TOYOTA RACING TRETEN ALS WM-FÜHRENDE IN LE MANS AN

Le Mans TestTOYOTA Racing reist gut vorbereitet zum Circuit de la Sarthe mit dem Ziel, die 24 Stunden von Le Mans (14. -15. Juni), dem Höhepunkt der FIA WEC Langstrecken Weltmeisterschaft, zu gewinnen.

Bei den beiden voran gegangenen Auftritten in Le Mans durchlief das Team einen eindrucksvollen Entwicklungsprozess, der zum aktuellen, 1.000 PS starken TS040 HYBRID führte, der beide WM-Läufe zur diesjährigen FIA WEC-Saison gewinnen konnte, folglich sind die Erwartungen für Le Mans entsprechend hochgesteckt.

Diese Siege bei den jeweils sechsstündigen Rennen in Silverstone und Spa-Francorchamps brachten dem Team einen Vorsprung in der Tabelle von satten 48 WM-Punkten ein und in Le Mans will man den Vorsprung, trotz der starken Konkurrenz durch Audi und Porsche, weiter ausbauen.

TOYOTA Racing wird auch in Le Mans mit zwei TS040 HYBRID antreten und allermodernste Hybrid Technologie vorführen, die deutlich mehr Power bei um 25% geringerem Verbrauch gegenüber 2013 ermöglicht.

Die beiden Elektromotoren, jeweils einer an Vorder- und Hinterachse, leisten bei Einsetzen der aus Kondensatoren abgerufenen Energie 480 PS. Weitere 520 PS bringt der neu für 2014 entwickelte 3,7-Liter-Benzin-Saugmotor auf die Hinterräder.

Alex Wurz, Stéphane Sarrazin und Kazuki Nakajima fahren die Startnummer 7, im Vorjahr auf P4 im Ziel, während die #8, 2013 immerhin Zweite, heuer von Anthony Davidson, Nicolas Lapierre und Sébastien Buemi pilotiert wird.

Alle sechs Fahrer nahmen am vergangenen Sonntag den 13,629 Km langen Circuit de la Sarthe, der Teils aus permanenter Rennstrecke und dazu aus abgesperrten öffentlichen Strassen besteht, unter die Räder.

Als echtes Langstrecken-Rennen, hält Le Mans doch sehr viel mehr bereit, als das reine 24-Stunden-Rennen. Insgesamt steht den Fahrern ganze 35 Stunden Fahrzeit bevor, beginnend mit einer vierstündigen Trainingssitzung, die am Mittwoch, dem 11. Juni, um 16.00 Uhr beginnt und der das zweistündige erste Zeittraining um 22.00 Uhr folgt.

Das Zeittraining setzt sich mit einem paar zweistündigen Sitzungen am Donnerstag um 19.00 und 22.00 Uhr fort. Der Startplatz wird übrigens anhand der absolut schnellsten Rundenzeit jeden Fahrzeugs aus allen drei Sitzungen ermittelt.

Die traditionelle Fahrerparade in der Stadtmitte wird auch heuer den Fans am Freitagnachmittag die Chance geben, die Fahrer aus der Nähe zu sehen, bevor das Rennen mit dem Warm-up um 9.00 Uhr am Samstagmorgen eingeläutet wird, der Start findet dann um 15.00 Uhr statt.

TOYOTA Racing tritt heuer zum dritten Mal in Le Mans an, doch TOYOTA-Autos treten bereits zum 16. Mal beim Klassiker an. Die erste der 15 bisherigen Teilnahme datiert aus dem Jahr 1985, 40 unterschiedlichster Fahrzeuge fuhren mit, bislang war ein zweiter Platz (1992, 1994, 1999 & 2013) das beste Resultat.

Yoshiaki Kinoshita, Team President: „Die Reise mit dem TS040 HYBRID begann schon vor einem Jahr, nämlich nach Le Mans 2013, und seither hat jeder im Team großen Einsatz eingebracht. Das ganze Team hat extrem hart gearbeitet, damit wir heuer bereit sind und wir glauben alles getan zu haben, um für die Herausforderung Le Mans gerüstet zu sein. Wir reisen mit einem einzigen Ziel im Visier an: Zu siegen. Viele Faktoren liegen nicht in unserem Einfluß, etwa die Leistung unserer Konkurrenten, Glück und das Wetter – doch unsere Hausaufgaben haben wir gemacht, jetzt müssen wir das während der Woche auch umsetzen. Nach dem Comeback von Porsche ist es umso schwieriger geworden einen Sieg in Le Mans zu erringen, andererseits wäre ein solcher Erfolg umso schöner.“

Pascal Vasselon, Technical Director: „Wir sind besser vorbereitet, als wir das 2012 und 2013 waren. Wir bedauern nichts, es ist aber – aus nachvollziehbaren Gründen – auch unmöglich sich nun siegesgewiß zu geben. Das sind einfach zu viele Dinge außerhalb unserer Kontrolle, von den Risiken im Überrundungsverkehr während dieser 24 Stunden gar nicht zu sprechen, der individuellen Leistungen und die Tatsache, dass wir gegen Konkurrenz antreten, die seit Spa auch nicht tatenlos geblieben ist. Le Mans ist eine so ganz andere Rennstrecke im Vergleich zu den anderen Saison-Läufen und darauf muss man sich entsprechend vorbereiten. Die absolute Höchstgeschwindigkeit ist hier wichtiger als sonstwo und wir müssen die Reifen- und Betankungsstrategie sorgfältig planen, um den besten Kompromiss zwsichen Standzeiten an der Box und Rundezeiten auf der Strecke zu finden. Dennoch, dank den beiden Siegen in den beiden ersten WM-Läufen heuer, stehen wir da, wo wir auch sein wollten und entsprechend freuen wir uns auf das Rennen.“

Alex Wurz (TS040 HYBRID #7): „Ich kann es kaum noch erwarten, dass es losgeht, wir alle warten schon das ganze Jahr auf diesen Moment. Le Mans ist mit nichts anderem vergleichbar, weil es einen ultraschnellen Rundenschnitt hat und es nicht wirklich Auslauffläche gibt, vor allem in den Waldabschnitten und in den Porsche-Kurven. Ich erwarte, dass das ein hartes Rennen werden wird, denn das ist in Le Mans immer so, aber ich verspreche mir heuer viel davon. Wir werden um diesen Sieg kämpfen müssen, denn nur das zählt. Wenn ich schon aufs Podest fahre, dann auch aufs oberste Treppchen. Doch Le Mans ist andererseits unberechenbar, also müssen wir unsere Arbeit Schritt für Schritt ordentlich erledigen und darum kämpfen.“

Stéphane Sarrazin (TS040 HYBRID #7): „Le Mans ist für mich das absolute Highlight des Jahres. Einen LMP1 in Le Mans zu fahren, ist ein unglaubliches Erlebnis. Die sind so schnell, einfach ein Traum. Als Rennfahrer ist man jedes mal aufs neue ganz begeistert von dieser Strecke, im Vergleich zu anderen etwas ganz besonderes. Ich freue mich daher sehr auf die Rennwoche. Wir haben uns gut vorbereitet, das Team, die Fahrer, Mechaniker, alle sind bereit. Ich finde, heuer ist unser Auto herausragend, so gut, ich bin daher sicher, dass wir gute Chancen haben. Ich werde mein Bestes geben, um uns an die Spitze zu bringen.“

Kazuki Nakajima (TS040 HYBRID #7): „Für mich ist es die dritte Teilnahme an Le Mans, also habe ich nun etwas mehr Erfahrung. 2012 war ich völlig unerfahren, im Vorjahr wussten wir, dass es sehr schwer werden würde, doch heuer ist das alles anders. Wir fühlen uns bestens vorbereitet und haben bei den ersten beiden Rennen gute Leistungen gezeigt. Ich empfinde mich heuer als sehr viel besser für die Herausforderung, dieses Rennen gewinnen zu wollen, vorbereitet, ich bin nicht so gestresst und insgesamt gelassener. Ich gehe daran heran, wie an jedes andere Rennen auch, meine Vorbereitung ist sehr ähnlich zu jener für andere Rennen und ich denke, das ist ein gutes Zeichen.“

Anthony Davidson (TS040 HYBRID #8): „Ich bin bei TOYOTA eingestiegen, um Le Mans zu gewinnen, das war mein Ziel von dem Moment an, als ich in den Langstreckensport einstieg. Heuer, denke ich, sind wir dafür in einer guten Ausgangslage und ich wäre sehr enttäuscht, sollten wir nicht in der Lage sein beim großen Rennen um den Sieg zu fahren, insbesondere nach den ersten beiden Rennen. Aber in Le Mans weiß man ja nie. Auch mit dem schnellsten Auto hast du keinerlei Garantien. Ich werde mein bestes tun die Leistung vom Vorjahr abzuliefern, denn ich denke das war da schon die beste Art und Weise das Wochenende anzugehen. Dann werden wir ja sehen, wo wir am Ende stehen.“

Nicolas Lapierre (TS040 HYBRID #8): „ Le Mans dürfte wohl die Rennstrecke sein, die mir als Rennfahrer am meisten Spaß macht. Ich kenne hier jeden Zentimeter und jedesmal, wenn ich nach Le Mans zurückkehre, ist das für mich immer etwas ganz besonderes. Das hier hat so seine Eigenheiten, die Strecke ist so völlig anders, als alle anderen, das ist zwangsläufig speziell. Hier als WM-Führender anzureisen und mit dem Wisssen, das man ein großartiges Auto zu haben, da hat man logischerweise Ambitionen zu siegen. Das hier ist jedoch kein simples Autorennen, die 24 Stunden von Le Mans ringt einem ab, bescheiden zu bleiben. Auch wenn wir alles bestens vorbereitet haben, man muß immer mit dem Unerwarteten rechnen.“

Sébastien Buemi (TS040 HYBRID #8): „Dies ist größte Veranstaltung des Jahres, hier kann allesmögliche passieren. Der Druck auf dem ganzen Team ist enorm. Auch wenn wir um die WM fahren, das wichtigste Rennen des Jahres ist nun einmal Le Mans und jeder arbeitet hart auf dieses Rennen hin. Es ist schwierig, aber will man siegen, dann muss man sich um jedes Detail kümmern. Die Zielsetzung ist natürlich klar, nämlich Le Mans zu gewinnen, doch niemand kann vorhersehen, wie das Rennen sich entwickeln wird. Es ist ein langes und hartes Rennen, das immer Überraschungen bereit hält, wir werden daher unser Bestes geben und am Ende werden wir sehen, wo wir stehen. Ich werde jedenfalls auf die mittlere Sprosse des Podests hinarbeiten.“

TOYOTA Racing in Le Mans:
2012 #7: Qualifying P5; Ausfall im Rennen (Motorschaden). #8: Qualifying P3; Ausfall im Rennen (Unfall)
2013 #7: Qualifying P5; P4 im Rennen. #8: Qualifying P4; P2 im Rennen.