TOYOTA GAZOO RACING KOMPLETTIERT LETZTE TESTFAHRTEN VOR SAISON 2019-2020

Die amtierenden Weltmeister und Le-Mans-Sieger TOYOTA GAZOO Racing haben ihre Vorbereitungen auf die FIA Langstrecken Weltmeisterschaft (WEC) 2019-2020 mit dem Saison-Prolog, einer offiziellen zweitägigen WEC-Testfahrt auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya in Spanien, erfolgreich abgeschlossen.

Die neue Saison beginnt am 1. September in Silverstone. Daher fanden sich alle WEC-Teams nur fünf Wochen nach dem Abschluss der Saison 2018-2019 in Le Mans zu den traditionellen Vorsaison-Tests ein, und das zum ersten Mal in Barcelona.

Bei dieser Gelegenheit feierte der überarbeiteten TS050 HYBRID, der u.a. über eine verbesserte Aerodynamik verfügt, Premiere. Die 2019-2020er Version verwendet weiterhin das bewährte Monocoque-Design, das bereits 2016 eingeführt wurde, und blieb bis auf Detailarbeit weitgehend unverändert, so dass das Auto wie erwartet über die insgesamt 16 Stunden Fahrzeit des Prologs extrem zuverlässig war.

Mit einer Gesamtrundenzahl von 917 Umläufen, was 4.268 km unter der sengendheißen Sonne Kataloniens entspricht, hatten die beiden TS050 HYBRID letztlich ein Programm bestehend aus aerodynamischen Tests und Reifenerprobungen, sowie verschiedenen Versuchen mit dem Hybrid-Antriebsstrang absolviert und so die Vorbereitungen auf die neue Saison möglichst gründlich genutzt, da dies bis zum Saisonauftakt in Silverstone die letzten Testfahrten des Teams waren.

Der Prolog bot dem Team die erste Gelegenheit, die jüngsten Änderungen und ihre Auswirkungen zu bewerten, zumal das Mindestgewicht des TS050 HYBRID gegenüber dem Saisonauftakt 2018-2019 per Reglement um 40 kg erhöht wurde. Da dies der erste Besuch der WEC in Barcelona war, konnten allerdings keine schlüssigen Vergleiche gezogen werden, was die Rundenzeiten angeht.

Am Ende der beiden Testtage lagen die TS050 HYBRID, die in der vergangenen Saison sieben von acht Rennen gewannen, dank einer Bestzeit von 1:29,141 Minuten, gefahren von José María López im TS050 HYBRID mit der Startnummer sieben, den er mit Mike Conway und Kamui Kobayashi teilt, an der Spitze der Zeitentabelle.

Kazuki Nakajimas schnellste Runde brachte das Schwesterauto mit der Nummer acht, das er neben Sébastien Buemi und Brendon Hartley fährt, auf den zweiten Platz mit nur 0,046 Sekunden Rückstand, während der Rebellion #1 den Prolog mit 0,267 Sekunde Rückstand auf Platz drei beendete.

Neben den regulären Werksfahrern feierte diese Woche TOYOTA GAZOO Racing Test- und Reservefahrer Thomas Laurent sein Debüt als offizielles Teammitglied. Der junge Franzose absolvierte 78 Runden bei seinem zweiten Einsatz für das Team, wobei er am Morgen die #7, und am Nachmittag die #8 bewegte.

Mike Conway (TS050 HYBRID #7): „Es ist eine Weile her, dass ich hier in Barcelona gefahren bin, also war es schön, wieder auf dieser Strecke zu sein, obwohl es sich schon seltsam anfühlt, dass dies mein vorerst letzter Einsatz bis zum Saisonauftakt war. Es waren ein paar heiße Tage, die die Aufgabe aus Fahrersicht erschwerten, aber wir haben es geschafft und so viele Runden wie möglich absolviert, um uns auf Silverstone vorzubereiten. Wir haben viel über das aktualisierte Auto gelernt und alles verlief gut, also denke ich, dass wir für das erste Saisonrennen gut vorbereitet sind.“

Kamui Kobayashi (TS050 HYBRID #7): „Wir haben viele Runden mit dem 2019-2020er Auto zurückgelegt und alles ist optimal gelaufen. Wir hatten hier in Barcelona noch nie zuvor getestet, aber wir fanden uns schnell zurecht und konnten unser Programm mit verschiedenen Vergleichsfahrten durchlaufen. Ich bin zufrieden damit, wie das verlaufen ist. Unsere Tests für die neue Saison sind jetzt abgeschlossen, aber das Team wird vor Silverstone noch hart daran arbeiten, die letzten Vorbereitungen zu treffen, und ich weiß, dass wir für diese neue Herausforderung bereit sein werden.“

José María López (TS050 HYBRID #7): „Es war ein guter Test und ich habe es genossen, wieder im Auto zu sitzen. Mit der aktualisierten Aerodynamik gibt es einige Dinge, an die man sich anpassen musste, so dass es für alle hilfreich war, vor dem ersten Rennen viele Daten zu sammeln. Es ist meine dritte Saison mit dem Team und ich freue mich sehr darauf, vor allem, das Auto wieder mit Mike und Kamui zu teilen und mit dem Team zusammenzuarbeiten, was immer ein Vergnügen ist. Silverstone findet schon bald statt und ich denke, wir sind bereit.“

Sébastien Buemi (TS050 HYBRID #8): „Ich bin sehr zufrieden damit, wie es hier gelaufen ist. Wir haben eine gute Kilometerleistung erreicht, und das war wichtig im Hinblick auf unsere Silverstone-Abstimmung. Wir sehen, dass die Konkurrenz jetzt dank unserem zusätzlichen Ballast dichter dran ist, also wird es gut für die Fans sein, denke ich. Da es unser erster Auftritt in Barcelona war, erwies es sich als schwierig direkte Vergleiche zu ziehen, aber ich hatte das Gefühl, dass das aktualisierte Auto feinfühliger reagiert, also eine gute Ausgangsbasis bietet. Jetzt müssen wir uns auf Silverstone vorbereiten und das Beste aus dem Auto herausholen.“

Kazuki Nakajima (TS050 HYBRID #8): „Ich habe es genossen, zum ersten Mal seit 2009 wieder in Barcelona zu sein. Die Strecke blieb weitgehendst unverändert, also war es einfach, schnell in einen Rhythmus zu kommen. Schwierig waren die heißen Temperaturen, aber ansonsten verlief der Test reibungslos und wir haben viel über das Setup und die Reifen gelernt. Ich freue mich besonders, dass ich die neue Version erstmals fahren konnte und bin zufrieden mit den Updates.“

Brendon Hartley (TS050 HYBRID #8): „Wir hatten zwei recht positive Testtage und es war gut, den TS050 HYBRID besser kennenlernen zu können, der sich überraschenderweise vom vorherigen Auto, das ich in der WEC fuhr, unterscheidet. Es gibt immer viel zu lernen mit einem neuen Auto, aber ich bin mit dem Fortschritt zufrieden und fühle mich auf dem Laufenden. Es war hilfreich, sich nach ein paar Jahren Abwesenheit von der WEC wieder auf das Fahren im Verkehr der langsameren Autos einzustellen. Es war auch ein gutes Gefühl, mit meinem neuen Team zusammenzuarbeiten, die Ingenieure, die Mechaniker und die Fahrerkollegen waren alle sehr herzlich.“

Thomas Laurent (Test- und Ersatzfahrer): „Mein Tag verlief recht gut. Es ist immer wieder schön, in diesem Auto zu sitzen und toll mit allen meinen neuen Teamkollegen zusammenzuarbeiten. Das Auto lässt sich gut fahren, alle haben gestern einen tollen Job gemacht, um ein starkes Setup zu finden. Wir führten einige Long-Runs durch, so dass die Rundenzeiten ganz offensichtlich nicht optimal waren, aber das war ja auch nicht das Ziel. Der Test verlief gut und wir haben die Daten bekommen, die wir brauchen, also bin ich glücklich. Ich bin mehr als 70 Runden gefahren, was bei vier Fahrern pro Auto gar nicht so schlecht ist.”