NASSER ARBEITSTAG IN CHINA FÜR TOYOTA GAZOO RACING

TOYOTA GAZOOO Racing trotzte bei den Vorbereitungen für das Sechs-Stunden-Rennen von Shanghai, dem fünften Lauf zur FIA Langstrecken Weltmeisterschaft (WEC)-Saison 2018-19, dem rauen chinesischen Wetter und kann allen Widrigkeiten zum Trotz auf einen produktiven ersten Wettbewerbstag zurückblicken.

Regelmäßige Regengüsse sorgten für schwierige Bedingungen für alle Teilnehmer, während die jüngsten Anpassungen bei der Balance of Performance der LMP1 bereits zu diesem frühen Zeitpunkt des letzten WEC-Rennwochenendes des Jahres 2018 für eng beieinander liegende Rundenzeiten sorgten.

Aufgrund des wechselhaften Wetters fuhr der TS050 HYBRID mit der Startnummer acht, pilotiert von den WM-Führenden Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima und Fernando Alonso, die Tagesbestzeit bei etwas trockeneren Bedingungen und auf Hybrid-Intermediate-Reifen gegen Ende des ersten Trainings.

Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López, die zuletzt in Fuji siegreich waren, drehten die schnellste Runde in der nassen Nachmittagssitzung in ihrem TS050 HYBRID Nummer sieben, allerdings auf Regenreifen.

Mit mehr Kraftstoff an Bord ab diesem Rennen und den bereits seit Fuji geltenden Kraftstoff- und Gewichtsvorteilen zeigten die Nicht-Hybrid-Fahrzeuge ein starkes Leistungspotenzial, denn die ersten vier Fahrzeuge waren im zweiten Training nur durch 0,676 Sekunden getrennt.

Der Freitag begann früher als sonst für die LMP1-Teams, mit einer Reifentestsitzung, die bereits um 8.00 Uhr morgens begann, um den Nicht-Hybrid-Teams die Möglichkeit zu geben, verschiedene Optionen aus der Michelin-Reifenauswahl auszuprobieren. TOYOTA GAZOO Racing nutzte die Gelegenheit indes, um in der 105-minütigen Session eine Stunde lang die Strecke bei feuchten Bedingungen auszuloten.

Das Wetter diktierte dabei den Ablauf, anhaltender Nieselregen und niedrige Temperaturen den ganzen Morgen über sorgten beim ersten Training für eine durchgehend nasse Strecke, wobei sich die Bedingungen gegen Ende allerdings besserten, so dass einige Runden auf Hybrid-Intermediate-Reifen möglich waren.

Sébastien war der erste LMP1-Fahrer, der den Wechsel auf die Hybrid-Intermediates vollzog, was die Rundenzeiten deutlich senkte und ihn beim Fallen der schwarz-weiss-karierten Flagge an die Spitze der Zeitentabelle beförderte.

Allerdings standen Bestzeiten heute nicht im Vordergrund, das Team konzentrierte seine Bemühungen auf die Feinabstimmung der aerodynamischen, mechanischen und hybriden Einstellungen für die spezifischen Anforderungen der 5,451 Kilometer langen Rennstrecke von Shanghai.

Gegen Ende der verregneten zweiten Sitzung verbesserten sich die Bedingungen leicht und José verzeichnete die schnellste Zeit in der Schlussminute, allerdings unverändert auf Regenreifen. Dadurch fiel seine Bestzeit mehr als sechs Sekunden langsamer aus als jene in der Vormittagssitzung.

Die Action geht am Samstag mit dem letzten freien Training und dem Qualifying weiter, das sechsstündige Rennen am Sonntag wird um 11.00 Uhr Ortszeit gestartet.

Mike Conway (TS050 HYBRID #7): „Wir versuchten das Auto auf diese Strecke abzustimmen, aber das erwies sich wegen des Wetters als nicht so einfach. Wir haben unser Bestes gegeben und es ist ja ohnehin für alle gleich, aber es war schon schwierig, das Auto unter allen Bedingungen richtig zum Laufen zu bringen. Es sieht nach einem engen Kampf mit den nicht-hybriden LMP1-Autos aus, also müssen wir das Auto im dritten freien Training noch weiter optimieren und uns auf jedes erdenkliche Wetter vorbereiten.”

Kamui Kobayashi (TS050 HYBRID #7): „Wir hatten in beiden Sessions eine nasse Strecke, was wirklich ein bisschen unglücklich war. Wir haben dennoch versucht, das Beste aus dem Tag zu machen, aber da wir in der verfügbaren Zahl der Regenreifen begrenzt sind, war es nicht einfach, unseren normalen Arbeitsablauf zu erledigen. Wir müssen sehen, ob und wie die Strecke sich noch bessern wird, falls sie am Samstag trocken sein sollte. Das dritte Training wird jedenfalls sehr wichtig sein und wir werden versuchen, das Auto so gut wie möglich abzustimmen.“

José María López (TS050 HYBRID #7): „Es war ein guter, aber auch ein harter Tag aufgrund der wechselnden Streckenverhältnisse. Positiv ist, dass wir einige Reifenmischungen testen konnten und nun ein klareres Bild für diese Art von Bedingungen haben. Ich bin auch mit meinen letzten Runden im zweiten Training zufrieden, da fühlte ich mich mit dem Handling des Auto sehr wohl. Ich denke, wir haben eine gute Richtung bei der Abstimmung eingeschlagen, jetzt müssen wir abwarten, was mit dem Wetter am Wochenende noch so passiert.“

Sébastien Buemi (TS050 HYBRID #8): „Wir hatten einen guten Tag und ich habe viele Runden absolviert. Offensichtlich waren die Bedingungen ziemlich schwierig, da wir nie dazu kamen auf trockener Strecke zu fahren, aber das ist es, was wir wohl auch für das Rennen zu erwarten haben. Wir konnten unter diesen Bedingungen eine gute Distanz zurücklegen, so dass wir gut vorbereitet sind. Es sieht sehr eng mit den nicht-hybriden Autos aus, also wird es auf einen großen Kampf hinauslaufen. Ich freue mich darauf, alles zu analysieren und uns zu verbessern, wo wir nur können.“

Kazuki Nakajima (TS050 HYBRID #8): „Es ist schwierig, hier mit den Reifen hauszuhalten, weil der Verschleiß ziemlich hoch ist und wir mit einer begrenzten Anzahl von Sätzen werden auskommen müssen. Erst recht bei der hohen Wahrscheinlichkeit, dass wir ein Regenrennens erwarten dürfen. Der Griplevel war sehr niedrig, aber wir haben hart daran gearbeitet, das Fahrzeug-Setup und die Steuerungseinstellungen zu optimieren. Für das Rennen war der heutige Tag eine gute Vorbereitung und wir haben gesehen, dass der Wettbewerb mittlerweile ziemlich hart geworden ist, also müssen wir wachsam bleiben.“

Fernando Alonso (TS050 HYBRID #8): „Wir haben heute versucht, so viele Informationen wie möglich zu sammeln, wie das an einem Freitag so üblich ist, auch unter diesen Bedingungen. Wir haben uns die Zeit genommen, die verschiedenen Typen von Regenreifen zu analysieren und herauszuarbeiten, welche Mischung für die verschiedenen Bedingungen am besten geeignet ist. Dieses Wochenende wird eine ziemliche Herausforderung werden, vor allem in Bezug auf die Reifen, denn wir werden in der Lage sein müssen, bei eventuellen Wetterumschwüngen sehr schnelle Entscheidungen treffen zu können.”

Ergebnis Erstes Freies Training
1. #8 TOYOTA GAZOO Racing 1.54,768 Minute 39 Runden
2. #7 TOYOTA GAZOO Racing +1,586 Sekunde 37 Runden
3. #17 SMP (Sarrazin/Orudhez/Isaakyan) +4,112 Sekunden 33 Runden
4. #4 ByKolles (Webb/Dillmann/Rossiter) +4,151 Sekunden 23 Runden
5. #3 Rebellion (Beche/Laurent/Menezes) +4,364 Sekunden 31 Runden
6. #1 Rebellion (Jani/Lotterer/Senna)         +4,471 Sekunden 31 Runden

 
 

Ergebnis Zweites Freies Training
1. #7 TOYOTA GAZOO Racing 2.02,259 Minute 32 Runden
2. #8 TOYOTA GAZOO Racing +0,245 Sekunde 35 Runden
3. #3 Rebellion (Beche/Laurent/Menezes) +0,414 Sekunde 35 Runden
4. #1 Rebellion (Jani/Lotterer/Senna) +0,676 Sekunde 23 Runden
5. #11 SMP (Aleshin/Petrov/Button) +1,389 Sekunde 30 Runden
6. #17 SMP (Sarrazin/Orudzhev/Isaakyan)         +2,329 Sekunden 29 Runden