TOYOTA GAZOO RACING BEREIT FÜR TITELVERTEIGUNG

TOYOTA GAZOO Racing wird beim Vier-Stunden-Rennen von Silverstone, dem am Wochenende stattfindende Auftakt zur FIA Langstrecken Weltmeisterschaft (WEC) 2019-2020, die Titelverteidigung in Angriff nehmen.

Nach einer nahezu perfekten Saison 2018-2019, in der das Team mit zwei Siegen bei den 24 Stunden von Le Mans innerhalb einer Rennsaison Geschichte schrieb, tritt TOYOTA GAZOO Racing zur letzten Saison des legendären TS050 HYBRID und den letzten acht Rennen des legendären LMP1-Boliden an. Diese Abschiedstour wird WM-Läufe auf vier Kontinenten umfassen, der letzte Auftritt erfolgt am 14. Juni 2020 in Le Mans.

Beim Auftakt der vierten und letzten Saison des TS050 HYBRID werden beide Autos in einer High-Downforce-Spezifikation antreten, allerdings mit einer neuen aerodynamischen Konfiguration ausgestattet, die bereits beim Prolog-Test im vergangenen Monat in Barcelona ihre Feuerprobe bestand.

Lokalheld Mike Conway wird sich dabei auf dem TS050 HYBRID mit der Startnummer sieben erneut mit Kamui Kobayashi und José María López abwechseln, während die Weltmeister Sébastien Buemi und Kazuki Nakajima fortan von Brendon Hartley unterstützt werden, der in Silverstone sein Renndebüt bei TOYOTA GAZOOO Racing Debüt begehen wird.

Silverstone war das einzige Rennen, das TOYOTA GAZOO Racing in der vergangenen Saison nicht gewann, zumindest nicht gemäß dem offiziellen Ergebnis, denn nach einem auf der Strecke errungenen Doppelsieg wurden beide Autos aus der Wertung ausgeschlossen. Der Unterboden wurde an beiden Autos durch die hohen Kerbs so nachhaltig deformiert, dass beide Autos die technische Nachkontrolle nicht bestanden. Nach dieser Enttäuschung ist das Team daher umso entschlossener, einen weiteren Sieg auf dem historischen englischen Kurs zu erringen, wo es bereits in den Jahren 2014 und 2017 jeweils das Sechs-Stunden-Rennen gewinnen konnte.

Das diesjährige Silverstone-Rennen ist das erste der modernen Ära der WEC, das über vier Stunden ausgetragen wird, in denen die Top-Fahrzeuge dennoch fast 800 Kilometer Renndistanz auf der 5,901 Kilometer langen Strecke zurücklegen dürften. Sie werden am Sonntag um die legendäre Wandertrophäe Tourist Trophy des Royal Automobile Club International fahren, die erstmals 1905 verliehen wurde und bereits Motorsport-Legenden wie Tazio Nuvolaro, Stirling Moss und Graham Hill auf dem Siegerpodest empor reckten.

Den beiden TS050 HYBRID stellen sich in der LMP1-Kategorie erneut die Nicht-Hybriden von Rebellion und Ginetta, die durch ein überarbeitetes Regelwerk für die neue Saison vergleichsweise mehr Performance zugestanden bekamen. In Silverstone werden die TS050 HYBRID mit jeweils 108 Kg Mehrgewicht gegenüber den mit Saugmotoren ausgestatteten Rebellion und 99 Kg gegenüber den Ginetta mit ihren Turbomotoren antreten müssen. Mittlerweile werden den Rebellion-Autos 61% höheren Kraftstoffverbrauch pro Stint zugestanden als dem TS050 HYBRID, selbst der Turbomotor des Ginetta darf 50% mehr verbrauchen.

Am Freitag werden die Fans erstmals das gesamte WEC-Startfeld der Saison 2019-2020 in Aktion sehen können, wenn die Teams das Rennwochenende des Saisonauftaktes mit zwei 90-minütigen Trainingseinheiten in Angriff nehmen werden. Das Qualifying findet am Samstagmittag statt, der Rennstart am frühen Sonntagnachmittag.

An diesem Wochenende wird Katsuyoshi Hikichi, der neue Präsident der mit ihrem Technikzentrum in Köln-Marsdorf ansässigen TOYOTA Motorsport GmbH (TMG), wo u.a. der TS050 HYBRID konstruiert und montiert wird, erstmals ein WEC-Rennen in seiner neuen Funktion bestreiten. Er übernimmt die Rolle bei TMG von Hisatake Murata, der weiterhin als Teampräsident von TOYOTA GAZOO Racing WEC und Field General Manager von GAZOO Racing Company tätig sein wird.

Hisatake Murata, Teampräsident: „Wir alle freuen uns auf den Auftakt zur neuen WEC-Saison und sind entschlossen, den TS050 HYBRID auf eine verdiente erfolgreiche Abschiedstour zu schicken. TOYOTA GAZOO Racing hat eng mit dem ACO zusammengearbeitet, um den LMP1-Fans ein spannendes Spektakel zu bieten, und wir erwarten dank des überarbeiteten Reglements ein hartes Rennen in Silverstone. Deshalb ist es wichtiger denn je, dass wir voll konzentriert antreten und als Team stark zusammenarbeiten, um ein reibungsloses Wochenende zu gewährleisten, so dass wir hoffentlich mit einem Sieg in die Saison starten. Es wird schwierig werden, aber wir haben hart daran gearbeitet, uns in der relativ kurzen Zeit seit Le Mans vorzubereiten, also glaube ich, dass wir für diese neue Herausforderung bereit sind.“

Mike Conway (TS050 HYBRID #7): „Silverstone ist ein besonderer Ort für mich, nicht nur als mein Heimrennen, sondern auch, weil die Strecke selbst wirklich cool ist, mit schnellen und flüssigen Kurven. Wenn man dort eine schnelle Runde zusammen bekommt, ist das sehr befriedigend, weil der Streckenverlauf so schnell ist. Es ist eine Piste, die wirklich Spaß macht, obwohl der Überrundungsverkehr dort bisweilen schwierig sein kann und Timing alles ist. Es sind sets große Zuschauermassen vor Ort und ich werde Familie und Freunde zu Gast haben, die mich unterstützen werden, also würde ich gerne endlich mein Heimspiel gewinnen. Ich war ja ein paar Mal dicht dran, also hoffe ich, dass es dieses Jahr gelingt.“

Kamui Kobayashi (TS050 HYBRID #7): „Ich denke, wir sind gut vorbereitet auf den Start in die neue Saison. Unser Auto hat im Prolog gut abgeschnitten und wir haben viele Runden absolviert. Wir wissen nicht genau, wie wettbewerbsfähig die nicht-hybriden LMP1-Fahrzeuge nun sind, aber wir erwarten, dass sie uns dicht auf den Fersen sein werden, was für uns eine größere Herausforderung darstellen wird. Wir gehen davon aus, dass der Kampf um die Weltmeisterschaft und um einen Sieg in Le Mans härter ausfallen wird, also wollen alle im Team einen positiven Saisonauftakt in Silverstone erleben. Ich bin zuversichtlich.“

José María López (TS050 HYBRID #7): „Ich kann es kaum erwarten, die neue Saison in Silverstone zu beginnen. Ich denke, das Team wird jedes Jahr besser, und das gilt auch für Auto #7. Die Beziehung innerhalb der Fahrzeugbesatzung ist sehr eng, auch mit den Ingenieuren und Mechanikern. Mike und Kamui sind mehr als nur megaschnelle Teamkollegen, wir sind auch alle gute Freunde. Deshalb denke ich, dass wir stärker und besser vorbereitet sind als je zuvor. Ich hoffe, wir können das in Silverstone zeigen, indem wir die Saison mit einem Sieg beginnen.“

Sébastien Buemi (TS050 HYBRID #8): „Es ist immer ein gutes Gefühl, als Weltmeister in eine neue Saison zu starten. Wir haben in der letzten Saison viel erreicht. Jetzt konzentrieren wir uns auf die neue Saison und das erste Rennen in Silverstone, wo wir auf einen erfolgreichen Saisonstart abzielen. Die Konkurrenz durch die LMP1-Mitbewerber scheint in diesem Jahr nach den Regeländerungen eine ziemliche Herausforderung zu sein, so dass wir einen Kampf erwarten und wir wissen, dass wir uns gründlich vorbereiten müssen, um am Sonntag das richtige Ergebnis erzielen zu können.“

Kazuki Nakajima (TS050 HYBRID #8): „Die vergangene Saison war wahrscheinlich die härteste, die ich je erlebt habe, weil der Kampf mit dem Schwesterauto bei jedem Rennen so hart war und ich erwarte erneut eine ähnliche Herausforderung. Ich bin sehr stolz darauf, Weltmeister zu sein und natürlich wollen Sébastien, Brendon und ich auch in dieser Saison an der Spitze bleiben. Wir alle wollen einen starken Saisonstart in Silverstone vorlegen, aber es wird nicht einfach werden, denn wir wissen, dass Auto #7 sehr stark ist und wir erwarten auch in dieser Saison viel mehr von unseren nicht-hybriden LMP1-Konkurrenten.“

Brendon Hartley (TS050 HYBRID #8): „Es ist aufregend, meinen Namen auf der Seite des TS050 HYBRID für dessen letzte Rennsaison geschrieben zu sehen, ein unglaubliches Auto. Ich freue mich darauf, wieder zu fahren, denn ich habe seit dem Ende der Formel-1-Saison 2018 nicht mehr viele Rennen bestritten, war aber dafür sehr beschäftigt mit Tests und Simulatorarbeiten, also bin ich bereit und heiß aufs fahren. Zwar muss ich mich erst wieder an den Überrundungsverkehr in der WEC gewöhnen, doch ich bin bereit und kann es kaum erwarten, in Silverstone loszulegen.“