestes geben und sehen, wie es nach vier Stunden aussieht. Wir werden nicht das ultimative Renntempo haben, aber sollten die anderen in irgendwelche Probleme stolpern, müssen wir bereit sein, daraus unseren Vorteil zu ziehen.“ Kamui Kobayashi (TS050 HYBRID #7): „Wie man anhand der Ergebnisse leicht erkennen kann, war es eine harte Session für uns. Wir kannten bereits vor Beginn des Qualifyings das voraussichtliche Ergebnis für unsere Autos, es beschränkte sich auf ein Duell zwischen unseren beiden TS050 HYBRID, und bestenfalls um einen Stratplatz in der zweiten Startreihe. Um die Pole Position konnten wir erst gar nicht kämpfen. Wir haben gute Arbeit an unserem Auto geleistet, um Vierte zu werden, jetzt müssen wir uns auf die Durchführung eines tadellosen Rennens konzentrieren.“ Kazuki Nakajima (TS050 HYBRID #8): „Es war ein sehr schwieriges Qualifying für uns. Wir taten unser Bestes, aber im Vergleich zum Schwesterauto haben wir schon ein wenig Zeit liegen lassen, und der Abstand zum Polesetter war ohnehin enorm. Wir müssen uns in das Datenmaterial einarbeiten und sehen, wo wir uns verbessern können. Ich glaube nicht, dass wir die Performance unseres Autos optimal genutzt haben, also werden wir vor dem Rennen genau daran noch arbeiten müssen.“ Brendon Hartley (TS050 HYBRID #8): „Wir wussten, dass die Pole Position für uns ohnehin außer Reichweite liegen würde, also beschlossen wir einen Satz neue Reifen für das Rennen aufzusparen. Ich traf in meiner ersten Runde auf dichten Verkehr auf der Strecke, jemand fuhr mir sogar aus den Boxen heraus direkt vors Auto, was mich zum Abbruch meiner Runde zwang. So blieb mir nur ein Versuch übrig und bei dem unterliefen mir ein paar kleine Fehler. Wir haben uns diese Woche ganz auf das Rennen konzentriert, also hoffen wir darauf, dass wir morgen in der Lage sein werden zu kämpfen. Wir werden unser Bestes geben, um unsere Chancen zu wahren.“
Ergebnis 3. Freies Training
1. #7 TOYOTA GAZOO Racing  1.47,184 Min. 28 Runden
2. #5 Ginetta (King/Hanley/Orudzhev) +1,009 Sek. 27 Runden
3. #6 Ginetta (Robertson/Simpson/Smith) +1,496 Sek. 24 Runden
4. #1 Rebellion (Senna/Menezes/Nato)    +2,266 Sek. 23 Runden
5. #29 Team Nederland (v. Eerd/v. d. Garde/de Vries) +2,453 Sek. 26 Runden
6. #37 Jackie Chan DC Racing (Tung/Aubry/Stevens) +2,564 Sek. 27 Runden
10. #8 TOYOTA GAZOO Racing +3,293 Sek. 25 Runden
Ergebnis Qualifying results (Rundenzeiten-Schnitt)
1. #1 Rebellion (Senna/Menezes/Nato)    1.45,892 Min.
2. #6 Ginetta (Robertson/Simpson/Smith) +1,200 Sek.
3. #5 Ginetta (King/Hanley/Orudzhev) +1,217 Sek.
4. #7 TOYOTA GAZOO Racing  +1,343 Sek.
5. #8 TOYOTA GAZOO Racing  +2,288 Sek.
6. #42 Cool Racing (Lapierre/Borga/Coigny) +2,757 Sek.