TOYOTA GAZOO RACING VOR BAHRAIN-WIEDERKEHR

TOYOTA GAZOO Racing bereitet sich auf eine Wiederkehr nach Bahrain und das letzte Rennen des Jahres vor, dem vierten Lauf zur FIA Langstrecken Weltmeisterschaft (WEC) 2019-2020.

Das Team tritt bei den 8 Stunden von Bahrain als Titelverteidiger an und ist in einer hervorragenden Ausgangslage, um sowohl die Fahrer- als auch die Team-WM erfolgreich zu verteidigen, dank zweier Laufsiege soweit und noch fünf ausstehenden Saisonläufen.

TOYOTA GAZOO Racing führt die WM-Tabelle mit 27 Punkten Vorsprung an, während die Crew des TS050 HYBRID Startnummer acht, nämlich Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima und Brendon Hartley, die Fahrerwertung mit nur drei Punkten Vorsprung auf die Teamkollegen Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López anführt, der Crew der Startnummer sieben.

Der Sieg von Rebellion Racing zuletzt in Shanghai kostete etwas von dem zuvor eingefahrenen Vorsprung in der WM, verdeutlichte andererseits die beispiellose Herausforderung, die in dieser Saison dem TS050 HYBRID bei seiner Abschiedsvorstellung in Sachen Effizienz abverlangt wird. So blieb in China lediglich der zweite Platz für die #8, gefolgt von der #7.

Im Vergleich zum letzten Auftritt in Bahrain im Jahr 2017 müssen die beiden TS050 HYBRID beim bevorstehenden Rennen auf Grund des erfolgreichen Handicap-Systems der WEC mit weniger Hybridleistung und weniger Kraftstoffzufuhr pro Runde auskommen, gleichzeitig werden sie mit Ballast antreten müssen. Als Tabellenführer erhält die #8 das maximale Erfolgshandicap einer theoretischen Verlangsamung um 2,72 Sekunden pro Runde aufgebürdet, der #7 immer noch ein Handicap von 2,51 Sekunden je Runde.

TOYOTA GAZOO Racing hat in der Vergangenheit auf dem 5,412 Kilometer langen und 15 Kurven umfassenden Bahrain International Circuit drei Gesamtsiege errungen, zuletzt beim letzten Besuch des Teams im Golfstaat Ende 2017 mit Sébastien, Kazuki und Anthony Davidson im TS050 HYBRID #8, damals deren fünfter Saisonsieg.

Erst zum zweiten Mal in der Geschichte der WEC – nach dem Sebring-Rennen im Vorjahr – wird das Samstagsrennen über eine Renndauer von acht Stunden ausgetragen. Der Start erfolgt um 15.00 Uhr Ortszeit, die Zielflagge wird um 23.00 Uhr geschwenkt werden.

Bei Tageslicht werden Lufttemperaturen um 25° Celsius erwartet, nach Sonnenuntergang werden die Temperaturen jedoch wahrscheinlich sinken. Daher ist der Wochenplan so konzipiert, dass die Teams unter allen möglichen Bedingungen zum fahren kommen. Das dreistündige freie Training am Donnerstag wird daher auf eine Sitzung bei Tag, und einer bei Nacht aufgeteilt.

Doch mit der Zielflagge Samstagnacht endet die Arbeit des Teams noch lange nicht. Nur elf Stunden später finden die WEC-Rookie-Testfahrten statt, Beginn am Sonntag um 10 Uhr. TOYOTA GAZOO Racing wird bei dieser Gelegenheit Thomas Laurent, Kenta Yamashita und Nyck de Vries die Möglichkeit geben, die beiden TS050 HYBRID zu fahren.

Danach steht ein weiterer wichtiger Termin im Golfstaat an, nämlich die offizielle WEC-Preisverleihung der Saison 2018-2019, die bereits im Juni in Le Mans ihren Abschluß fand. TOYOTA GAZOO Racing wird bei dieser Gelegenheit die Trophäe für den WM-Titel in der Teamwertung überreicht bekommen, ebenso Sébastien, Kazuki und Fernando Alonso ihre jeweiligen Trophäen.

Hisatake Murata, Teampräsident: „Wir sind bereit für Bahrain und freuen uns auf einen weiteren spannenden Kampf. Realistisch gesehen haben wir in Shanghai das bestmögliche Ergebnis erzielt, zu verlieren ist dennoch immer schmerzhaft. Umso motivierter sind wir, in Bahrain wieder die oberste Stufe des Podiums einzunehmen. Um den Sieg fahren zu können wird uns als Team fordern, wollen wir erneut die unglaubliche Effizienz des TS050 HYBRID demonstrieren. Obwohl wir ja erst in der Saisonmitte angelangt sind, ist dies das letzte Rennen des Jahres. Und jeder von uns wünscht sich, dass wir uns in Bahrain selbst ein frühes Weihnachtsgeschenk machen.“

Mike Conway (TS050 HYBRID #7): „Ich mag den Bahrain Circuit wirklich, der Streckenverlauf hat einen schönen Fluss und ich habe hier einige tolle Andenken gesammelt. Mein erstes WEC-Rennen in Bahrain habe ich 2014 gewonnen und war dort danach oft auf dem Podium gestanden. Es ist ein Acht-Stunden-Rennen und ich genieße diese längeren Veranstaltungen, da sie ereignisreicher sind, mehr Action, mehr Fahrdauer und einfach mehr Spaß aufkommt. Ich denke, ein längeres Rennen wird uns zudem in die Hände spielen.“

Kamui Kobayashi (TS050 HYBRID #7): „Ich genieße es, in Bahrain zu fahren, und das Samstagsrennen sollte interessant werden, da länger als üblich, und weil wir auch in der Dunkelheit fahren werden. Wir müssen unsere Arbeit gut erledigen und für die vollen acht Stunden das Maximum aus unserem Auto herausholen. Mal sehen, wo wir dann stehen. Ich hoffe, wir können ein starkes Ergebnis erzielen. Das Team hat vor zwei Jahren in Bahrain gewonnen, das ist auch dieses Mal unser Ziel.“

José María López (TS050 HYBRID #7): „Ich hoffe, dass es in Bahrain für uns besser laufen wird, als zuletzt in Shanghai. Ich gehe davon aus, denn die Strecke sollte die Effizienz unseres TS050 HYBRID besser zur Geltung bringen. Ich bin sicher, dass wir dort konkurrenzfähiger sein werden, also freue ich mich darauf. In Shanghai machten sich die Rebellion wirklich gut. Wir wussten, dass die Herausforderung durch die nicht-hybriden LMP1-Fahrzeugen immer größer sein würde und wir sind bereit für den Kampf in Bahrain.“

Sébastien Buemi (TS050 HYBRID #8): „Ich mag es, in Bahrain zu fahren, weil ich die Strecke und die Atmosphäre genieße, und einige meiner Familienmitglieder ja auch dort leben. Ich verbinde auch sehr gute Erinnerungen damit, denn ich errang 2013 meinen ersten WEC-Sieg in Bahrain und wurde ein Jahr später dort Weltmeister. Es ist zudem ein cooles Rennen, denn wir starten bei Tageslichtg und fahren dann in die Nacht hinein. Ich freue mich darauf.“

Kazuki Nakajima (TS050 HYBRID #8): „Ich bin zuversichtlich, dass wir in Bahrain konkurrenzfähiger sein werden, auch wenn es abermals alles andere als ein einfaches Rennen werden wird, da die Konkuerrenz erneut schnell sein wird. Meine frischestes Andenken an Bahrain ist der Sieg im letzten Rennen gegen Porsche 2017. Diesmal wird das Rennen länger dauern, aber hoffentlich können wir beim letzten Gastspiel des TS050 HYBRID in Bahrain das gleiche Ergebnis erzielen.“

Brendon Hartley (TS050 HYBRID #8): „Wir reisen mit der Führung in der Fahrerwertung an. Obwohl dies auch bedeutet, dass wir mit dem höchsten Erfolgshandicap auskommen müssen. Ich bin dennoch optimistisch, dass es ein spannendes Rennen wird und wir die Chance haben werden, um den Sieg zu fahren. Ich fühle mich im Team immer wohler und freue mich jedes Mal, wenn ich den TS050 HYBRID in seiner letzten Saison noch einmal fahren darf.“