TOYOTA GAZOO RACING BEI LE MANS-TEST VORN

TOYOTA GAZOO Racing kann auf einen positiven und konstruktiven offiziellen Testtag auf dem Circuit de la Sarthe als letzte Vorbereitung auf die 2018er Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans zurückblicken.

Nach dem perfekten Saisonstart in die FIA Langstrecken Weltmeisterschaft (WEC)-Saison 2018- 2019 mit einem Doppelsieg in Spa-Francorchamps, gab TOYOTA GAZOO Racing heute erneut den Ton an. Fernando Alonso, der den TS050 HYBRID mit der Startnummer acht mit Sébastien Buemi und Kazuki Nakajima teilt, fuhr die Tagesbestzeit mit einer Rundenzeit von 3.19,066 Minute.

Er war damit 0,614 Sekunde schneller als der Rebellion Nummer drei, während der TS050 HYBRID #7 mit Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López die drittschnellste Zeit fuhr. Die beiden TS050 HYBRID absolvierten insgesamt 202 Runden und legten dabei problemlos 2.752 Kilometer zurück – trotz Unterbrechungen wegen diverser Zwischenfälle bzw. Neutralisierungen durch Einsätze des Safety Cars.

Der heutige Testtag bedeutete für alle Teams eine letzte Gelegenheit ihre Autos auf dem 13,626 Kilometer langen Circuit de la Sarthe vor dem Rennen auszuprobieren. Entsprechend bedeutsam waren die heutigen Erkenntnisse im Hinblick auf die 86. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans.

An beiden Autos wurde eine lange Liste an Einzelposten abgearbeitet, u.a. auch Abstimmung von Aerodynamik und Fahrwerk, Hybrid-Energierückgewinnung und Einstellungen der Leistungsabgabe der e-Motoren. Da die Rennstrecke ja zum Teil aus öffentlichen Straßen besteht, wurden auch verschiedene Varianten von Michelin-Reifen getestet hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit, vor allem aber was den auf diesem einmaligen Asphalt zu erwartenden Abrieb angeht.

Für die Fahrer war es – nach zwölf Monaten seit dem abwinken der 2017er Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans – eine Gelegenheit sich wieder an diese Strecke zu gewöhnen. Test- und Ersatzfahrer Anthony Davidson absolvierte die erforderliche Mindestzahl an Runden, damit einem eventuellen Einsatz nichts im Wege steht, sollte einer der Stammfahrer unerwartet ausfallen.

Für Fernando war es die erste Gelegenheit den Circuit de la Sarthe am Steuer des TS050 HYBRID kennenzulernen, nachdem er sich im Simulator bereits auf sein Le Mans-Debüt vorbereitet hatte. Er kletterte früh in der Test-Sitzung ins Cockpit der #8 und komplettierte 40 Runden, was 545 Kilometer gefahrener Distanz entspricht.

Die meisten Teammitgleider werden in Le Mans verbleiben, da zum Abschluß der Vorbereitungen auf das große Rennen für Dienstag noch ein letzter Funktionstest auf dem kürzeren Circuit Bugatti geplant ist, bevor dann am Mittwoch, dem 13. Juni, die erste offizielleTrainingssitzung ansteht.

Mike Conway (TS050 HYBRID #7): „Schön wieder in Le Mans auf der Rennstrecke unterwegs zu sein, darauf warten wir schon lange. Das Auto ist stark und wir machen da weiter, wo wir letztes Jahr aufhörten, konnten uns darauf konzentrieren das Auto für das Rennwochenende abzustimmen. Das war ein positiver Einstieg und ich freue mich jetzt schon aufs Rennen. Das kann gar nicht schnell genug kommen.”

Kamui Kobayashi (TS050 HYBRID #7): „Ich denke das lief heute ganz gut. Hauptaufgabe war es das Auto und die Fahrer wieder auf diese Strecke ab- bzw. einzustimmen und ich bin erfreut über den Verlauf. Es war jedenfalls schön wieder hier in Le Mans zu sein, auch wenn es nur der Testtag war, ohne die einzigartige Atmosphäre des Rennwochenendes. Es ist eine der besten Rennstrecken der Welt und mir machte es jedes Mal ungeheueren Spaß hier zu fahren. Ich bin schon voller Vorfreude auf das Rennwochenende.”

José María López (TS050 HYBRID #7): „Es war ein guter Test und für mich besonders nett hierher zurückzukehren. Ich bin zwar zum zweiten Mal hier in Le Mans, fühle mich aber dennoch noch immer wie ein Neuling. Ich konnte es kaum erwarten ins Auto zu kommen. Der Abbruch am Morgen hat mich etwas Zeit im Cockpit gekostet, ich konnte dann dafür am Nachmittag drei Stints fahren, was gut war. Ich bin recht zufrieden und freue mich darauf meine Arbeit im Rennen zu vollenden.”

Sébastien Buemi (TS050 HYBRID #8): „Ein positiver Tag mit vielen Kilometern und ohne jegliche Pannen. Für mich war es ein wenig schwieriger, denn ich kam leider nicht in der Nacht zum fahren und somit auch nicht auf eine besonders lange Distanz. Es reichte aber, um ein Gefühl dafür zu kriegen und Daten zu sammeln. Die werden wir nun analysieren und unsere üblichen Vorbereitungen vornehmen. Wir haben nun eine Woche Zeit bis zum Rennen, um alles zu überprüfen und eine letzte Feinabstimmung vorzunehmen.”

Kazuki Nakajima (TS050 HYBRID #8): „In Le Mans wieder ins Auto zu klettern ist jedes Mal aufregend. Das Auto fuhr sich am Morgen recht gut, die Streckenbedingungen waren sogar überraschend gut. Das hat Spaß gemacht, doch am Nachmittag war es mit den vielen Safety Car-Phasen nicht so schön. Andererseits werden wir wohl auch im Rennen genug davon erleben, also hatte das auch seinen Nutzen.”

Fernando Alonso (TS050 HYBRID #8): „Das war ein sehr guter Tag für das gesamte Team. Wir haben uns natürlich bestmöglich auf diesen Test im Hinblick auf das große Rennen in zwei Wochen vorbereitet. Das Auto fuhr sich von der ersten Runde an gut und alle waren auf Anhieb zufrieden damit. Dann ging es darum sich mit der Strecke anzufreunden. Ich hatte sie schon im Simulator trainiert und mir Cockpitaufnahmen vorheriger Jahre angeschaut, aber im echten Leben ist es doch eben etwas anders. Die Strecke ist wie geschaffen für diese Autos. Insgesamt war es ein interessanter Tag und es hat viel Spaß gemacht.“

Ergebnis Testsitzung am Morgen:
1. #8 TOYOTA GAZOO Racing 3min 21.468 Sekunden 40 Runden
2. #3 Rebellion (Beche/Laurent/Menezes) +0.360 Sekunden 28 Runden
3. #7 TOYOTA GAZOO Racing +0.719 Sekunden 36 Runden
4. #1 Rebellion (Jani/Lotterer/Senna) +2.127 Sekunden 22 Runden
5. #17 SMP (Sarrazin/Orudzhev/Isaakyan) +3.988 Sekunden 25 Runden
6. #11 SMP (Petrov/Aleshin/Button) +5.097 Sekunden 12 Runden

Ergebnis Testsitzung am Nachmittag:
1. #8 TOYOTA GAZOO Racing 3min 19.066secs 66 Runden
2. #3 Rebellion (Beche/Laurent/Menezes) +0.614 Sekunden 46 Runden
3. #7 TOYOTA GAZOO Racing +0.942 Sekunden 60 Runden
4. #1 Rebellion (Jani/Lotterer/Senna) +2.278 Sekunden 43 Runden
5. #11 SMP (Petrov/Aleshin/Button) +2.537 Sekunden 35 Runden
6. #17 SMP (Sarrazin/Orudzhev/Isaakyan) +2.695 Sekunden 34 Runden