TOYOTA GAZOO RACING BEREIT FÜR LE MANS-SCHLACHT

TOYOTA GAZOO Racing ist bereit für die größte Herausforderung des Jahres, den 24 Stunden von Le Mans, dem zweiten Lauf zur FIA Langstrecken Weltmeisterschaft (WEC).

Gemeldet wurden für die 86. Ausgabe des französischen Langstrecken-Klassikers zwei jeweils 1.000 PS starke TS050 HYBRID. Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López treten im Fahrzeug mit der Startnummer sieben an, während Sébastien Buemi und Kazuki Nakajima abermals mit der Nummer acht antreten – nebst Le Mans-Neuling Fernando Alonso.

Nach einem Doppelsieg in Spa-Francorchamps beim Saisonauftakt, erwartet das Team beim 20. Start von TOYOTA in Le Mans im Rennen erneut um den Sieg zu kämpfen und fühlt sich nach insgesamt 25.000 Testkilometern in der Vorsaison, um Performance und Zuverlässigkeit des TS050 HYBRID weiter zu verbessern, entsprechend gut vorbereitet.

TOYOTA GAZOO Racing hat in den vergangenen Jahren mehrfach den eigenen Speed in Le Mans unter Beweis gestellt, verpasste den sicher erscheinenden Sieg 2016 durch ein techisches Problem in der vorletzten Runde und belegte im Vorjahr die Pole Position mit einer neuen Rekordzeit. Die Aufgabe lautet nun die Widrigkeiten von Le Mans zu überwinden und als erst zweiter japanischer Automobilhersteller der Geschichte den Klassiker zu gewinnen.

TOYOTA nimmt in Le Mans eine zusätzliche Herausforderung an und hat sich zu einem geringeren Spritverbrauch verpflichtet. Gegenüber dem Premerienjahr 2012, als der Hersteller seinen ersten Hybrid-LMP1-Rennwagen zur Sarthe brachte, wird man 2018 etwa um 35% weniger Treibstoff verbrauchen. Dieser Fortschritt ist dem mittlerweile hocheffizienten Motorsport-Hybrid-Elektrik-Antriebsstrang zu verdanken. Dem TS050 HYBRID werden je Stint 35,1 Kg Treibstoff zugestanden, was auf dem 13,626 Kilometer langen Circuit de la Sarthe für 11 Runden reichen sollte.

Die konkurrierenden LMP1-Autos, die nicht über Hybrid-Elektrik-Technologie verfügen, dürfen mit 45 Kg weniger Gewicht als die beiden TS050 HYBRID antreten und mit einer Tankfüllung voraussichtlich 10 Runden zurücklegen können. Die exakten Spritmengen müssen noch offiziell bestätigt werden, sollten voraussichtlich aber deutlich über dem liegen, was den TS050 HYBRID zugetanden wird. Damit haben die Autos ohne Hybridantrieb mehr Power und mehr Performance zur Verfügung, werden dafür aber öfter nachtanken müssen und für diesen Vorgang auch mehr Zeit brauchen.

In Spa, dem ersten Rennen nach den neuen LMP1-Regularien, siegte TOYOTA mit zwei Runden Vorsprung – nicht zuletzt dank flinkerer. Doch beim kürzlichen Le Mans-Testtag fuhr Rebellion Racing eine Rundenzeit, die um vier Sekunden schneller war als die beste bis dahin gefahrene Zeit eines Nicht-Hybiden-LMP1 der bisherigen WEC- Ära. Das lässt auf erneut spannende 24 Stunden von Le Mans hoffen.

Seit dem Rennen im Vorjahr wurden am Circuit de la Sarthe einige Veränderungen vorgenommen, darunter auch einige Sicherheitsmassnahmen, wodurch die Streckenlänge sich um drei Meter verringerte. Das heißt, dass Kamui’s 2017er Pole Position-Zeit von 3.14,791 Minute auf dem 13,629 Kilometer langen Kurs ungeschlagen bleiben wird, wie schon Martin Brundle’s Rundenrekord auf der damals 13,605 Kilometer langen Ausführung, gefahren mit einem TS020 im Jahre 1999.

Die 2018er Ausführung des TS050 HYBRID hat bereits insgesamt 2.752 Kilometer auf dem Circuit de la Sarthe absolviert und auch die vorläufige Bestzeit beim offiziellen Testtag am 3. Juni vorgelegt. Das Team strebt nun an diese starke Form in Sachen Zuverlässigkeit und Performance zur bevorstehende Woche zum großen Rennen hin beizubehalten.

Die Rennwoche in Le Mans steht für den wahren Geist und die Herausforderungen des Langstreckensports, denn es stehen insgesamt 35 Stunden Fahrzeit an, beginnend mit einer vierstündigen Trainingssitzung am Mittwoch, dem 13. Juni um 16.00 Uhr, gefolgt von einem zweistündigen Qualifying, das um 22.00 Uhr beginnt.

Die Veranstaltung setzt sich mit zwei 120-minütigen Trainingsläufen am Donnerstagabend fort, Beginn um 19.00 bzw. 22.00 Uhr. Die Startpositionen werden anhand der im Verlauf der Quali-Läufe schnellsten Runde eines jeden Fahrzeugs ermittelt. TOYOTA strebt hierbei die vierte Pole Position in Le Mans an. Am Freitag findet dann die Fahrerparade im Stadtzentrum statt, bei der Fans die Piloten ein letztes Mal vor Rennbeginn in geifbarer Nähe erleben können. Der Renntag am Samstag beginnt mit einem 45-minütigen Warm-Up, das Rennen wird um 15.00 Uhr gestartet.

Hisatake Murata, Team President: „Es ist immer aufregend in Le Mans zu sein und in diesem Jahr freuen wir uns besonders auf das Rennen. Nach den großen Enttäuschungen in 2016 und 2017 hier in Le Mans, haben wir uns gründlicher denn je auf das Rennen vorbereitet und unsere Priorität ist es die Zielflage ohne Panne zu erreichen. In der Vergangenheit mussten wir lernen, dass in Le Mans alles mögliche schieflaufen kann und wir werden die vielen Hürden mit viel Teamgeist nehmen. Ich bin zuversichtlich, dass unser Team geeint bereit steht, diese Herausforderung zu meistern und wir werden nicht weichen, bis wir unser Ziel in die Tat umgesetzt haben. Wir werden alles in unserer Macht stehende tun, damit wir am Sonntag Nachmittag auf dem obersten Treppchen des Podiums stehen werden. Ich hoffe zudem, dass wir den Fans ein Rennen liefern werden, an das sie sich noch lange erinnern werden.”

Mike Conway (TS050 HYBRID #7): „Ich freue mich richtig auf Le Mans. Wir warten ein ganzes Jahr auf dieses Rennen, genau genommen arbeiten wir bereits seit dem Fallen der Zielflagge in 2017 auf diese Woche hin. Ich denke wir haben uns so gut vorbereitet wie das nur irgend möglich ist. Jetzt müssen wir Le Mans angehen und den Plan in die Tat umsetzen. Wir sind stärker und besser vorbereitet als je zuvor, ich kann es daher kaum erwarten. Hier herrscht immer eine ganz spezielle Atmosphäre und Le Mans kann man als Strecke so nur einmal im Jahr befahren. Die Fans sind ohnehin immer aus dem Häuschen und ich denke es wird eine Woche, an die wir uns noch lange gerne erinnern werden.”

Kamui Kobayashi (TS050 HYBRID #7): „Es ist immer großartig in Le Mans anzutreten, denn auf dieser Strecke Rennen zu fahren ist herausragend. Die Atmosphäre lässt sich mit keinem anderen Rennen vergleichen, deshalb hat es ja auch so viel Historie und ist unverändert eine so grosse Veranstaltung. Ich konnte im Vorjahr die schnellste Runde in Le Mans fahren, aber das will nicht viel sagen. Ich bin zwar stolz darauf, aber ich will im Rennen etwas erreichen. Ich habe noch nie in Le Mans gewonnen, also bin ich entschlossen es dieses Mal zu schaffen. Wir werden gewiss über die gesamten 24 Stunden hinweg angreifen, um unser Ziel im Rennen zu erreichen.”

José María López (TS050 HYBRID #7): „All die Arbeit der letzten 12 Monate spitzen sich auf die Rennwoche in Le Mans zu. All die Testfahrten, die Mühen und persönlichen Opfer wurden im Hinblick auf dieses Rennen erbracht, bei dem wir unser Bestes geben müssen. Es wird dieses Jahr ein riesiges Rennen werden und wir werden im Mittelpunkt des Geschehens stehen. Das wird eine ganz besondere Erfahrung werden und ich kann es kaum erwarten, diese Atmosphäre wieder zu erleben. Es werden einige Fahrer großen Kalibers am Start und eine Menge Prototypen in einem grossartigen Feld aufgestellt sein. Ich erwarte eines der spannendsten Rennen seit langem.”

Sébastien Buemi (TS050 HYBRID #8): „Le Mans ist etwas ganz besonderes und ich bin jedes Mal erneut erfreut bei dieser einzigartigen Veranstaltung mit ihren enormen Zuschauermengen und all der Aufregung am Start zu sein. Das Rennen selbst hat viel Historie, also versuche ich jeden Augenblick hier zu genießen. Nach unserer starken Leistung in Spa und beim Testtag hier, sieht es für uns momentan im Hinblick auf das Rennen sehr erfreulich aus. Allerdings waren wir schon mehrfach in dieser Situation und konnten letztlich das gesetzte Ziel nicht erreichen. Ich gehe daher das Wochenende entspannt an, so als sei dies ein normales Rennen. Uns ist klar, dass viel unvorhergesehenes geschehen kann, man hat hier nie alles völlig unter Kontrolle. Doch wir haben hart dafür gearbeitet und nun schauen wir, was uns erwartet.”

Kazuki Nakajima (TS050 HYBRID #8): „Es wird ein hartes Rennen werden, also das übliche in Le Mans. Schaut man sich die Rundenzeiten vom Testtag an, dann wird schnell klar, dass wir starke Konkurrenz haben und uns ein Kampf um den Sieg bevorsteht. Wir wissen was zu tun ist, wir müssen uns bestmöglich vorbereiten und unser Rennen fehler- und schadenfrei, also problemlos absolvieren. Dieses Ziel haben wir allerdings bei jedem Rennen. Wir müssen konzentriert arbeiten und um den Sieg kämpfen, dann erreichen wir unser Ziel auch. Ich denke wir haben große Chancen und ich bin fest entschlossen diese wahrzunehmen.”

Fernando Alonso (TS050 HYBRID #8): „Ich bin bereit. Als Team haben wir so hart darauf hingearbeitet, um für diesen Moment gerüstet zu sein, ich denke wir sind in einer starken Ausgangslage und bestmöglich vorbereitet. Mir gefällt es Teil eines starken und geeinten Teams zu sein. Mich auf meine erste Teilnahme bei den 24 Stunden von Le Mans vorzubereiten, ist eine aufregende Sache, bedenkt man was für eine sagenhafte Veranstaltung auf dieser Ikone unter den Rennstrecken dies hier ist. Der Verlauf dieser Woche bis hin zum Rennen wird auch spannend. Natürlich ist es meine erste Teilnahme in Le Mans, das wird also eine besondere Erfahrung. Nicht nur was das Rennen betrifft, sondern das ganze drumherum in der Woche davor mit allen Vorbereitungen, der ganzen Atmosphäre und den Fans. Das alles macht die Magie von Le Mans aus.”