TOUGHES QUALI FÜR TOYOTA GAZOO RACING IN TEXAS

TOYOTA GAZOO Racing wird nach einem arbeitsreichen ersten Veranstaltungstag auf dem Circuit of the Americas, Schauplatz des fünften Laufs zur FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) 2019-2020, das morgige Lone Star Le Mans Sechs-Stunden-Rennen von den Startplätzen zwei und drei in Angriff nehmen.

Die WM-Spitzenreiter Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López im TS050 HYBRID mit der Startnummer 7 hatten am meisten mit dem ihnen für dieses Rennen auferlegten maximalen Erfolgshandicap zu kämpfen, dennoch erzielte die beiden für das Zeitfahren bestimmten Fahrer im Qualifying die zweitschnellste Durchschnittszeit, 1,631 Sekunden über der Zeit des Polesetters, dem Rebellion Nummer 1, neben dem das Trio morgen aus der erste Startreihe ins Rennen gehen wird.

Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima und Brendon Hartley lagen unterlagen den Teamkollegen um nur 27 Hunderstel einer Sekunden und werden auf der texanischen Rennstrecke, auf der TOYOTA GAZOO Racing den ersten WEC-Sieg des Team in Austin und den Ausbau der Führung in der WM anstrebt, von der dritten Position starten.

Die Veranstaltung an diesem Wochenende wurde auf zwei Tage komprimiert, d.h. der Samstag begann früh, vor dem Qualifying wurden zwei jeweils zweistündige Trainingseinheiten absolviert, von denen die erste bereits um acht Uhr morgens begann.

Da zwischen den Trainingssitzungen nur wenig Zeit blieb, mussten Ingenieure, Mechaniker und Fahrer ihre Arbeit mit absoluter Effizienz erledigen, um die Performance und den zu erwartenden Verschleißgrad der Michelin-Reifen auf dem kürzlich erneuerten Streckenbelag im Vergleich zu früheren WEC-Starts in Texas schnell zu beurteilen, allerdings bei wesentlich kühleren Temperaturen.

Bei den vorangegangenen Rennen von TOYOTA GAZOO Racing in Austin gab es noch kein Erfolgshandicap, ein weiteres Element also, das die Gegenüberstellung von Daten von einst und heute erschwert. Wie gewohnt allerdings lief das übliche Programm der stetigen Optimierung von mechanischen und aerodynamischen Komponenten, sowie der Energiegewinnung und -abgabe des Hybridantriebstrangs über die Runde ab.

Die Vorbereitung auf das Qualifying begann, als die Sonne am Horizont von Austin unterging, wobei José am Steuer des Autos Nummer 7 und Kazuki in der 8 saß, beide Fahrer absolvierten jeweils zwei fliegende Runden. Die jeweils zweite Runde erwies sich bei beiden als die schnellste, die 8 vorerst auf dem zweiten Platz vor dem Schwesterauto.

Mike und Brendon übernahmen ihre jeweiligen Autos mit frischen Michelin-Reifen ausgestattet, mussten aber wegen eines Abbruchs als Folge eines Problems auf der Strecke durch eines der LMP2-Auto zuwarten, bevor sie ihre fliegenden Runden in Angriff nehmen konnten.

Bei Wiederaufnahme der Sitzung wurde Brendons erste Rundenzeit mit der 8 wegen Verstoßes gegen die Regeln in Sachen Streckenlimits annuliert, wodurch Mike in der 7 den zweiten Platz belegen konnte. Bei einbrechender Dunkelheit legte Brendon seine zweite gezeitete Runde nach, musste sich jedoch mit dem dritten Platz zufrieden geben.

Mike Conway (TS050 HYBRID #7): „Um ehrlich zu sein, bin ich überrascht die erste Startreihe geschafft zu haben. José fuhr eine wirklich gute Runde, viel schneller als erhofft. Ich hatte dann aber nicht den Grip, um eine ebenbürtige Rundenzeit zu fahren. Das Auto fuhr sich zwar gut, aber gegen Ende der Runde verlor ich Grip. Wir werden sehen, was morgen machbar sein wird, aber schwierig wird es gewiß, mit Rebellion und unserem Schwesterauto mitzuhalten.“

José María López (TS050 HYBRID #7): „Wir haben angesichts des Erfolgshandicaps, das wir auferlegt bekamen, gute Arbeit geleistet. Unsere größte Steigerungerung kam in der Qualifikation zustande, und das hätte normalerweise für Startplatz drei gereicht. In der ersten Reihe zu stehen, ist mehr, als wir erwarten durften. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Runde; es ist wahrscheinlich meine beste Qualifikationsrunde der Saison. Jetzt müssen wir im Rennen gute Arbeit leisten und wichtige WM-Punkte sammeln.“

Kazuki Nakajima (TS050 HYBRID #8): „In meiner ersten Runde war ich im letzten Sektor etwas zu konservativ. In der zweiten Runde habe ich mehr angegriffen und etwas Zeit gut gemachtr, aber es hat trotzdem nicht gereicht, um die Rebellion zu schlagen. Es scheint, dass die, wie schon in den vergangenen Rennen, erneut sehr stark sind. Aber bei einem Sechs-Stunden-Rennen weiß man nie, was alles passieren kann. Wir geben den Kampf nicht auf und werden unser Bestes geben, um so viele WM-Zähler wie möglich zu holen.“

Brendon Hartley (TS050 HYBRID #8): „Das Qualifying verlief bei unserem Auto nicht zu 100% nach Plan. Kazuki fuhr eine gute Runde, dann kam die Trainingsunterbrechung dazwischen, es wurde sehr schnell sehr dunkel. Wir bekamen dann nicht genug Temperatur in die Reifen und schon musste ich in Kurve 19 einen weiten Bogen fahren, worauf uns diese Rundenzeit gestrichen wurde. Das kostete uns eine Position, was zwar ein bisschen ärgerlich ist, aber bei einem Sechs-Stunden-Rennen ist es auch nicht das Ende der Welt. Wir wollten um die Pole Position kämpfen, doch daraus wurde nichts.“

Ergebnis Qualifying (Rundenzeiten Schnitt)
1. #1 Rebellion (Senna/Menezes/Nato)    1.47,530 Minute  
2. #7 TOYOTA GAZOO Racing    +1,631 Sekunde
3. #8 TOYOTA GAZOO Racing +1,901 Sekunde
4. #42 Cool Racing (Lapierre/Borga/Coigny) +2,380 Sekunden
5. #22 United Autosport (Hanson/Albuquerque/Di Resta) +2,543 Sekunden
6. #36 Signatech Alpine (Laurent/Negrao/Ragues) +3,454 Sekunden

 

Ergebnis 1. Freies Training
1. #1 Rebellion (Senna/Menezes/Nato)     1.49,957 Minute 41 Runden
2. #8 TOYOTA GAZOO Racing +0,175 Sekunde 49 Runden
3. #22 United Autosport (Hanson/Albuquerque/Di Resta) +0,531 Sekunde 32 Runden
4. #37 Jackie Chan DC (Tung/Aubry/Stevens) +0,712 Sekunde 48 Runden
5. #36 Signatech Alpine (Laurent/Negrao/Ragues) +0,997 Sekunde 35 Runden
9. #7 TOYOTA GAZOO Racing +2.503 Sekunden 44 Runden

 

Ergebnis 2. Freies Training
1. #1 Rebellion (Senna/Menezes/Nato)        1.48,804 Minute 24 Runden
2. #8 TOYOTA GAZOO Racing +0,654 Sekunde 46 Runden
3. #29 Team Nederland (Van Eerd/Van der Garde/De Vries) +1,059 Sekunde 45 Runden
4. #22 United Autosport (Hanson/Albuquerque/Di Resta) +1,999 Sekunde 32 Runden
5. #37 Jackie Chan DC (Tung/Aubry/Stevens) +2,034 Sekunden 46 Runden
7. #7 TOYOTA GAZOO Racing +2,381 Sekunden 45 Runden