24 STUNDEN VON LE MANS – 2. UPDATE

TOYOTA GAZOO Racing hält bei Halbzeit der 87. Ausgabe des 24-Stunden-Rennens von Le Mans, dem Finallauf zur FIA Langstrecken Weltmeisterschaft (WEC) 2018-2019, eine überlegene Doppelführung.

Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López im TS050 HYBRID Startnummer sieben führten nach zwölf Stunden Rennbetrieb das Feld weiterhin vor den Vorjahressiegern Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima und Fernando Alonso in der Nummer acht an, die ihren Teamkollegen – die beiden Autos nur um 8,6 Sekunden getrennt – allerdings ein spannendes Rennen an der Spitze liefern. Der nun auf Platz drei fahrende Rebellion #3 liegt bereits zwei Runden zurück.

Während der ersten sechs Stunden hatte der TS050 HYBRID #7 von der Pole Position aus die Führung auf die #8 an diesem warmen, trockenen Sommer-Nachmittag problemlos ausgebaut, doch die siebte Rennstunde brachte dann etwas Bewegung ins Rennen an der Spitze und zwang das Team, schnell auf wechselnde Wetter- und Rennbedingungen zu reagieren.

Ein kurzer Schauer und dadurch reduzierter Grip sorgte für erhöhte Reifentemperaturen, so dass Kazuki nach 98 Runden einen Reifenwechsel vorzog, als stellenweise Gelbphasen einen Stopp begünstigten. José in der #7 zog gleich nach, aber während seines Stopps war die Strecke bereits wieder freigegeben, so dass er durch den Stopp Zeit auf das nun ungebremst um den Kurs eilende Schwesterauto verlor und die Führung einbüßte.

Doch schon bald führte eine Safety Car-Phase die #7 direkt ans Heck der führenden #8 heran und es dauerte nicht lange, bis José Kazuki überlistete und so die Führung zurück eroberte. Doch die Führungsarbeit währte dieses Mal nicht lange, ein Ausflug durchs Kiesbett am Ende der Mulsanne-Geraden kostete einige Sekunden und spielte Kazuki wieder die Führung zu.

Beim nächsten Fahrerwechsel, zu Beginn der neunten Rennstunde, übernahm Mike zwar erneut die Führung, aber Sébastien, der zwei Runden zuvor von Kazuki übernommen hatte, folgte dichtauf – was bis zur zehnten Rennstunde so blieb. Eine größere Lücke entstand erst, als beide TS050 HYBRID getrennt voneinander ihre Routinestopps absolvierten, zwischenzeitlich aber ein GT-Fahrzeug verunfallte. Dadurch kamen die beiden TOYOTA hinter unterschiedlichen Safety Cars wieder auf die Strecke, was der #8 eine Minute Rückstand einbrockte.

Während eine unglückliche Safety Car-Phase die #8 benachteiligte, drehte der nächste Einsatz des Führungsfahrzeugs beim nächsten Stint den Spieß wieder um. Sébastien hatte bei regulärem Rennbetrieb seinen Routine-Tankstopp absolviert, dafür wurde nun Mike zwei Runden später hinter dem Safety Car aufgehalten, was die Führung wieder auf null reduzierte und die #8 erschien erneut direkt hinter dem Schwesterauto auf Platz zwei.

Das Duell dieser beiden setzte sich über die Rennhälfte hinweg fort, wobei Kamui in der #7 die Führung gegenüber Fernando in der #8 allerdings auf 12 Sekunden Vorsprung ausbauen konnte.

José María López (#7 TS050 HYBRID): „Mein Stint war in Ordnung, aber ich bin ein wenig enttäuscht. Wir verloren anderthalb Minuten durch eine Safety Car-Phase und durch eine Slow-Zone. Es war ein schöner Kampf mit der #8 und ich konnte mich allmählich absetzen, bis ich von der Ideallinie abkam. Ich hatte ein wenig mit den Reifen zu kämpfen und es dauerte ein paar Runden, bis sich das Auto wieder normal fahren ließ. Ich habe dann etwas weniger Druck gemacht. Es ist ein knappes Rennen und es wird auch in der zweiten Rennhälfte ein guter Zweikampf bleiben, da bin ich mir sicher.“

Kazuki Nakajima (#8 TS050 HYBRID): „Während meines Stints war eine ganze Menge los und der Abstand zwischen uns und unserem Schwesterauto pendelte mit jeder Safety Car-Phase und Slow-Zone hin und her. Ich blieb einfach konzentriert und beschränkte mich darauf meinen Stint sauber und risikofrei zu absolvieren. Der Abstand ist im Moment relativ klein und da kann noch viel passieren, es liegt noch immer eine lange Renndauer vor uns, aber ich bin recht zufrieden damit, wie es soweit für uns verlaufen ist.“