RÜCKSCHLAG IN SILVERSTONE

TOYOTA GAZOO Racing erlebte ein äußerst frustrierendes Qualifying zum Sechs-Stunden-Rennen von Silverstone, dem Saisonauftakt zur FIA WEC Langstrecken Weltmeisterschaft 2016.

Eine Fehleinstellungen der Steuereinheiten des Antriebsstrangs des TS050 HYBRID ließ die Fahrer im nur 20 Minuten dauernden Qualifying, das auf nasser Strecke stattfand, völlig chancenlos.

Die Fahrzeugabstimmung erwies sich als erheblich Abseits des erforderlichen Betriebsfensters, dennoch qualifizierten Stéphane Sarrazin und Mike Conway, die ihren TS050 HYBRID mit Kamui Kobayashi teilen, die Startnummer sechs für den fünften Startplatz. Anthony Davidson und Kazuki Nakajima landeten im weiteren TS050 HYBRID mit der Startnummer fünf, den sie mit Sébastien Buemi teilen, auf dem sechsten Startplatz.

Doch der Rückstand auf die Konkurrenz gab bereits den Hinweis auf das Drama. In Bedingungen, unter denen der TS050 HYBRID nie zuvor gefahren worden war, lagen die beiden Autos 4,996 bzw. 6,905 Sekunden über der Rundenzeit der Pole Position.

TOYOTA GAZOO Racing wird nun in aller Eile die Ursachen für die Fehleinstellung, die für diesen ungewöhnlichen Rückstand verantwortlich waren, erforschen und das Ziel ist natürlich konkurrenzfähig zum morgigen Rennen anzutreten, zu dem übrigens bessere Witterungsbedingungen erwartet werden.

TS050 HYBRID #5 (Anthony Davidson, Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima)

3. freies Training: (keine Rundenzeit), 1 Runde

Qualifying: P6 (2.00,109 Minuten Schnitt)

Anthony Davidson: „Wettermäßig war dies heute wirklich grenzwertig und das hat uns in Sachen Fahrzeugsabstimmung, die nun einmal sehr komplex ist, etwas aus dem Rhythmus gebracht. Wir fuhren heute unter Bedingungen, unter denen wir mit dem TS050 HYBRID noch nie auf einer Rennstrecke unterwegs waren, und prompt gerieten wir in Schwierigkeiten. Aus Tagen wie diesen kann man aber viel lernen, Erfahrungen wie diese werden uns nur weiter stärken.”

Kazuki Nakajima: „Das Team nahm für meinen Stint noch schnell Änderungen vor, doch das Auto war trotzdem nicht perfekt, also müssen wir jetzt die Daten überprüfen und verstehen, was da schief gelaufen ist. Wir müssen schauen, wo wir diese Zeit verlieren. Das Auto ließ sich nämlich durchaus gut fahren. Morgen sollte das Rennen im Trockenen stattfinden, dann werden wir hoffentlich in einer völlig anderen Situation sein.”

TS050 HYBRID #6 (Stéphane Sarrazin, Mike Conway, Kamui Kobayashi)

3. freies Training: (keine Rundenzeit), 1 Runde

Qualifying: P5 (1.58,200 Minute Schnitt)

Stéphane Sarrazin: „Uns unterliefen ein paar Fehler mit den Steuereinheiten und wir konnten so nicht die eigentliche Leistung des Antriebsstrangs abrufen. Wir sind mit unserem Auto noch immer in einem Lernprozess und da kann so etwas schon einmal vorkommen. Es war das erste Mal, dass wir den TS050 HYBRID unter solchen Bedingungen fahren mussten und wir müssen jetzt versuchen zu verstehen was da geschehen ist, damit wir künftig besser vorbereitet sind.”

Mike Conway: „Mir war schon beim herausfahren aus der Boxengasse klar, dass irgend etwas nicht stimmte. Das gesamte Quali hindurch fühlte sich das so an, als seien wir völlig untermotorisiert, was aber an der von uns gewählten Abstimmung lag. Ich bin mir nicht so ganz sicher, wie das passieren konnte. Uns erwartet morgen ein schwieriges Rennen, aber es scheint so, dass es dann trocken sein wird. Hoffen wir also auf ein gutes Rennen und eine Schlacht mit den vor uns startenden Autos.”