TOYOTA GAZOO RACING MIT SUPERZEIT IN SEBRING

TOYOTA GAZOO Racing ist nach zwei Tagen offizieller Testfahrten bereit für die 1000 Meilen von Sebring, dem sechsten Lauf zur FIA Langstrecken Weltmeisterschaft (WEC)-Saison 2018-2019.

Der TS050 HYBRID stellte am Samstagnachmittag, dank einer Rundenzeit von 1.41,152 Minute durch Mike Conway, einen neuen inoffiziellen Rundenrekord auf dem Sebring International Raceway auf und schlug damit den offiziellen Rekord für die aktuelle Streckenführung, aufgestelt von Peugeot im Jahr 2009, um 2,122 Sekunden. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 214,22 km/h war Mike’s flotte Runde nur 0,04 km/h langsamer als der schnellste Rundenschnitt überhaupt in der 69-jährigen Geschichte von Sebring, ein Rekord, der 1986 auf der damaligen Streckenführung aufgestellt wurde.

Nur vier der sechs Werksfahrer waren bei den Testfahrten im Einsatz, denn José María López und Sébastien Buemi mussten an diesem Wochenende anderweitigen Verpflichtungen nachkommen. Mike und Kamui Kobayashi teilten sich daher den TS050 HYBRID mit der Startnummer sieben, Sieger der letzten beiden WEC-Rennen, während die Weltmeister Kazuki Nakajima und Fernando Alonso sich auf der Nummer acht abwechselten, die am Ende nur 0,052 Sekunde langsamer war als Mike’s Superzeit, was letztlich die zweitschnellste Runde des Wochenendes war.

Nachdem das Team im Vormonat bei privaten Testfahrten bereits mehr als 4.000 Kilometer in Sebring zurückgelegt hatte, kam es gut vorbereitet für die bevorstehende Herausforderung auf dieser einzigartigen, 6,019 Kilometer langen Strecke nach Florida zurück und absolvierte nun ein umfangreiches Programm an mechanischen und aerodynamischen Abstimmungen, sowie Setup-Evaluierungen des Hybridantriebes.

Trotz Regens am frühen Samstagmorgen und einer leichten Verzögerung wegen Nebels am Sonntagmorgen fanden die Testfahrten bei strahlendem Sonnenschein mit Temperaturen von 28°C am ersten und 31°C am folgenden Tag statt. Beide TS050 HYBRIDs liefen problemfrei und ohne größere Zwischenfälle, wobei über die beiden Tagen hinweg insgesamt 580 Runden, also 3.491 Kilometer absolviert wurden.

Ein ungewöhnlicher Zeitplan erwartet das Team für die 1000 Meilen von Sebring. Bereits am Mittwoch erfolgen die freien Trainings, das Qualifying geht am Donnerstag über die Bühne und das Rennen wird schon am Freitag stattfinden. Gestartet wird um 16 Uhr Ortszeit, die Zieldurchfahrt ist für Mitternacht vorgesehen.

Mike Conway (TS050 HYBRID #7): „Als wir vor ein paar Wochen hier testeten, fuhren wir ähnliche Rundenzeiten, also wussten wir, dass es möglich sein würde, den Rundenrekord zu schlagen. Dass uns das gelang, ist zwar ziemlich cool, aber wir müssen das im Qualifying oder im Rennen auch schaffen, dann zählt es nämlich. Es ist ein schönes Gefühl, Sebring schneller als je zuvor umrundet zu haben. In der Rennwoche könnte da durchaus noch mehr kommen. Vielleicht können wir uns noch steigern. Das Wichtigste an diesem Wochenende war jetzt, uns gut auf die Rennwoche vorzubereiten, und das haben wir erledigt.“

Kamui Kobayashi (TS050 HYBRID #7): „Die Testtage waren sehr nützlich und wichtig für uns. Dies ist keine der typischen Strecken, die wir sonst besuchen, die normalerweise recht ähnliche Streckenverläufe, sehr glatte Asphaltbeläge und große Auslaufzonen haben. Auf diesen Strecken, wenn man einmal verstanden hat, wie sich das Auto auf der Piste verhält, braucht es nicht viel (um schnell zu sein), aber hier ist das Vertrauen in das Auto von viel größerer Bedeutung. Dies ist eine Old-School-Rennstrecke mit vielen Unebenheiten und Streckenbegrenzungen in unmittelbarer Nähe der Piste, das ist schon ziemlich spannend und eine echte Herausforderung. Um hier schnelle Runden zu fahren, braucht man ein gesundes Selbstvertrauen, also waren diese beiden Testtage wirklich hilfreich.“

Kazuki Nakajima (TS050 HYBRID #8): „Diese Testtage waren eine gute Gelegenheit, sich mit Sebring vertraut zu machen, einer ganz besonderen Rennstrecke. Bei unseren Testfahrten im Vormonat fuhr ich meine ersten Runden hier, ich bin noch immer in einem Lernprozess, was die Unebenheiten und den besonderen Charakter von Sebring angeht. Der Abschnitt von Kurve 16 bis Kurve eins ist sehr schnell, aber immer nahe an der Wand entlang und der Streckenbelag ist sehr rau, während auf der anderen Seite der Strecke der Kurvenverlauf sehr eng ist. Mit mehr als 30 weiteren Autos auf diesem Kurs unterwegs zu sein, ist auch etwas Besonderes. Aus diesen Gründen gibt es hier ein wenig mehr zu lernen als sonst. Diese Strecke ist beeindruckender und anspruchsvoller als die meisten anderen.“

Fernando Alonso (TS050 HYBRID #8): „Ich denke, es war gut, anders als bei unseren Testfahrten, mit weiteren Autos auf der Strecke zu trainieren. Das half uns zu lernen, wie man sich am besten durch den Verkehr schlängelt. Dies waren zwei produktive und lehrreiche Tage, wir optimierten die Abstimmung des Autos ständig weiter und verstehen die Reifen immer besser. Es waren zwei reibungslose Tage, die dem Team gutes Datenmaterial lieferten. Wir waren zuvor bereits gut aufgestellt und jetzt sind wir noch besser vorbereitet, also bin ich recht glücklich.”