DIE HERAUSFORDERUNG LE MANS BEGINNT MIT POSITIVEM TESTTAG FÜR TOYOTA RACING

Le Mans Test TOYOTA Racing, die WM-Führenden, gingen die Herausforderung der 24 Stunden von Le Mans 2014 mit dem heutigen offiziellen Testtag auf dem Circuit de la Sarthe an.

Das Team schloss den Tag mit den beiden schnellsten Rundentzeiten ab, abwechselnd am Nachmittag von den beiden TS040 HYBRID mit den Startnummern 8 und 7 herausgefahren. Wichtiger noch: Beide Fahrzeuge spulten problemfrei ihr Pensum ab und erlaubten so 88 Runden – also 1.200 Km – Gesamtdistanz produktive Testarbeit.

Le Mans ist der dritte Lauf zur FIA WEC Langstrecken Weltmeisterschaft, TOYOTA Racing konnte die beiden ersten WM-Läufe in Silverstone und Spa-Francorchamps gewinnen. Diese beiden Siege brachten dem Team eine WM-Führung von 48 Puntkten ein, trotz der starken Konkurrenz durch Audi und Porsche.

Die beiden vierstündigen Trainingssitzungen heute waren die erste und einzige Testmöglichkeit der Teams vor dem Beginn der Veranstaltung mit den freie Trainings und dem Qualifying am Mittwoch, dem 11. Juni.

Somit war dies auch die Jungfernfahrt des TS040 HYBRID in Le Mans, was bedeutet, dass Alex Wurz, Stéphane Sarrazin und Kazuki Nakajima auf der #7 sowie Anthony Davidson, Nicolas Lapierre und Sébastien Buemi in der #8 ein intensives Arbeitspensum zu absolvieren hatten.

Mit gerade mal acht Stunden zur Verfügung, bevor es in nicht einmal zwei Wochen ernst wird, nutzte das Team die zur Verfügung stehende Zeitspanne optimal, um sowohl das Aerodynamik-Programm, als auch die mechanischen Abstimmungen durchzuarbeiten, neben dem Ausprobieren der verschiedenen Gummimischungen der Michelin-Reifen.

Das für 2014 aufgewertete TOYOTA HYBRID System – Racing wurde ebenso auf Herz und Nieren geprüft, wobei das Team analysierte, wie man die zusätzlichen 480PS des Allrad-Hybrid-Systems am effizientesten einsetzt. Das Hybrid-System trägt zur Gesamleistung von 1.000 PS bei, deutlich mehr als noch 2013, aber mit einer Spritersparnis von 25%.

Das Geschehen der allseits sehnlichst erwarteten Rennwoche beginnt am Mittwoch, dem 11. Juni, mit der um 16.00 Uhr beginnenden vierstündigen Trainings-Sitzung. Dann folgt um 22.00 Uhr bereits das erste Zeitfahren, das zwei Stunden dauern wird. Die beiden letzten zweistündigen Quali-Sitzungen gibt es dann am Donnerstag (19.00 & 22.00 Uhr). Nach einem 45-minütigen Warm-up am Samstagmorgen (09.00 Uhr), wird das Rennen dann um 15.00 Uhr gestartet werden.

Yoshiaki Kinoshita, Team President: „Es war einfach großartig den TS040 HYBRID heute auf dem Circuit de la Sarthe fahren zu sehen und ich bin von der gezeigten Leistung angetan. Es war nur eine Testfahrt, zeigt also keineswegs das Gesamtbild auf, gab aber Anhaltspunkte, was jeder der Kontrahenten in etwa kann. Wir kamen gut vorbereitet hierher und das Team leistete abermals großartige Arbeit. Wir können gut gelaunt abreisen und es wächst die Entschlossenheit, bis zum Ende des 24-Stunden-Rennens weiter so gute Arbeit abzuliefern. Wir können es schon kaum erwarten, für die Rennwoche anzureisen.“

TS040 HYBRID #7 (Alex Wurz, Stéphane Sarrazin, Kazuki Nakajima)
Morgens: P4 (3.26,371 Min.), 44 Runden
Nachmittag: P2 (3.23,156 Min.), 44 Runden

Alex Wurz: “Schön, mal wieder hier in Le Mans zu sein und erstmals den TS040 HYBRID auf dieser Strecke zu fahren. Es war ein recht interessanter Tag. Ich denke, da braut sich eine Schlacht der drei Hersteller von epischem Ausmaß für das Rennen an. Schönerweise hatten wir einen recht produktiven Tag heute, denn jetzt müssen wir noch die Feinabstimmung hinbekommen, was über Sieg oder Niederlage entscheiden wird.“

Stéphane Sarrazin: „Ich bin mit dem heute Erreichten happy. Wir arbeiteten an der Rennabstimmung und am Nachmittag änderten wir ein paar Sachen. Einige davon gingen zwar daneben, aber auch das ist wichtig zu wissen. Das Auto läuft gut, ist wirklich schnell und ich bin von der Balance sehr beeindruckt. Im Vergleich zum Vorjahr, ist das ein gewaltiger Fortschritt, der Allradantrieb ist großartig und der Hybrid ist sehr kraftvoll. Wir haben uns in allen Bereichen verbessert, fahrerseitig ein echtes Erlebnis.“

Kazuki Nakajima: „Ein sehr positiver Tag für uns. Am Morgen waren wir sofort schnell und ich war auf Anhieb glücklich mit dem Auto. Am Nachmittag probierten wir verschiedene Dinge aus und bekamen nützliche Rückmeldungen. Nicht jede Änderung funktionierte, doch wenigstens haben wir Datenmaterial gesammelt, also war es eine gute Vorbereitung für das Rennwochenende. Derzeit sieht es danach aus, als seien wir schnell genug, was sehr positiv ist. Wir sind nun sehr motiviert für die Rennwoche, bis zum Rennende wird noch vieles geschehen.“

TS040 HYBRID #8 (Anthony Davidson, Nicolas Lapierre, Sébastien Buemi)
Morgen: P2 (3.25,881 Min.), 42 Runden
Nachmittag: P1 (3.23,014 Min.), 46 Runden

Anthony Davidson: „Das hat Spaß gemacht, nach einem Jahr wieder in Le Mans im Auto zu sitzen, wobei die Pause heuer irgendwie schneller vorbei schien. Das Auto war den ganzen Tag stark und hatte eine schöne Balance. Wir arbeiteten das Programm durch und kamen sehr weit damit. Das Auto hatte schon am Morgen auf Anhieb eine gute Balance, wodurch wir uns gleich der Detailarbeit widmen konnten. Es war insgesamt ein sehr produktiver Tag und ich freue mich schon auf die Rennwoche.“

Nicolas Lapierre: „Ich freue mich, wieder in Le Mans zu sein, auf dieser wirklich fantastischen Strecke. Heute konnte ich erstmals die einzige kleine Neuerung gegenüber dem Vorjahr kennenlernen, nämlich die neuen Kerbs einiger Kurven. Für uns war es ein positiver Tag und ich bin happy. Alles lief einwandfrei und wir konnten verschiedene Abstimmungen und Reifen ausprobieren, sowie an Abstimmungen des Hybrid-Systems arbeiten. Läuft alles bestens. Alle drei Fahrer sind mit dem Auto glücklich, es ist gleichbleibend schnell, und zwar richtig schnell.“

Sébastien Buemi: „Wir leisteten gute Arbeit und legten eine Menge Kilometer zurück, was ja auch unser Ziel war, also bin ich happy. Das Auto fährt sich gut und wir konnten alles testen, was wir uns vorgenommen hatten. Wir lernten auch so manchen Hinweis, in welcher Richtung die Abstimmung gehen muss, wir müssen jetzt nur noch alles analysieren, denn da ist schon noch das eine oder andere, was man dazulernen kann. Wir werden das Bestmögliche aus dem Gesamtpaket herausholen, damit wir die bestmögliche Ausgangslage für das Rennwochenende haben.“