Was die Fahrer sagen: Während dem Rennen

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Dieses Mal geben uns die Fahrer von TOYOTA Racing einen einzigartigen Einblick hinter die Kulissen von Le Mans, und zwar in jene Momente, wenn sie nicht am Steuer sitzen.

Alex: Ich habe in Le Mans keine bestimmte Gewohnheiten. Ich mag es möglichst viel zu relaxen. Manchmal schlafe ich, manchmal nicht. Es hängt auch ein wenig davon ab, wie das Rennen sich entwickelt. Auf jeden Fall lässt man den Dingen ihren Lauf. Wichtig ist, dass man gut vorbereitet ist. Man muss optimal genährt und mit der richtigen Flüssigkeilt einsteigen, denn wenn man da schon schlecht aufgelegt beginnt, bekommt man später im Rennen Probleme.

Stéphane: Ich bin nicht so verschlafen wir Nico oder Kazuki. Ich mag während dem Rennen nur eine oder zwei Stunden schlafen. Ansonsten unterhalte ich mich mit den Ingenieuren, lasse mich massieren oder schaue mir das Rennen im TV an. Ich bin immer bereit, notfalls sofort ins Auto zu hüpfen, sollte das erforderlich sein.

Kazuki: Im Vorjahr hatten wir fast acht Stunden Zeit zwischen den Stints. Normalerweise setzt man sich nach dem eigenen Stint mit den Ingenieuren zusammen, ich ziehe mich dann um, lasse mich massieren und dann, je nach Uhrzeit, versuche ich etwas zu schlafen. Naja, um ehrlich zu sein, habe ich jedes Mal geschlafen, egal zu welcher Uhrzeit! Auch was das betrifft, lerne ich noch dazu, wie man es am besten angeht, um nachher frisch zu sein: So lange wie möglich schlafen, oder nur ein kurzes Nickerchen. Bislang habe ich den Wecker so gestellt, dass ich 90 Minuten vor meinen nächsten Einsatz aufwache. Ich wärme mich dann etwas auf und, da ich Kontaktlinsen trage, wasche ich mein Gesicht gründlich und setze neue Linsen ein. Ich informiere mich anschliessend, wie das Rennen läuft und stehe dann bereit.

Anthony: Das läuft jetzt ganz gut ab. Im Vorjahr hatten wir bereits ein recht gutes System, bei dem jeder Fahrer vier Stints im Auto bleibt. Ich denke, wir werden heuer daran festhalten und den Fahrern abseits des Cockpits viel Zeit zum Erholen zu geben. Ich fand es physisch und psychisch weniger anstrengend im Vorjahr. So eine lange Pause zu haben, wenn man nicht selbst fährt, ist sehr angenehm, man erholt sich viel besser. Man kann was vernünftiges essen und schlafen gehen. Es ist wichtig, sich etwas Schlaf zu gönnen. Es fällt einem zwar nicht leicht einzuschlafen,

Nicolas: Wenn ich aus dem Auto aussteige, esse ich für gewöhnlich etwas, lasse mich massieren und gehe dann schlafen. Je nach dem wie viel Zeit ich habe, kann ich bis zu zwei Stunden schlafen. Wie lange ich allerdings wirklich schlafe, ist schwer zu sagen. Meist hat man keinen sehr tiefen Schlaf. Man hörte eben nebenbei der Berichterstattung zu oder schaut auf die Rundenzeiten. Ich glaube nicht, dass einer da wirklich tief und fest schläft, aber zumindest etwas ausruhen kann man. Hauptsache man kann in seinem Ruheraum etwas entspannen.

Sébastien: Nachdem du aus dem Auto geklettert bist, wollen die Ingenieure ein Debriefing machen. Dann muss man seine Sachen für später vorbereiten, wenn man wieder ins Auto steigen wird. Dann geht man in den Bewirtungsbereich um etwas zu essen, gönnt sich eine Massage und zu guter letzt legt man sich hin und entspannt etwas, schläft vielleicht sogar etwas. Ich versuche es jedenfalls so oft wie möglich. Da wir bis zu fünf Stints an einem Stück fahren, bleiben wir recht lange am Steuer, danach fällt es einem aber auch leichter, etwas zu schlafen.