TOYOTA GAZOO RACING OPTIMISTISCH

TOYOTA GAZOO Racing nahm heute mit den ersten beiden Trainingssitzungen zum Sechs-Stunden-Rennen am Nürburgring den Kampf um die FIA WEC Langstrecken Weltmeisterschaft wieder auf, denn am Wochenende findet in der Eifel der vierter WM-Lauf der Saison statt.

Gerade mal 90 Kilometer Anreise haben die Teammitglieder diesmal vom Firmensitz in Köln bis zum Fahrerlager am Nürburgring. Und hier erhofft sich das Team die Wiedergutmachung für die entgangenen Siege in Spa-Francorchamps sowie Le Mans.

Der erste Trainingstag auf der 5,148 Kilometer langen Grand Prix-Strecke des Nürburgring gehörte allerdings den Vorbereitungen für das bevorstehende Rennen mit beiden Fahrzeugen.

Stéphane Sarrazin, Mike Conway und Kamui Kobayashi im TS050 HYBRID mit der Startnummer sechs fuhren die viertschnellste Rundenzeit des Tages heraus, 0,825 Sekunde hinter dem tagesschnellsten Porsche #1. Der TS050 HYBRID #5 von Anthony Davidson, Sébastien Buemi und Kazuki Nakajima landete auf P6.

Das Team hatte erstmals eine Version des TS050 HYBRID bei einem WM-Lauf eingesetzt, die deutlich höhere Abtriebswerte erzeugt und speziell für die verbleibenden Rennen der Saison entwickelt wurde, bei denen ja hohe Kurventempi wichtiger sein werden als reiner Topspeed.

Mit neuen aerodynamischen Bauteilen ausgestattet, gab es mit den beiden Autos neben der am Freitag üblichen Reifenvorauswahl und dem Hinarbeiten auf die optimale Abstimmung auch genug Testarbeit zu bewältigen. Das insgesamt dreistündige freie Training war insofern für das bevorstehende Rennwochenende sehr nützlich.

Erfreulicherweise fanden beide Trainingssitzungen bei warmen und trockenen Bedingungen statt, lediglich von einem kurzen Schauer im zweiten Training getrübt. TOYOTA konnte daher die zur Verfügung stehende Zeit optimal nutzen, insgesamt 155 Runden absolvieren, was 798 Kilometer Fahrstrecke entspricht, und so gute Fortschritte bei der Abstimmung der neuen Variante machen.

Eine letzte Gelegenheit zur Feinabstimung wird es noch beim 60-minütigen freien Training am Samstagmorgen (09.15 Uhr) geben, bevor beim Qualifying (14.45 Uhr) die Startplätze herausgefahren werden. Der Start des Rennens erfolgt am Sonntag um 13.00 Uhr.

TS050 HYBRID #5 (Anthony Davidson, Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima)
1. freies Training: P5 (1.42,593 Minute), 34 Runden
2. freies Training: P6 (1.42,325 Minute), 40 Runden

Anthony Davidson: „Wir hatten einen recht produktiven Tag und das Wetter war uns gnädig, so dass wir an der Abstimmung arbeiten konnten. Über längere Distanzen gesehen sind wir bereits sehr zufrieden mit dem Auto. Ich wäre aber gerne noch ein wenig im Regen gefahren, denn hier am Nürburgring muss man mit unstetem Wetter rechnen. Soweit sieht es, glaube ich, ganz gut aus und ich bin mit der Balance des Autos recht zufrieden.”

Sébastien Buemi: „Ein guter Tag und ich bin mit dem geleisteten Arbeitspensum sehr zufrieden. Wir konnten erstmals mit dieser Aerodynamik arbeiten, die ja mehr Abtrieb erzeugt, daher gibt es auch eine Menge Datenmaterial, das es nun auch zu analysieren gilt. Unsere Rundenzeiten sind bereits recht konkurrenzfähig, also bin ich ganz zuversichtlich für dieses Wochenende. Es läuft soweit alles rund.”

Kazuki Nakajima: „Das Auto fuhr sich sehr schön, insbesondere über längere Distanzen, da stimmten sowohl Balance wie auch Schnelligkeit. Über eine gezeitete Runde können wir sicher noch etwas herausholen und das Auto noch besser abstimmen, aber viel fehlt da nicht. Wir hatten heute Glück mit dem Wetter, schauen wir mal, wie sich das im Verlauf des Wochenendes noch entwickelt.”

TS050 HYBRID #6 (Stéphane Sarrazin, Mike Conway, Kamui Kobayashi)
1. freies Training: P6 (1.43,635 Minute), 35 Runden
2. freies Training: P4 (1.41,822 Minute), 46 Runden

Stéphane Sarrazin: „Das war recht interessant. Mit unserer neuen Aerodynamik ist unser Auto auf dieser Art von Strecke nun deutlich besser. Wir konnten recht brauchbare Abstimmungsarbeiten und Reifenauswahl durchführen, was im Hinblick auf das Rennen sehr wichtig ist. Soweit sind wir durchweg glücklich. Es wird ein harter Kampf werden, aber wir werden unser Bestes geben und ich denke, dass wir alle dicht beieinander liegen werden.”

Mike Conway: „Ich denke wir machen recht solide Fortschritte mit dem Auto und wir haben mit der Abstimmung wohl den richtigen Weg gewählt, um das Optimum aus dem Auto zu holen. Wir wissen ja, wo wir stehen müssen und soweit scheinen wir im Plan zu liegen. Wir fahren das Auto erstmals in dieser Konfiguration und wir verbessern uns stetig. Und da geht auch noch mehr.”

Kamui Kobayashi: „Wir konnten heute eine Menge Arbeit mit dem Auto erledigen und generell lief das alles recht gut. Wir haben noch Luft nach oben und wir werden noch diverse Dinge ausprobieren. Dass eine einzelne gezeitete Runden nicht unsere Stärke ist, das ist bekannt, also arbeiten wir auf eine hohes Renntempo hin.“

Ergebnis 1. Freies Training :

1st        #2 Porsche (Dumas/Jani/Lieb)                    1min 41.703secs            34 laps

2nd       #1 Porsche (Bernhard/Webber/Hartley)   +0.047secs                    42 laps

3rd       #7 Audi (Fässler/Lotterer)                             +0.200secs                   30 laps

4th        #8 Audi (di Grassi/Duval/Jarvis)                +0.451secs                    42 laps

5th       #5 TOYOTA GAZOO Racing                  +0.890secs              34 laps

6th       #6 TOYOTA GAZOO Racing                 +1.932secs                35 laps

Ergebnis 2. Freies Training :

1st        #1 Porsche (Bernhard/Webber/Hartley)   1min 40.997secs         37 laps

2nd       #7 Audi (Fässler/Lotterer)                          +0.014secs                    35 laps

3rd       #8 Audi (di Grassi/Duval/Jarvis)              +0.139secs                    45 laps

4th       #6 TOYOTA GAZOO Racing               +0.825secs               46 laps

5th        #2 Porsche (Dumas/Jani/Lieb)                +0.946secs                    11 laps

6th       #5 TOYOTA GAZOO Racing               +1.328secs                40 laps