SOLIDER SAISONBEGINN FÜR TOYOTA GAZOO RACING IN SPA

TOYOTA GAZOO Racing kann auf einen konstruktiven Saisonbeginn auf dem Weg zum angestrebten vierten Sieg in Folge beim Sechs-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps zurückblicken und hat beste Aussichten auf einen perfekten Start in die FIA Langstrecken Weltmeisterschaft (WEC) Saison 2018- 2019.

Nachdem das Team die letztjährige Saison mit drei aufeinanderfolgenden Siegen abgeschlossen hatte, wurde heute die neue Saison mit 2 neunzigminütigen Trainingsläufen im sonnigen Spa-Francorchamps auf trockener Strecke und unter Wettbewerbsbedingungen in Angriff genommen.

Der TS050 HYBRID mit der Startnummer 7, gefahren von Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López, markierte die Tagesbestzeit in 1.56,172 Minute und war damit 0,643 Sekunde schneller als das Schwesterauto mit der Nummer 8, pilotiert von den Vorjahressiegern Sébastien Buemi und Kazuki Nakajima, sowie ihrem neuen Teamkollegen Fernando Alonso.

Die einzelnen Rundenzeiten heute sind soweit noch nicht aussagekräftig, man muss davon ausgehen, dass das Qualifying am Samstag deutlich härter umkämpft sein wird und TOYOTA bereitet sich daher auf einen spannend Wettbewerb vor, wenn das größte LMP1-Startfeld aller Zeiten innerhalb eines Sechs-Stunden-Rennens der WEC erstmals um die besten Startplätze kämpfen wird.

In dieser neue Ära der WEC sind die beiden TS050 HYBRID die einzigen LMP1-Fahrzeuge mit Elektro- Hybrid-Antrieb und treten gegen acht privat eingesetzte Fahrzeuge an, die allesamt mit traditionellen Verbrennungsmotoren ausgerüstet sind und deren Triebwerke 49% mehr aus Treibstoff erzeugter Energie je Runde verbrauchen, sowie eine um 37.5% höhere Treibstoff-Durchflussmenge aufweisen dürfen, nebst einem um 45 Kilogramm geringeren Mindestgewicht.

TOYOTA nimmt an der WEC Teil, um Autokäufern fortwährend weiterentwickelte Straßenfahrzeuge anbieten zu können und hat diese nie dagewesene Herausforderung an die Effizienz des hauseigenen Antriebsstrangs gern angenommen. Die heutigen Trainingsläufe boten einen ersten Einblick in die relative Leistungsfähigkeit dieser unterschiedlichen Antriebkonzepte.

Erstmals in der Geschichte der WEC bildet Spa den Saisonauftakt, was automatisch bedeutet, dass es in diesem Jahr nur einen WM-Lauf als Vorbereitung auf die 24 Stunden von Le Mans gibt. Daher lässt TOYOTA GAZOO Racing die beiden TS050 HYBRID mit derselben aerodynamischen Konfiguration antreten, die im Juni auch in Le Mans Verwendung finden wird.

Die beiden heutigen, jeweils neunzig Minuten langen Trainingsläufe waren somit eine wichtige Vorbereitung, nicht nur für die 6 Stunden von Spa, sondern auch auf das Saisonhighlight von Le Mans. Das Team konzentrierte sich daher auch auf das Feintuning der Aerodynamik und der Fahrwerksabstimmung, sowie auf die Analyse der drei vorhandenen Spezifikationen an Michelin-Reifen.

TOYOTA hat in der Vorsaison über 25.000 Testkilometer absolviert, befuhr jedoch heute erstmals seit fast einem Jahr wieder den Traditionskurs in den belgischen Ardennen. Letztmals war man hier im May 2017 bei einer kurzen Testfahrt in Vorbereitung auf Le Mans auf der Strecke. Daher war jede einzelne Runde heute als Vorbereitung auf das Rennen von großer Bedeutung und beide Fahrzeuge erwiesen sich als zuverlässig. Insgesamt legten die beiden Autos 133 Runden zurück, was einer Distanz von 931 Kilometern entspricht.

Der nächste Schritt ist, die beiden Autos für das nur 25 Minuten kurze Qualifying morgen vorzubereiten, wofür zuvor am Morgen die anderthalbstündige dritte Trainingssitzung zur Verfügung steht.

Mike Conway (TS050 HYBRID #7): „Schön wieder auf einer der besten Rennstrecken zu sein, das Auto lässt sich hier toll fahren. Es lief heute alles bestens und wir konnten gute Fortschritte vom ersten Training an feststellen, sowohl auf der Strecke als auch mit dem Auto selbt. Das Auto fuhr sich recht gut, aber wir können noch das eine oder andere verbessern, also werden wir noch hart auf einige Verbesserungen hinarbeiten, damit wir für das restliche Wochenende gut vorbereitet sind.”

Kamui Kobayashi (TS050 HYBRID #7): „Prima, dass die Saison endlich beginnt, vor allem auf einer so großartigen Strecke wie Spa. Wir erlebten einen typischen Trainingstag, testeten ein paar Sachen durch und konnten die Balance ein wenig verbessern. Wir kennen unser Auto ja sehr gut, aber irgend etwas lässt sich immer ein wenig weiter verbessern und daher werden wir vor dem Rennen auch weiter daran arbeiten schneller zu werden. Es war ein guter Strt ins Wochenende und ich freue mich auf die Fortsetzung.”

José María López (TS050 HYBRID #7): „Wir mussten lange auf den Saisonbeginn warten, umso netter ist es, wieder in einem Rennwochenende antreten zu können. Es waren meine ersten Runden mit dem Auto hier in Spa und das hat richtig Spaß gemacht. Wir konnten im Laufe des Tages große Fortschritte machen, nachdem einige der Erfahrungen von den Testfahrten auf die Streckenbedingungen umgesetzt hatten. Ich bin glücklich und zufrieden mit dem Auto, so wie es ist, das Rennen kann von mir aus beginnen.”

Sébastien Buemi (TS050 HYBRID #8): „Das hat mir heute Spaß gemacht, vor allem das gute Wetter hier in Spa. Wir wissen ja, wie kostbar das ist. Nach der langen Winterpause war es schön wieder im Auto zu sitzen und dieses erste gemeinsame Training mit Fernando zu absolvieren. Es lief gut und wir konnten produktiv daran arbeiten, mehr aus dem Auto zu holen. Wir haben gutes Datenmaterial, schauen wir mal, was wir daraus für morgen machen können.”

Kazuki Nakajima (TS050 HYBRID #8): „Es lief heute recht gut. Wir können uns noch in Sachen Balance steigern, aber das Auto macht Spaß und mir gefiel das heute gut. Auch wenn ich nicht sonderlich viele Runden fahren konnte, aber das gehört zum Langtreckensport dazu. Obwohl ich den Drang verspüre mehr fahren zu wollen, was aber ein gutes Zeichen ist. Ich bin jedenfalls bereit für den Kampf bei diesem Saisonauftakt und gespannt. Auch auf den direkten Vergleich mit der Konkurenz morgen.”

Fernando Alonso (TS050 HYBRID #8): „Das war ein guter, positiver Tag heute. Wir hatten zwei sehr produktive Trainingsläufe, in denen wir diverse Dinge testeten und das Auto fährt sich jetzt viel besser als zu Beginn des ersten Trainings, also sind wir für morgen bereit. Wir konnten die Balance heute verbessern und sind daher jetzt zuversichtlicher. Das Auto lässt sich hier in Spa richtig gut fahren, aus den Ecken heraus, aber vor allem durch die Eau Rouge hindurch. Sobald der Boost einsetzt, ist die Beschleunigung gewaltig. Wir haben gute Ausdauer aus den Reifen herausgeholt, das hat mir richtig Spaß gemacht und hoffentlich haben wir morgen damit genau so viel Freude.“

Ergebnis 1. Freies Training
1st #8 TOYOTA GAZOO Racing 1.58,392secs 35 Runden
2nd #7 TOYOTA GAZOO Racing +0,237 Sekunden 36 Runden
3rd #3 Rebellion (Beche/Laurent/Menezes) +0,457 Sekunden 32 Runden
4th #10 Dragonspeed (Hedman/Hanley/Fittipaldi) +0,929 Sekunden 30 Runden
5th #1 Rebellion (Jani/Lotterer/Senna) +1,289 Sekunden 24 Runden
6th #4 ByKolles (Webb/Kraihamer/Dilmann) +1,740 Sekunden 18 Runden

Ergebnis 2. Freies Training
1. #7 TOYOTA GAZOO Racing 1.56,172 Minute 29 Runden
2. #8 TOYOTA GAZOO Racing +0,643 Sekunden 33 Runden
3. #10 Dragonspeed (Hedman/Hanley/Fittipaldi) +2,663 Sekunden 24 Runden
4. #3 Rebellion (Beche/Laurent/Menezes) +2,839 Sekunden 30 Runden
5. #1 Rebellion (Jani/Lotterer/Senna) +3.408 Sekunden 24 Runden
6. #17 SMP (Sarrazin/Orudhzev/Isaakyan) +3,863 Sekunden 23 Runden