VIEL ARBEIT FÜR TOYOTA GAZOO RACING IN DER HITZE VON TEXAS

TOYOTA GAZOO Racing schloss einen arbeitsreichen ersten Veranstaltungstag in der Hitze des texanischen Austin ab. Hier wird an diesem Wochenende das Sechs-Stunden-Rennen des Circuit of the America ausgetragen, zugleich der sechste Lauf zur FIA Langstrecken Weltmeisterschaft (WEC) 2017.

Der TS050 HYBRID mit der Startnummer sieben von Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López war heute der schnellere der beiden TOYOTA und beendete die beiden 90-minütigen Trainingssitzungen letztlich auf Position drei, 0,959 Sekunde hinter der Tagesbestzeit des Porsche Nummer eins zurück.

Der TS050 HYBRID Nummer acht mit Sébastien Buemi, Stéphane Sarrazin und Kazuki Nakajima beendete den ersten Trainingstag auf Rang vier.

Stéphane tritt bei diesem WM-Lauf als Ersatzmann für den einmalig abwesenden Anthony Davidson an und hat somit als einziger Fahrer des Teams alle drei in dieser Saison eingesetzten TS050 HYBRID bewegt. In Spa-Francorchamps hatte er bereits die #9 und in Le Mans die #7 gefahren.

Zwar hat Stéphane bislang nur Erfahrung mit der Minimalabtrieb-Version des TS050 HYBRID, was zur Folge hatte, dass er sich im ersten freien Training erst mit der Maximalabtrieb-Variante vertraut machen musste. Dafür kennt der Routinier die Strecke von Austin umso besser, hat er doch 2013 und 2016 hier Podiumsplätze für das Team errungen.

Während der freitäglichen Trainings arbeitete das Team eine lange Aufgabenliste durch, um das Auto optimal auf die Anforderungen der 5,513 Kilometer langen Rennstrecke und die dort herrschende Hitze vorzubereiten.

Die Temperaturen reichten von 30 Grad Celsius bis 34° zum Ende der zweiten Sitzung, also etwa das, was auch für das verbleibende Wochenende erwartet wird. Daher wurde vor allem ein Augenmerk auf Performance und Verschleiß der unterschiedlichen Reifenvarianten gelegt.

Dazu wurden unterschiedliche Abstimmungsvarianten der Aerodynamik sowie des Fahrwerks miteinander verglichen, wobei die Ingenieure zudem die Feinabstimung der Hybrid-Rückgewinnung und -Leistungsabgabe dahin gehend verfeinerten, dass der 1.000 PS starke Antriebsstrang optimal genutzt werden kann.

Von einem platten Reifen im ersten freien Training abgesehen liefen dabei beide Fahrzeuge zuverlässig, was bei der umfangreichen Datenacquise hilfreich war und zu wichtigen Erkenntnisse verhalf, um die heute eher konservativen Rundenzeiten morgen zu verbessern.

TS050 HYBRID #7 (Mike Conway, Kamui Kobayashi, José María López)

1. freies Training: P4 (1.49,314 Minute), 38 Runden

2. freies Training: P3 (1.46,819 Minute), 43 Runden

Mike Conway (TS050 HYBRID #7): „Die Balance des Autos war heute etwas schwierig, das erwies sich als unser wesentliches Problem. Wir müssen das lösen, dann werden auch die Rundenzeiten besser und alles sieht gleich positiver aus, da bin ich sicher. Entscheidend wird der Reifenverschleiß sein, einen doppelten Stint fahren zu können, ohne dass die Reifen zu stark abbauen, das wird wichtig sein.”

Kamui Kobayashi (TS050 HYBRID #7): „Ich mag diese Strecke sehr, vor allem die schnellen Passagen, wo der Abtrieb der LMP1-Autos so richtig zur Geltung kommt. Das Training verlief OK, war aber auch kein berauschender Auftakt. Wir versuchen das Auto weiter zu verbressern und verschiedene Dinge testen. Es wurde allmählich besser, aber es gibt Bereiche, die es noch zu verbessern gilt.”

José María López (TS050 HYBRID #7): „Ich bin hier erstmals gefahren, also war es eine Lernstunde für mich, aber ich liebe diese Strecke bereits. Was unsere Performance heute angeht, so waren wir immerhin auf Anhieb besser als in Mexiko. Wir haben noch viel Arbeit vor uns, denn das Auto war alles andere als einfach zu fahren. Wir werden weiter daran arbeiten und das Auto möglichst konkurrenzfähig abstimmen.”

TS050 HYBRID #8 (Sébastien Buemi, Stéphane Sarrazin, Kazuki Nakajima)

1. freies Training: P3 (1.48,584 Minute), 34 Runden

2. freies Training: P4 (1.48.839 Minute), 44 Runden

Sébastien Buemi (TS050 HYBRID #8): „Schwer zu sagen, wo wir im Vergleich zu Porsche stehen, von den heutigen Verhältnissen ausgehend, sind wir gewiss nicht schneller als sie. Ich hoffe, dass wir morgen schneller sind, damit wir einen guten Zweikampf liefern können. Die Strecke ist ein wenig anders als im Vorjahr, sie hat jetzt mehr Bodenwellen, auch darauf müssen wir uns noch einstellen.”

Stéphane Sarrazin (TS050 HYBRID #8): „Es ist wunderbar wieder im Auto sitzen zu dürfen, auch wenn wir gegenüber den Porsche noch etwas im Nachteil sind. Es hat mir Freude bereitet wieder mit diesem Team und auch mit Sébastien und Kazuki arbeiten zu können. Wir arbeiten auf das Rennen hin und optimieren noch alles. Wir werden unser bestes geben und dann werden wir ja sehen, was wir erreichen können.”

Kazuki Nakajima (TS050 HYBRID #8): „Es war ein sehr heißer erster Tag und auf dieser Strecke zu fahren hat viel Spaß gemacht. Das Auto fährt sich sehr schön, wir haben hier mehr Grip als in Mexiko und die Balance war recht gut. Dennnoch kommen wir nicht auf Zeiten. Wir müssen uns ranhalten und für das Rennen ein höheres Tempo anstreben.”

Ergebnis 1. Freies Training:
1. #2 Porsche (Bernhard/Bamber/Hartley) 1.48,124 Minute 30 Runden
2. #1 Porsche (Jani/Lotterer/Tandy) +0,145 Sekunde 32 Runden
3. #8 TOYOTA GAZOO Racing    +0,460 Sekunde 34 Runden
4. #7 TOYOTA GAZOO Racing +1,190 Sekunde   
38 Runden
5. #26 G-Drive (Rusinov/Thiriet/Lynn) +7,275 Sekunden   37 Runden
6. #28 TDS Racing (Perrodo/Vaxiviere/Collard) +7,584 Sekunden 39 Runden

 

Ergebnis 2. Freies Training:
1. #1 Porsche (Jani/Lotterer/Tandy) 1.45,869 Minute 36 Runden
2. #2 Porsche (Bernhard/Bamber/Hartley) +0,541 Sekunde 35 Runden
3. #7 TOYOTA GAZOO Racing    +0,959 Sekunde 43 Runden
4. #8 TOYOTA GAZOO Racing +2,979 Sekunden 44 Runden
5. #31 Rebellion (Canal/Prost/Senna) +8,741 Sekunden 36 Runden
6. #13 Rebellion (Beche/Heinemeier Hansson/Piquet) +8,910 Sekunden 31 Runden