TOYOTA GAZOO RACING UND DIE SPA-WETTERKAPRIOLEN

TOYOTA GAZOO Racing bekam am ersten Tag bei den Trainingsläufen zum Total Sechs-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps, dem vorletzten Lauf zur FIA Langstrecken Weltmeisterschaft (WEC) 2018-19, typisches Ardennen-Wetter zu spüren.

Obwohl das Wetter von Sonnenschein auf starke Regenfälle umschlug, machte das Team gute Fortschritte im Verlauf des ersten Trainingstages in Spa, wo man noch vor 12 Monaten einen Doppelsieg als Auftakt zu einer bemerkenswerten Saison 2018-2019 eingefahren hatte, was die Ausgangslage für ein teaminternes Duell der beiden TS050 HYBRID war.

Der erste 90-minütige Trainingslauf fand am Morgen noch auf trockener Strecke statt, der zweite Lauf am Nachmittag war dagegen komplett verregnet. Das die Fahrer-WM anführende Trio Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima und Fernando Alonso im TS050 HYBRID mit der Startnummer schloss den Tag als Gesamtdritte ab, errang aber die Bestzeit im nassen zweiten Training.

Die Crew des TS050 HYBRID Nummer sieben, Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López, liegen in der WM 15 Punkte hinter den Teamkollegen auf dem zweiten Tabellenrang und beendeten den Tag als Gesamtvierte.

Erstmals seit Le Mans im vergangenen Juni tritt der TS050 HYBRID wieder in einer Low-Down-Force-Spezifikation an, was den beiden heutigen Trainingsläufen besondere Bedeutung zukommen ließ. Es stand die Feinabstimmung der Rennwagen im Vordergrund, denn TOYOTA GAZOO Racing zielt darauf ab am Samstag bereits den Weltmeistertitel in der Teamwertung vorab sicherzustellen.

Das erste Training endete ohne Zwischenfälle und das Team sammelte umfangreiches Datenmaterial bezüglich des Trocken-Setups, bevor der vorhergesagte Regen am späten Nachmittag ein solches Unterfangen unmöglich machte. Doch auch die nasse Trainingssitzung war von Nutzen, denn so konnte mit beiden Autos die Gelegenheit genutzt werden, verschiedene Spezifikationen von Michelin-Regenreifen sowie verschiedene aerodynamische Einstellungen zu vergleichen, um so viel Grip wie möglich zu erzeugen.

Während es durch die gesamten Sitzung hindurch regnete, sorgten drei Trainingsabbrüche für eine zeitliche Verkürzung der Vorbereitungen, dennoch gelang mit beiden Autos eine gewissenhafte Abstimmungsarbeit, um geeignete Setups für die zu erwartenden Bedingungen am Freitag im Qualifying und für das Rennen am Samstag zu treffen.

Mike Conway (TS050 HYBRID #7): „Wir hatten einen gemischten Tag, eine trockene und eine nasse Sitzung. Das ist eigentlich sehr nützlich, denn wir werden wahrscheinlich ein Regenrennen haben, aber das Qualifying sollte trocken sein. Bei Nässe ist es sehr knifflig da draußen, da die Sicht meist sehr schlecht ist, wenn es stark regnet. Von Eau Rouge bis zur Kurve fünf sieht man kaum, wo man hinfährt, was bei Vollgas nicht angenehm ist. Das Auto scheint gut zu liegen, aber ich denke, wir werden an diesem Wochenende mit starker Konkurrenz durch SMP rechnen müssen, da sie weiter mit ihrem High-Down-Force-Kit fahren. Wir müssen unser Rennen so gut wie möglich ausführen, gelingt das, können wir ein starkes Ergebnis erzielen.“

Kamui Kobayashi (TS050 HYBRID #7): „Mein Tag lief gut, aber das Wetter macht es schwierig zu beurteilen, wo alle in Bezug auf das tatsächliche Potenzial stehen. Wir werden sehen, was in den nächsten Tagen noch so passieren wird. Wir haben gerade versucht, das Auto auf alle Bedingungen abzustimmen, damit wir für alles bereit sind. Der Regen im zweiten Training machte es für alle schwierig, man sieht da draußen kaum etwas. Das Auto selbst fuhr sich gut, aber die Sicht ist überall ein großes Problem, wenn solche Mengen an Wasser auf der Strecke stehen.“

José María López (TS050 HYBRID #7): „Das erste Training war für mich in Ordnung und es war schön, ein wenig im Trockenen zum fahren zu kommen. Ich hatte ein gutes Gefühl und fühlte mich im Auto ziemlich wohl, konnte dank Verkehrsmanagement gute Rundenzeiten fahren. Im zweiten Training habe ich nur vier Runden gedreht, so dass ich nicht viel dazu lernte. Ich fuhr ganz zu Anfang raus und hatte ständig Aquaplaning, das war schon grenzwertig, so dass ich nach zwei Runden an Mike übergab. Ich stieg gegen Trainingsende noch einmal ins Auto und schon regnete es erneut, also waren es nicht eben optimale Bedingungen.“

Sébastien Buemi (TS050 HYBRID #8): „Es war eine wilde zweite Session mit all dem Regen, da war viel Wasser auf der Strecke. Es ist gut, dass wir in den beiden Sitzungen sowohl trockene, als auch nasse Bedingungen erlebt haben, denn das ist es, was wir für den Rest des Wochenendes erwarten. So haben wir gute Informationen über Reifen und Abstimmung bei allen Bedingungen sammeln können. Nun werden wir all diese Daten analysieren und uns gegenseitig anspornen, um ein weiteres gutes Ergebnis zu erzielen.“

Kazuki Nakajima (TS050 HYBRID #8): „Wir wussten, dass der Regen kommen würde, also versuchten wir in der ersten Sitzung bei trockenen Bedingungen so viele Runden wie möglich zu fahren. Auf dieser Strecke haben wir eine Menge Reifenverschleiß und ich übernahm das Auto, als die Reifen schon gut abgenutzt waren. Es war so nicht mehr so gut zu fahren, aber wir können aus diesen Informationen viel lernen. In der zweiten Sitzung ging es nur darum, bei nassen Bedingungen über die Runden zu kommen. Es erinnerte mich an 2015, als ich unter ähnlichen Bedingungen einen schweren Unfall hatte, umso mehr freue ich mich, die Sitzung frei von Dramen beendet zu haben.“

Fernando Alonso (TS050 HYBRID #8): „Dank diesem Wetter und den Abbrüchen war es kein normaler Trainingstag, aber das ist ja für alle gleich. Wir haben versucht, uns den Umständen anzupassen und das Auto für trockene und nasse Bedingungen abzustimmen, so dass wir auf sehr wechselhaftes Wetter im Laufe des Wochenende vorbereitet sind. Wir sollten unter beiden Bedingungen konkurrenzfähig sein, denn das Auto fuhr sich auch bei Nässe ganz gut. Wir versuchen bei der Abstimmung flexibel zu sein, da sich die Strecke ständig ändert, was das ganze für die Fans und uns interessant macht. Wir müssen jede Runde voll konzentriert und focussiert angehen.”

1. freies
Training
1.#17 SMP (Sarrazin/Orudzhev/Sirotkin)   1.56,264
Minute
21
Runden
2.#11 SMP (Aleshin/Petrov/Vandoorne)  
+1,972
Sekunde
29
Runden
3.#8 TOYOTA GAZOO Racing +2,478
Sekunden
40
Runden
4.#7 TOYOTA GAZOO Racing +2,613
Sekunden
31
Runden
5.#3 Rebellion (Berthon/Laurent/Menezes)     +2,842
Sekunden
33
Runden
6.#1 Rebellion (Jani/Lotterer/Senna) +4,171
Sekunden
29
Runden


2. freies
Training
1.#8 TOYOTA GAZOO Racing 2.19,483
Minute
26
Runden
2.#7 TOYOTA GAZOO Racing
+1,382
Sekunde
27
Runden
3.#11 SMP (Aleshin/Petrov/Vandoorne)
+1,946
Sekunde
24
Runden
4.1 Rebellion (Jani/Lotterer/Senna)+3,370
Sekunden
21
Runden
5.#3 Rebellion (Berthon/Laurent/Menezes)     +5,716
Sekunden
20
Runden
6.
#4 ByKolles (Dillmann/Webb/Ruberti)
+5,739
Sekunden
14
Runden