PRODUKTIVER PROLOG FÜR TOYOTA GAZOO RACING

TOYOTA GAZOO Racing komplettierte beim offiziellen Start der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft (WEC) 2017, dem Prolog im italienischen Monza, zwei Tage voller produktiver Arbeit mit positivem Gesamteindruck.

Das Team brachte zwei der überarbeiteten TS050 HYBRID nach Monza und stellte diese beim Pressetermin am Freitag der Öffentlichkeit vor. Diesem Termin folgten zweitägige Testfahrten unter Teilnahme sämtlicher WEC-Teams.

Beim ersten Zusammentreffen mit LMP1-Konkurrent Porsche wurde dem Aufstellen von Bestzeiten dabei keinerlei Priorität eingeräumt, sondern sich übers Wochenende hinweg voll auf das Erarbeiten diverser Abstimmungsmöglichkeiten und Feineinstellungen gewidmet.

Bei insgesamt fünf Trainingssitzungen über die beiden Tage, Darunter auch ein Nachttraining am Samstag, wurden mit den beiden TS050 HYBRID insgesamt 642 Runden, also 3.719 Testkilometer absolviert. Die absolute Bestzeit, gefahren am Sonntagnachmittag von Nicolas Lapierre, war dabei nur ein Bonus.

Dieses Wochenende bedeutete für Yuji Kunimoto, dem amtierenden Meister der Japanischen Super Formula-Rennserie, zugleich der Einstand als TOYOTA-Werksfahrer in der WEC, während es für Nicolas ein Comeback beim jenem Team war, für das er zuletzt 2014 fuhr. Beiden lebten sich schnell im Team ein, wobei Yuji bei seinen ersten Metern auf der legendären Strecke von Monza zügig Fortschritte machte.

Mike Conway und Kamui Kobayashi widmeten sich im Fahrzeug mit der Startnummer sieben der Feinarbeit rund um die Abstimmung der Aerodynamik-Variante des TS050 HYBRID mit wenig Abtrieb, welche beim zweiten WM-Lauf in Spa-Francorchamps debütieren wird.

Anthony Davidson und Kazuki Nakajima räumten auf Fahrzeug #8 zwei Fahrern der #9, nämlich Nicolas und Yuji, viel Fahrzeit in ihrem Auto ein, damit die beiden Neuzugänge sich optimal auf ihr Debüt in einem dritten Auto in Spa einarbeiten konnten. Sébastien Buemi, José María López und Stéphane Sarrazin waren zwar beim Pressetermin am Freitag zugegen, reisten dann aber sofort nach Mittelamerika weiter, da alle drei beim Formel E-Lauf in Mexiko antraten.

Nach fünf Testfahrten und insgesamt 30.000 Kilometern zurückgelegter Testdistanz mit dem völlig überarbeiteten Auto, boten die Monza-Testfahrten die letzte Chance vor dem Saisonauftakt in Silverstone in zwei Wochen noch weiteres Datenmaterial zu sammeln.

Auch wenn das aktuelle Team im Rahmen des Hybrid-WEC-Projektes Monza noch nie zuvor besucht hatte, so hielt die norditalienische Rennstrecke für TOYOTA schöne Erinnerungen parat, da sie einst Stätte des ersten Sieges der Marke bei einem Langstrecken-WM-Lauf war. Geoff Lees und Hitoshi Ogawa steuerten hier nämlich im Jahre 1992 einen TS010 bei den 1.000 Kilometern von Monza, damals ein Lauf zur Sportwagen-Welteisterschaft (WSC), zum Gesamtsieg.

Bis zu den Reisevorbereitungen für den WM-Auftakt in Silverstone bleiben nur wenig Zeit, daher wird das Team in den kommenden Tagen am Firmensitz in Köln das Datenmaterial von diesem Wochenende auswerten und mit letzten Maßnahmen die Vorbereitungen auf die Saison 2017 abschließen.

Toshio Sato, Team President: „Es war eine schöne Erfahrung eine für uns neue Rennstrecke zu besuchen, zumal diese Hochgeschwindigkeits-Piste uns die Möglichkeit gab unser Auto in der Variante mit wenig Abtrieb zu testen. Das war eine gute Vorbereitung auf Le Mans, also war es uns wichtig, dass die Autos auch zuverlässig funktionieren, damit wir so viel Datenmaterial wie nur irgend möglich aus diesen Testfahrten gewinnen konnten. Ein Dankeschön an die vielen Fans, die dem Prolog beiwohnten, sie gaben dem Ganzen einen nette Atmosphäre und verliehen dieser Saison schon vor dem WM-Start eine hohe Erwartungshaltung. Jetzt sehen wir dem Saisonstart entgegen, denn wir wollen Porsche vom ersten Lauf an die Stirn bieten. Was wir hier in Monza bereits sehen konnten, war vor allem mit dem Auto mit weniger Abtrieb sehr ermutigend. Nun müssen wir noch reichlich Arbeit investieren, damit wir auch mit der Version mit hohem Abtrieb rechtzeitig für Silverstone fertig werden.”