PRODUKTIVER LE MANS-TEST FÜR TOYOTA GAZOO RACING

TOYOTA GAZOO Racing begann heute mit einem produktiven und sehr positiv verlaufenen offiziellen Testtag auf dem Circuit de la Sarthe in Vorbereitung auf die im Vorjahr siegreich beendeten 24 Stunden von Le Mans.

Die traditionelle Pre-Event-Testfahrt bot den Teams die einzige Chance, die 13,626 Kilometer lange Strecke in der Sarthe abseits der Rennwoche zu befahren, was dem heutigen, achtstündigen Testbetrieb besondere Bedeutung zuukommen ließ, um die Autos auf den Finallauf der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft (WEC)-Saison 2018-2019 vorzubereiten.

Sébastien Buemi im TS050 HYBRID Startnummer acht, den er mit Kazuki Nakajima und Fernando Alonso teilt, fuhr die Tagesbestzeit in 3 Minuten und 19,440 Sekunden, 0,809 Sekunde schneller als das Schwesterauto mit der Nummer sieben von Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López, das Mike mit einer Rundenzeit von 3.20,290 Minute heute am schnellsten bewegte.

Die heutigen Rundenzeiten der beiden TS050 HYBRID waren geringfügig langsamer als jene während des Testtages im Vorjahr, was zum Teil auf eine Erhöhung des Mindestgewichts um 10 Kg in Folge einer kürzlich erfolgten Anpassung des EoT (Equivalence of Technology) zurückzuführen ist.

Die Wetterbedingungen waren den ganzen Tag über mit blauem Himmel und Lufttemperaturen von bis zu 30°C perfekt, so dass das Team ein umfassendes Programm zur Feinabstimmung des aerodynamischen und mechanischen Setups, sowie der optimalen Hybrid-Boost-Einstellungen durchführen konnte. Das Team nutzte die optimalen Witterungsbedingungen maximal aus und die beiden TS050 HYBRID absolvierten 220 Runden, was einer Gesamtlaufleistung von 2.998 Kilometern entspricht.

Um an den 24 Stunden von Le Mans teilnehmen zu können, muss jeder Fahrer, auch wenn er bereits Le Mans-Sieger und sogar WEC-Weltmeister ist, während des Testtages mindestens drei Runden auf Zeit absolviert zu haben, um am Langstrecken-Klassiker teilnehmen zu können. Und auch diese Formalität wurde heute von allen TOYOTA GAZOO Racing-Fahrern ohne Dramen erfüllt.

Le Mans-Sieger Brendon Hartley, der in der nächsten Saison für das Team antritt, kam so zu seinem ersten offiziellen Einsatz für TOYOTA GAZOO Racing und absolvierte die für die Qualifikation zum Rennen erforderlichen Mindestrunden ebenfalls, damit er einspringen kann, sollte einer der regulären Fahrer unerwartet ausfallen.

Den letzten Teil der Vorbereitungsphase auf die 24 Stunden wird ein finaler Shakedown auf dem 4,14 Kilometer langen Bugatti Circuit am Dienstag sein, danach bleibt das Team in Le Mans in Erwartung des wichtigsten Rennen des Jahres. Die Rennwoche beginnt am kommenden Sonntagnachmittag, wenn die Autos und Fahrer bei der Abnahme im Stadtzentrum von Le Mans vorgestellt werden.

Mike Conway: „Es war ein schönes Gefühl, die ersten Runden heute Morgen zu fahren, spätestens da wird einem klar, dass das große Ereignis wieder auf uns zu kommt. Die Strecke war zunächst arg staubig, aber das wurde allmählich besser. Wir haben verschiedene Änderungen am Auto vorgenommen, um uns auf die bevorstehende Woche vor dem Rennen vorzubereiten und alles funktionierte recht gut. Es war auch wichtig, wieder in einen Rhythmus mit dem Verkehr inmitten der langsameren Autos zu kommen. Es sind insgesamt 62 Autos am Start, also muss man vorausschauend fahren, um keine Zeit zu verlieren.“

Kamui Kobayashi: „Wir haben heute gute Fortschritte gemacht. Wir konnten das Setup des Autos Schritt für Schritt verbessern. Auch die Streckenbedingungen verbesserten sich stündlich, da sich mehr und mehr Gummi auf dem Asphalt ablagerte. Insgesamt war es ein ereignisloser Tag ohne böse Überraschungen. Natürlich ziehen wir nie voreilige Rückschlüsse aus Rundenzeiten bei Testfahrten, es war ja erst der allererste Tag der Veranstaltung und die Strecke wird schneller werden.“

José María López: „Es ist sehr schön, wieder in Le Mans zu sein, dieses Auto hier zu fahren macht immer Spaß. Wir spüren schon jetzt die fantastische Atmosphäre, die bei dieser Veranstaltung immer herrscht, auch wenn es noch knapp zwei Wochen bis zum eigentlichen Rennen sind. Darauf warten wir das ganze Jahr über. Die Arbeit ist heute gut verlaufen. Wir waren mit beiden Autos schnell, wir sind recht zuversichtlich und bereit für die Rennwoche.“

Sébastien Buemi: „Es war ein positiver Testtag für uns, zumal wir viele Runden drehen konnten. Unser Auto ist das gleiche wie im letzten Jahr, so dass es keine Überraschungen gab und es gut funktionierte. Wir haben viele Daten zu analysieren, um das Auto nächste Woche bestmöglich vorzubereiten. Es war ziemlich heiß, viel heißer als letztes Jahr, also war es hilfreich, ein Gefühl dafür zu bekommen, wie das Auto unter solchen Bedingungen funktioniert.“

Kazuki Nakajima: „Es war ein sehr heißer Tag, aber es ist schön wieder in Le Mans zu sein, und ich genoss meine Zeit im Auto. Das Hauptziel heute war, so viele Runden wie möglich zu fahren, um sich mit dem Auto wieder mit dieser Strecke vertraut zu machen und verschiedene Reifenspezifikationen zu testen. Ich bin mir nicht sicher, ob wir in der Rennwoche die gleichen Bedingungen vorfinden werden, aber trotzdem lernen wir mit jeder Runde. Alles lief bestens und problemfrei.“

Fernando Alonso: „Es war ein guter Tag für uns, wir absolvierten über 100 Runden, das heißt wir haben mehr als 1.000 Kilometer Distanz zurückgelegt. Wir konnten dadurch reichlich Informationen für das Team insgesamt sammeln, also ein sehr nützlicher Testtag. Wir haben dort weiter gemacht, wo wir letztes Jahr aufgehört haben, und alles lief wie geplant, also bin ich glücklich. Es war gut, das überprüfen zu können und zu sehen, dass alles in Ordnung ist.“

Brendon Hartley: „Es fühlte sich so gut an, wieder mit einem allradgetriebenen, 1000 PS starken Hybridauto auf dieser unglaublichen Strecke unterwegs zu sein. Ich war ein wenig traurig, dass ich nach nur drei Runden wieder an die Boxen beordert wurde, aber so war es ja auch geplant, also keine Überraschung. Aber ich hatte so viel Spaß dieses Auto hier kennenzulernen. Es war mir ein großes Vergnügen und jetzt kann ich es kaum erwarten, wieder ins Auto zu klettern.“


Le Mans Testtag
1. #8 TOYOTA GAZOO Racing 3.19,440 Min.   108 Runden
2. #7 TOYOTA GAZOO Racing +0.809 Sekunde 112 Runden
3. #1 Rebellion (Jani/Lotterer/Senna) +1.883 Sekunde 77 Runden
4. #11 SMP (Petrov/Aleshin/Vandoorne)   +2.621 Sekunden 61 Runden
5. #3 Rebellion (Laurent/Berthon/Menezes)     +2.754 Sekunden 84 Runden
6. #17 SMP (Sarrazin/Orudzhev/Sirotkin)   +2.759 Sekunden 70 Runden