TOYOTA GAZOO RACING AUF PROVISORISCHER POLE IN LE MANS

TOYOTA GAZOO Racing ist zufrieden mit dem positiven Start in das lange Rennwochenende und die vorläufige Pole Position zum zweiten Lauf der Langstrecken Weltmeisterschaft (WEC)-Saison 2018-2019.

Die WM-Führenden Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima und Fernando Alonso, die den Saisonauftakt in Spa-Francorchamps auf dem TS050 HYBRID mit der Startnummer acht von der Pole Position aus gewannen, eroberten heute provisorisch die Pole Position dank Kazuki’s Tagesbestzeit in 3.17,270 Minute.

Kamui Kobayashi, der im Vorjahr die schnellste Rundenzeit in der Geschichte Le Mans‘ fuhr, war heute im TS050 HYBRID Nummer sieben um 0,107 Sekunde unterlegen, sicherte aber vorläufig für sich und die Kollegen Mike Conway und José María López einen Platz in der ersten Startreihe.

Die Startaufstellung für die 86. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans wird durch die jeweils schnellste Rundenzeit eines jeden teilnehmenden Fahrzeugs im Verlauf der Qualifyings am Mittwoch und Donnerstag ermittelt. TOYOTA zielt hierbei auf die vierte Pole Position in Le Mans ab, auch als optimalen Ausgangspunkt um beim 20. Anlauf erstmals den Sieg auf dem Circuit de la Sarthe zu erringen – nach fünf zweiten Plätzen seit 1985.

Die 2018er Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans begann am heutigen Mittwoch mit einer vierstündigen Trainingssitzung und TOYOTA GAZOO Racing nutzte die Zeit zur Optimierung von Aerodynamik und Fahrwerk, sowie der Hybrid-Energierückgewinnung und zur Einstellung der Leistungsabgabe der e-Motoren. Dabei wurden insgesamt 109 Runden zurückgelegt, anteilig mehr als jedes andere Auto im Wettbewerb.

Obwohl der TS050 HYBRID #8 beim offiziellen Testtag am 3. Juni die Tagesbestzeit herausgefahren hatte, arbeitete das Team im Anschluß unermüdlich an allen Bereich des Autos und dessen Optimierung weiter. Diese Verbesserungen wurden heute erprobt.

Viel Zeit wurde auch den Michelin-Reifen und ihren diversen Gummimischungen gewidmet, aber auch hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit und der übers Rennen zu erwartenden Haltbarkeitsdauer. Zumal die LMP1-Autos nur 12 Satz Slickreifen – nebst vier Ersatzreifen – zur Verfügung bekommen.

Das erste Qualifying begann kurz nach Sonnenuntergang, somit standen die ersten Kilometer im Dunkeln an der Sarthe seit zwölf Monaten an. Für die Fahrer nicht nur eine Gelegenheit schnelle Zeiten vorzulegen und die Abstimmung zu verfeinern, sondern auch die vorgeschriebene Mindestzahl von wenigstens sechs Runden in der Nacht zu erzielen.

Beide TS050 HYBRID gingen gleich zu Beginn des Qualifying auf Zeitenjagd, als der Verkehr auf der Strecke noch überschaubar war. Beiden Fahrzeugen war gerade eine gezeitete Runde gelungen, als der erste Zwischenfall eine „Slow Zone“ die Sitzung verlangsamte und eine weitere Steigerung vereitelte.

Mike Conway (TS050 HYBRID #7): „Es lief recht gut. Wir konnten ein recht umfangreiches Arbeitsprogramm durchgehen und bemühten uns eine gute Balance zu finden. Ein recht positiver Einstieg. In der Nacht haben wir uns dann auf die Reifen konzentriert, um da eine Vorentscheidung treffen zu können. Unser Auto fährt sich bereits recht ordentlich, aber wir werden morgen versuchen doch noch etwas mehr Performance aus ihm herauszuholen und es fürs Quali und das Rennen zu verbessern.”

Kamui Kobayashi (TS050 HYBRID #7): „Ich denke alles lief ziemlich gut bei uns. Meine schnelle Runde war nicht schlecht, aber durch den Verkehr zu kommen war wieder recht schwierig. Am wichtigsten war es heute, möglichst viele Runden zu drehen und unser Programm in Sachen Abstimmung und Reifen komplett durchzuarbeiten. Ich denke wir haben einen guten Start gehabt, aber es gibt noch viel zu tun. Folglich werden wir durch das Datenmaterial gehen und versuchen das Auto fürs Rennen zu verbessern.”

José María López (TS050 HYBRID #7): „Alles lief geschmeidig und beide Autos hatten ein gutes Qualifying, also freue ich mich für das Team. Wir haben das Auto schon soweit, dass alles recht vielversprechend aussieht. Aber der Verkehr ist immer sehr mühsam. Ich bin insgesamt recht happy mit dem ersten Tag. Natürlich stehen wir noch am Anfang, der wichtigste Teil ist, die schwarz-weiß-karierte Flagge am Sonntag um 15.00 zu sehen.”

Sébastien Buemi (TS050 HYBRID #8): „Das war ein sehr guter Tag fürs Team. Letztlich war die Doppelführung unser Ziel für heute Nacht, und das haben wir errreicht, plus eine Menge Runden dazu. Ich bin zufrieden mit dem erreichten. Im freien Training war das Auto noch nicht so toll, doch jetzt fährt es sich bedeutend besser. Wir stehen aber am Beginn eines langen Weges, also lassen wir uns nicht zu früh hinreißen.”

Kazuki Nakajima (TS050 HYBRID #8): „Wir hatten einen ganz normalen Trainingstag. Auf der provisorischen Pole zu stehen ist gut, andererseits haben wir erst ein Quali absolviert. Warten wir also ab, was bis zum Sonntag noch alles geschieht. Wegen des Verkehrs war es schwierig eine vernünftige Runde zusammen zu bekommen. Ich konnte eine brauchbare Rundenzeit erzielen, somit war es ein positives erstes Qualifying, doch wir müssen noch an unserer Rennabstimmung arbeiten und uns vorbereiten, denn das ist nun einmal ein sehr langes Rennen.”

Fernando Alonso (TS050 HYBRID #8): „Das war ein guter Tag für uns, denn wir konnten im freien Training die Abstimmung verbessern. Im Qualifying ging es mehr darum sich an die Bedingungen in der Nacht zu gewöhnen. Auch das verlief für mich ganz gut und diese Runden da draußen im Dunkeln fahren zu können, war schon wichtig. Ich freue mich darauf morgen da noch mehr Erfahrung zu sammeln, vor allem mir ein paar Referenzen merken und zu üben die Bremspunkte besser zu erkennen. Dieses Rennen ist so lang und so schwierig, da kann alles mögliche geschehen. Doch wir sind bestmöglich vorbereitet und soweit haben wir sehr gute Arbeit geleistet.”

Ergebnis Freies Training:

1. #7 TOYOTA GAZOO Racing  3.18,718 Minute 54 Runden
2. #8 TOYOTA GAZOO Racing  + 0,557 Sekunde 55 Runden
3. #3 Rebellion Racing (Beche/Laurent/Menezes)  + 0,708 Sekunde 39 Runden
4. #10 Dragonspeed (Hedman/Henley/van der Zande)  +1,604 Sekunde 44 Runden
5. #11 SMP Racing (Petrov/Aleshin/Button)  + 2,586 Sekunden 47 Runden
6. #1 Rebellion Racing (Jani/Lotterer/Senna)   + 2,831 Sekunden 46 Runden

 

Ergebnis 1. Qualifying:

1. #8 TOYOTA GAZOO Racing  3.17,270 Minute 31 Runden
2. #7 TOYOTA GAZOO Racing  + 0,107 Sekunde 33 Runden
3. #17 SMP (Sarrazin/Orudhzev/Isaakyan)  +2,213 Sekunden 24 Runden
4. #1 Rebellion (Jani/Lotterer/Senna)  +2,392 Sekunden 26 Runden
5. #3 Rebellion (Beche/Laurent/Menezes)  +2,675 Sekunden 27 Runden
6. #10 Dragonspeed (Hedman/Henley/van der Zande)   +3,840 Sekunden 13 Runden