DAS ENDE EINER ÄRA IN BAHRAIN

Toyota Hybrid Racing World Endurance Championship. 6 Hours of Bahrain. 12th-15th November 2014. Bahrain International Circuit, Bahrain.

TOYOTA GAZOO Racing verabschiedet sich am kommenden Wochenende bei den Sechs Stunden von Bahrain, dem letzten Lauf zur World Endurance Championship 2015 (WEC), sowohl von Fahrer Alex Wurz, der seine Karriere beendet, als auch vom zweifachen Weltmeister-Auto, dem TS040 HYBRID.

Der allradgetriebene, 1.000 PS starke Hybrid-Prototyp mit der Startnummer 1 markiert mit seinem 16. Renneinsatz das Ende einer Ära, nachdem das Fahrzeug 2014 die Fahrer- und Konstrukteurswertung gewinnen konnte.

Dieser Wagen wird in Bahrain von Anthony Davidson, Sébastien Buemi und Kazuki Nakajima pilotiert, während das Fahrzeug mit der Nummer 2 von Alex, Stéphane Sarrazin und Mike Conway gefahren wird, in einem Rennen, welches bei Tag startet und nach Sonnenuntergang endet.

Wie vergangene Woche verlautbart, wird Bahrain Alex’ letztes Rennen sein. In seinen vier Saisons mit dem Team spielte er eine zentrale Rolle sowohl bei der technischen Entwicklung als auch im Teambuilding, um die besonderen Anforderungen im Langstreckensport zu meistern.

Vor dem anstehenden Rennwochenende nahm Alex an 27 WEC Rennen für TOYOTA teil, gewann davon fünf und stand insgesamt elfmal auf dem Podium.

Seinen bislang letzten Sieg feierte er in Bahrain vor einem Jahr, zusammen mit Stéphane und Mike. Alex war somit bisher, ebenso wie Anthony und Sébastien, fünfmal siegreich, so oft wie sonst niemand für TOYOTA in der WEC.

Bahrain ist ebenfalls ein besonderer Ort für den TS040 HYBRID, denn hier errangen Anthony und Sébastien im vorigen Jahr die Fahrermeisterschaft. Insgesamt siegte TOYOTA zweimal bei drei Auftritten in Bahrain.

Obwohl der Ort nicht passender sein könnte, um Fahrer und Wagen zu verabschieden, scheint ein weiterer Sieg, betrachtet man die entsprechenden Leistungen von Audi und Porsche, recht unwahrscheinlich. Nichtsdestotrotz ist das Team entschlossen, die Ära des TS040 HYBRID auf positive Weise zu beenden.

Seit seinem ersten Rennen im April 2014 in Silverstone siegte der TS040 HYBRID fünfmal und fuhr drei Doppelsiege heraus. Insgesamt stehen 13 Podiumsplätze und vier Starts von der Pole-Position zu Buche, darunter bei den 24 Stunden von Le Mans 2014.

Das Rennen am Wochenende wird am Samstag um 15:00 Uhr Ortszeit gestartet. In Vorbereitung darauf finden am Donnerstag um 15.15 Uhr und 19:30 Uhr zwei Traingsläufe, sowie ein dritter am Freitag um 11:00 Uhr statt. Das Qualifying beginnt, ebenfalls am Freitag, um 17:30 Uhr.

Toshio Sato, Team President: “Seit dem Beginn in 2011 war Alex ein fundamentaler Teil unseres Teams. Ich möchte ihm meinen aufrichtigen Dank sagen für seine Beteiligung an unserem WEC -Projekt; sein technischer Input, seine Motivation und Fähigkeiten waren von unschätzbarem Wert für uns. Es ist traurig, dass nun das letzte Rennen für den TS040 HYBRID ansteht, denn wir hatten ein fantastisches Jahr 2014 mit dem Auto. Aber das Ende dieser Ära markiert zugleich den Beginn einer neuen, denn wir arbeiten in Köln und Higashi-Fuji bereits hart an der Entwicklung unseres nächsten Herausforderers. Ich hoffe, dass wir im letzten Rennen mit Alex und dem TS040 HYBRID ein Zeichen setzen werden und ich weiß, dass alle im Team dafür arbeiten.“

Anthony Davidson (TS040 HYBRID #1): “Ich erinnere mich gerne daran, als Sébastien und ich vor einem Jahr die Fahrerweltmeisterschaft in Bahrain gewannen, dies ist also eine besondere Strecke für mich. Genau wie in Austin ist es für gewöhnlich ziemlich heiß in Bahrain und darum nicht gerade einfach für die Fahrer und die Boxencrew. Wir waren immer gut hier und haben 2013 und 2014 gewonnen. Dieses Jahr wird es wohl anders laufen, aber trotzdem wollen wir zum Ende der Saison aufs Podium und werden nicht aufgeben.“

Sébastien Buemi (TS040 HYBRID #1): “Bahrain ist eine Strecke die ich gut kenne und wirklich mag. Auch ich habe die besten Erinnerungen daran, als wir dort die WM geholt haben und ich freue mich darauf, zurückzukommen. Wir wissen, dass es ein schweres Wochenende wird und dass wir keine Hilfe vom Wettergott erwarten dürfen, da es hier fast immer trocken ist. Über das ganze Jahr hinweg haben sich die Rundenzeiten im Vergleich zum Vorjahr verbessert, es wird also interessant zu sehen, was unser Auto auf dieser Piste leisten kann.“

Kazuki Nakajima (TS040 HYBRID #1): “Ich habe in der LMP1 bisher nur ein Rennen in Bahrain bestritten, das war 2013, aber ich bin einige Rennen in anderen Klassen hier gefahren, darum kenne ich die Strecke ziemlich gut. Normalerweise ist das Wetter hier kein großer Faktor, aber ich erinnere mich daran, dass es regnete, als ich hier zum ersten Mal in der GP2 angetreten bin. Das war wirklich eine große Überraschung. Darauf werde ich am kommenden Wochenende aber sicher nicht hoffen können. Doch ganz egal, ich werde alles geben. Ich will ein gutes Resultat für das Team erzielen, welches das ganze Jahr so hart gearbeitet hat.“

Alex Wurz (TS040 HYBRID #2): “Das letzte Rennen des Jahres kam viel schneller als ich dachte, aber ich freue mich auf Bahrain. Ich mag dieses Rennen aber nicht nur wegen der wärmeren Temperaturen und weil hier eines meiner Lieblingsrestaurants ist, sondern auch, weil ich diese Strecke einfach liebe. Wir können natürlich nicht erwarten, dass Audi und Porsche in ihren Leistungen nachlassen werden, aber ich bin trotzdem total motiviert und angriffslustig.“

Stéphane Sarrazin (TS040 HYBRID #2): “Mir gefällt die Strecke von Bahrain und in der Vergangenheit war ich wirklich gut dort. Ich habe meine beiden Siege mit TOYOTA in der WEC hier eingefahren und darum viele schöne Erinnerungen. Wir wissen, dass wir in diesem Jahr nicht auf demselben Level fahren wie Audi und Porsche, darum wird es schwer, anzugreifen. Aber unser Job ist es, das Maximum aus dem Wagen herauszuholen und genau das werden wir tun. Ich hoffe, dass wir ein gutes Resultat für Alex in seinem letzten Rennen erzielen werden.“

Mike Conway (TS040 HYBRID #2): “Ich mag Bahrain und es wird immer ein besonderer Ort für mich bleiben, weil ich hier mein erstes WEC-Rennen gewonnen habe. Es ist eine von nur zwei Strecken in diesem Jahr, zu der ich mit jeder Menge Rennkilometern in einem LMP1-Auto komme. Das macht es natürlich einfacher, da ich die Piste nicht mehr kennenlernen muss, darum freue ich mich auf das Wochenende. Weil es das letzte Rennen des Jahres ist, möchte ich mich beim Team bedanken, das, trotz aller Schwierigkeiten, immer alles gegeben hat. Ich hoffe wir erzielen ein starkes Resultat, vor allem für Alex.“