TOYOTA GAZOO RACING FREITAGS-SCHNELLSTE IN FUJI

TOYOTA GAZOO Racing legte einen starken Start in das Wochenende des Heimrennens in Japan vor, nach Bestzeiten in beiden heutigen Trainingssitzungen zum Sechs-Stunden-Rennen von Fuji.

Die Tabellenführenden der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft (WEC) beendeten einen produktiven Tag, der lediglich durch Rote Flaggen in beiden Sessions gestört wurde, als Schäden an den Kerbs am Streckenrand festgestellt und repariert wurden. Die Tagesbestzeit fuhr der TS050 HYBRID mit der Startnummer acht der Fahrer-WM-Spitzenreiter Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima und Fernando Alonso in 1.23,973 Minute.

Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López, im TS050 HYBRID mit der Nummer sieben, fuhren die zweitschnellste Zeit heraus, 1,095 Sekunde fehlten am Ende des ersten Veranstaltungstages des vierten WM-Laufs der WEC-Saison 2018-19.

Das Fuji-Event begann für rund 20 Teammitglieder bereits am vergangenen Wochenende mit einer persönlichen Herausforderung, nämlich der Besteigung des Mount Fuji. Den 3.776 Meter hohen Gipfel des heiligen Berges erreichten sie am Sonntagmorgen.

Zurück auf dem auf moderateren 540 Metern über dem Meerespiegel gelegenen Fuji Speedway standen am heutigen Freitag zwei Trainingssessions an. Erstmals trat das Team mit dem neu festgelegten Zusatzgewicht von 26 kg in den beiden TS050 HYBRID an.

Dieses Gewichts-Handicap wurde verhängt, um die Leistung des dominanten TS050 HYBRID gegenüber den nicht-hybriden LMP1-Autos der rivalisierenden Teams anzugleichen. Es hat zur Folge, dass die Rundenzeiten langsamer, die Belastung von Komponenten und Reifen dagegen fortan höher sein werden.

Ein morgendlicher Regen sorgte zu Beginn der Session für eine feuchte Strecke, bevor eine 33-minütige Unterbrechung wegen der Kerb-Schäden für eine unerwartete Pause sorgte. Eine halbstündige Verlängerung der Sitzung gewährleistete einen Ausgleich in der Gesamtfahrzeit, womit das Team dann doch noch planmäßig alle Setup- und die Reifentests durchführen konnte.

Das zweite Training erfolgte durchgehend auf trockener Strecke, folgte aber mit einer 40-minütigen Unterbrechung einem ähnlichen Muster wie am Morgen. Eine 10-minütige Verlängerung der Sitzung sorgte dieses Mal allerdings nur teilweise für Ausgleich der verloren Zeit, die mit den beiden TS050 HYBRID dringend zum Durchtesten verschiedener mechanischer, aerodynamischer und hybrid-bezogener Einstellungen benötigt wurde.

Als das zweite Training um 17.10 Uhr Ortszeit endete, hatten die beiden TS050 HYBRID insgesamt 146 störungsfreie Runden absolviert und beendeten den Tag mit einer Bestzeit, die 1,724 Sekunde schneller war als jene des schnellsten Bewerbers. Das Team wird nun die verschiedenen Daten aus den 666 Kilometern zurückgelegter Distanz analysieren, um die beiden Fahrzeuge für Qualifying und Rennen zu optimieren.

Mike Conway (TS050 HYBRID #7): „Der Tag verlief gut, wir haben unser Programm durchgearbeitet und verschiedene Änderungen ausprobiert. Es ist immer schwierig, hier das richtige Setup zu finden, denn die ersten beiden Sektoren sind ziemlich schnell, aber der letzte Sektor ist eng und kurvenreich. Da einen Kompromiss zu finden ist nicht so einfach. Es ist stets die selbe Herausforderung hier, also werden wir weiter Feinarbeit betreiben, um für Qualifying und Rennen die beste Abstimmung zu finden.”

Kamui Kobayashi (TS050 HYBRID #7): „Wir hatten in beiden Sessions Unterbrechungen, so dass wir letztlich nicht auf die volle Fahrdauer kamen, was aber durchaus vorkommen kann. Wir haben hart daran gearbeitet, eine gute Balance des Autos zu finden, haben da aber noch einiges zu erledigen. Wir taten alles, um einen guten Kompromiss zu finden und haben nun ausführliches Datenmaterial zur Hand. Wir werden das Auto nun anhand dieser Kenntnisse weiter verbessern und morgen dann angreifen.”

José María López (TS050 HYBRID #7): „Ich hätte es vorgezogen, ein wenig mehr Zeit im Cockpit zu verbringen, vor allem im Trockenen, da ich im Vorjahr nicht dazu kam diese Strecke bei trockenen Bedingungen zu befahren. Insgesamt lief es ziemlich gut und meine schnellste Runde war trotz etwas Verkehr auf der Strecke recht gut. Wir sind nicht 100%ig zufrieden mit der heutigen Bilanz, wir müssen da noch an so einigem arbeiten. Im Moment liegen wir etwas hinter den Kollegen in unserem Schwesterauto zurück, aber wir werden daran arbeiten, diese Lücke zu schließen.”

Sébastien Buemi (TS050 HYBRID #8): „Es ist immer wieder schön, wenn man nach einer langen Pause endlich wieder im Auto sitzen kann, und es war für uns ein reibungslos verlaufener Tag. Wir haben eine gute Zahl an Runden zusammenbekommen, ich bin recht zufrieden mit dem, was wir heute umsetzen konnten, und ich hoffe, wir können darauf aufbauen. Es wird ein harter Kampf mit der Nummer sieben werden, also freue ich mich auf das Qualifying und das Rennen. Hoffentlich werden wir fortan trockene Streckenverhältnisse haben, das wäre sehr gut.”

Kazuki Nakajima (TS050 HYBRID #8): „Ich freue mich, wieder in Fuji antreten zu können und es ist in diesem Jahr nach unserem Le-Mans-Sieg etwas ganz Besonderes. Bis auf die Unterbrechungen lief bei uns alles reibungslos ab, also bin ich glücklich. Obwohl wir eine verkürzte Session hatten, fühlte sich unser Auto ziemlich stark an. Wir haben an verschiedenen Dingen gearbeitet und im Allgemeinen machte das Auto einen guten Eindruck, was mir im Hinblick auf das Rennen positiv erscheint.”

Fernando Alonso (TS050 HYBRID #8): „Es lief heute alles bestens. Offensichtlich sind wir mit der Vielzahl an gelben und roten Flaggen ein wenig hinter der gewünschten Rundenzahl zurück, was besonders für mich bei meinem ersten WEC-Einsatz in Fuji schade war. Es war aber alles in allem ein positiver Tag in Bezug auf die Fahrzeugbalance. Wir nahmen ein paar kleinere Änderungen in der Feinabstimmungen vor, aber die Grundabstimmung war bereits sehr gut, also bin ich zufrieden mit dem Auto und dem Ablauf. Wir hoffen für morgen auf einen weiteren problemlosen Tag.”

Erstes Freies Training
1. #7 TOYOTA GAZOO Racing    1.25,847 Minute
43 Runden
2. #8 TOYOTA GAZOO Racing +0,534 Sekunde 44 Runden
3. #11 SMP Racing (Aleshin/Petrov/Button)          +1,043 Sekunde 23 Runden
4.  #1 Rebellion (Jani/Lotterer/Senna) +1,304 Sekunde 44 Runden
5. #17 SMP Racing (Sarrazin/Orudhez/Isaakyan) +1,788 Sekunde 36 Runden
6. #3 Rebellion (Beche/Laurent/Menezes)         +2,069 Sekunden 37 Runden

 

Zweites Freies Training
1. #8 TOYOTA GAZOO Racing    1.23,973 Minuten 30 Runden
2. #7 TOYOTA GAZOO Racing +1,095 Sekunde      29 Runden
3. #3 Rebellion (Beche/Laurent/Menezes) +1,724 Sekunde 22 Runden
4. #11 SMP (Aleshin/Petrov/Button) +1,828 Sekunde 27 Runden
5. #1 Rebellion (Jani/Lotterer/Senna) +1,958 Sekunde   29 Runden
6. #17 SMP (Sarrazin/Orudzhev/Isaakyan) +3,691 Sekunden 27 Runden