TOYOTA RACING IN DER ERSTEN STARTREIHE

World Endurance ChampionshipTOYOTA Racing wird, nach einem turbulent verlaufenen Qualifying zum zweiten Lauf der FIA WEC Langstrecken Weltmeisterschaft bei wechselhaften Witterungsbedingungen, das 6-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps aus der ersten Startreihe in Angriff nehmen.

Der in der WM-Tabelle führende TS040 HYBRID von Anthony Davidson, Nicolas Lapierre und Sébastien Buemi mit der Startnummer 8 lag bis wenige Minuten vor Ende des Qualifying in Front und wird morgen vom zweiten Startplatz aus ins Rennen gehen.

Alex Wurz, Stéphane Sarrazin und Kazuki Nakajima werden mit der #7 vom vierten Startplatz aus ins Rennen gehen, nachdem beide Fahrzeuge etwa bei Trainings-Halbzeit von Regenreifen aus Slicks wechselten.

Wie schon im Vorjahr, verlangt das WEC-Quali-Format, dass zwei Fahrer eines jeden Autos mindestens zwei fliegende Runden absolvieren. Die Startposition ergibt sich dann aus dem Schnitt der beiden schnellsten Runden jedes Fahrers.

Stéphane und Kazuki qualifizierten die #7, wobei Stéphane gegen Trainingsende noch einmal ins Cockpi kletterte, um seine auf Intermediate-Reifen gefahrene Zeit zu verbessern.

Ähnlich verlief das Quali für die #8, Sébastien fuhr zu Anfang und gegen Ende seine Runden, während Anthony seine Runden nur auf Slicks fuhr.

Sébastien hielt bis zuletzt die Bestzeit, doch in der allerletzten Runde gelang dem Porsche #14 noch, diese Zeit zu unterbieten. TOYOTA Racing gratuliert Porsche zur ersten Pole Position im Prototypen-Sport der Neuzeit.

Die wechselhaften Witterungsbedingungen waren allerorten Tagesgespräch, schon zu den beiden jeweils 120 Minuten langen freien Trainingssitzungen prassselte der Regen über den Wäldern der Ardennen nieder.

Alle sechs Fahrer hatten die Chance die Strecke von Spa im Nassen zu befahren und die erste Sitzung endete mit der #7 auf dem zweiten Platz vor der #8 auf P3, wobei das Team die meisten Trainingsrunden des Feldes absolvierte.

Die zweite Sitzung lief in etwas milderen Bedingungen ab und das Team konnte dabei auch schon an der Trockenabstimmung arbeiten, während die Zeiten bei stetig abtrocknender Strecke purzelten.

Trotz zweier kurzer Trainings-Unterbrechungen per roter Flagge, konnten beide Fahrzeuge reichlich Runden abspulen, beide erneut mit über 40 Umläufen die geschäftigsten Teilnehmer und diesmal mit der #8 auf P2 und der #7 auf P3. Allein in den beiden Trainingssitzungen kam das Team so auf über 1.000 Km Distanz.

Der Start zum 6-Stunden-Rennen wird morgen um 14.30 Uhr erfolgen und bei TOYOTA Racing lautet die Zielsetzung, die WM-Führung auszubauen.

TS040 HYBRID #7 (Alex Wurz, Stéphane Sarrazin, Kazuki Nakajima)
Freies Training 1: P2 (2.015,415 Min.), 42 Runden
Freies Training 2: P4 (2.01,292 Min.), 41 Runden
Qualifying: P4 (2.03,177 Min. Schnitt)

Stéphane Sarrazin: „Ein seltsames Quali. Zweimal ins Auto zu klettern, ist bei diesem Format doch recht unüblich. Es war heute nicht einfach, bei dem Verkehr. Ich lief jedesmal an der ungünstigsten Stelle auf die LMP1-Autos auf und das kostete Zeit. Wir haben teilweise angegriffen, wie in einem Rennen. Aber so ist das eben: Manchmal ist man vorn, manchmal nicht. Es war einfach nicht mein Tag heute. Aber ich finde, das Auto macht einen starken Eindruck. Wir bereiten uns nun auf einen spannenden Kampf morgen vor.“

Kazuki Nakajima: „Eine ungewöhnliche Quali-Sitzung war das heute, die Bedingungen waren knifflig und es war nicht einfach, einen guten Rythmus zu finden. Ich spulte bei abtrocknender Strecke meine Runden mit Slick-Reifen ab, da zu dem Zeitpunkt, als ich von Stéphane übernahm, es schon trocken genug war. Ich kam nicht auf sehr gute Zeiten, aber Stéphane konnte sich später erheblich verbessern und Vierter ist ja nicht so schlecht. Ich denke, wir werden im Rennen dennoch um den Sieg kämpfen können – hoffe ich zumindest.“

TS040 HYBRID #8 (Anthony Davidson, Nicolas Lapierre, Sébastien Buemi)
Freies Training 1: P3 (2.15,467 Min.), 40 Runden
Freies Training 2: P2 (2.00,638 Min.), 44 Runden
Qualifying: P2 (2.01,836 Min. Schnitt)

Anthony Davidson: „Ich habe gemischte Gefühle und bin enttäuscht, dass wir die Pole Position nicht geholt haben, nachdem wir die meiste Zeit an der Spitze der Zeitenliste erschienen waren. Aber wir taten unser Bestes und kamen unter diesen Bedingungen doch gut zurecht. Sébastien übernahm gegen Ende noch einmal das Auto und verbesserte die Durchschnittszeit. Wir waren sicher, dass wir alles erdenkliche getan hatten, wenn man dann so knapp unterliegt, dann tut das weh. Aber morgen gibt es die fetten Punkte und die Pokale, also konzentrieren wir uns nun darauf.“

Sébastien Buemi: „Ich bin ein bißchen enttäuscht, denn wir wollten unbedingt die Pole. Porsche leistete gute Arbeit und sie verdienen die Glückwünsche. Jetzt schauen wir auf morgen, von der ersten Startreihe aus zu starten ist schon mal gut und wir werden so viel Druck machen, wie es nur geht. Bis zum letzten Moment wurde um die Pole gekämpft und es ist schon etwas schade, wenn man sie schon in Reichweite hat und sie einem in den letzten Sekunden doch noch entrissen wird. Aber das Rennen ist es, worum es hier geht.“