TOYOTA GAZOO RACING ARBEITET SICH IN BAHRAIN EIN

TOYOTA GAZOO Racing arbeitete sich nach zweijähriger Abwesenheit vom Bahrain International Circuit heute während der ersten beiden Trainingssitzungen zum vierten Lauf der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft (WEC) 2019-2020 wieder auf die Wüsten-Rennstrecke ein.

Beim letzten Besuch in 2017 blieb das Team siegreich, heute begannen die Vorbereitungen auf das diesjährige 8-Stunden-Rennen von Bahrain, welches das letzte Rennen für den TS050 HYBRID im Nahen Osten sein wird, mit zwei 90-minütigen Trainingssitzungen, eine bei Tageslicht und die andere bei Dunkelheit.

Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López waren am Eröffnungstag mit dem TS050 HYBRID Startnummer 7 mit einer Rundenzeit von 1.44,221 Minute Drittschnellste, 1,750 Sekunde langsamer als der Rebellion Nummer 1, der erneut von einem geringeren Erfolgshandicap profitiert. Mike‘s schnellste Runde war dagegen über vier Sekunden langsamer als die beste TOYOTA-Rundenzeit am ersten Trainingstag in 2017.

Der TS050 HYBRID #8 von Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima und Brendon Hartley hatte mit dem maximalen Erfolgshandicap, das den Hybrid-Boost und die Kraftstoffversorgung einschränkt, sehr zu kämpfen und beendete den Tag mit 2,250 Sekunden Rückstand auf den Schnellsten, und auf Platz 4 in der Tageswertung.

Die zu Beginn der Woche aufgetretenen Niederschläge blieben heute aus, so dass beide Sitzungen bei warmen Temperaturen und auf trockener Strecke stattfanden. Das Team konnte sich so der Optimierung des Setups beider Autos widmen und sich dabei auf die Feinabstimmung der Aerodynamik und des Antriebsstrangs für den 5,412 Kilometer langen Bahrain International Circuit konzentrieren.

Wie in Bahrain üblich, war der Streckenbelag zu Beginn noch recht staubig und daher rutschig, was sich aber im Verlauf des Tages – und mit 31 Fahrzeugen auf der Strecke – kontinuierlich verbesserte. Dies und die Tatsache, dass die Außentemperatur vom ersten zum zweiten Training, das erst um 18.30 Uhr begann und bis 20.00 Uhr Ortszeit dauerte, um rund 9° Celsius sank, sorgte für ständig neue Bestzeiten.

Da die für das Rennen am Samstagnachmittag zu erwartenden Bedingungen bis in die Nacht hinein voraussichtlich ähnlich verlaufen werden, führte das Team in der Praxis umfangreiche Reifenvergleichstests durch, um die für die verschiedenen Bedingungen am besten geeigneten Michelin-Gummimischungen zu ermitteln.

Nach insgesamt drei Stunden Training hatten die beiden TS050 HYBRIDs insgesamt 157 Runden und eine damit eine Distanz von 849 km absolviert. Das Team geht von einem diffizilen Qualifying aus, wird sich aber dennoch darauf konzentrieren, beide Autos für das Rennen zu optimieren. Nur so wird es möglich sein um einen dritten Saisonsieg zu kämpfen.

Nach einem einstündigen Abschlusstraining am Freitagmorgen wird am Nachmittag das Qualifying ausgetragen. Der Rennstart erfolgt am Samstag um 15.00 Uhr Ortszeit, bei acht Stunden Renndauer heißt das bis in die Nacht hinein um den Sieg kämpfen, denn die Zielflagge wird erst um 23.00 Uhr geschwenkt.

Mike Conway (TS050 HYBRID #7): „Das war kein einfacher Tag. Unsere Defizite gegenüber den nicht-hybriden Autos sind gewaltig, das wird daher ein hartes Rennwochenende für uns. Die Balance unseres Autos fühlt sich eigentlich ziemlich gut an, aber es gibt Bereiche, wo wir noch Verbesserungen vornehmen können. Und wir müssen hart daran arbeiten, dass wir das alles vor dem Start erledigt bekommen. Wie schon in Shanghai haben wir uns auch hier vorgenommen ein sauberes Rennen zu fahren und keine Fehler zu machen, dann werden wir ja sehen, wo wir am Ende stehen. Wir werden weiterhin unser Bestes geben, um ein starkes Ergebnis zu erzielen.“

Kamui Kobayashi (TS050 HYBRID #7): „Es ist schön, wieder in Bahrain zu sein, einer Strecke, die mir gut gefällt. Wir haben heute viele Runden absolviert und konnten reichlich Daten sammeln, die uns hoffentlich helfen werden, im Rennen konkurrenzfähig zu sein. Wir haben versucht, die Balance des Autos zu verbessern und mehr über den zu erwartenden Reifenverschleiß in Erfahrung zu bringen. Im Moment sind wir ziemlich weit hinter den nicht-hybriden Autos zurück, also müssen wir mit dem Datenmaterial arbeiten und sehen, wo wir uns im Hinblick auf das Rennen noch verbessern können.“

José María López (TS050 HYBRID #7): „Das war ein interessanter Tag heute, denn wir büßten mehr Zeit ein als erwartet. Wir dachten, wir wären näher an der Spitze dran. Da steht uns jetzt harte Arbeit bevor, um das Auto zu verbessern, denn wir haben eindeutig noch nicht das ganze Potenzial ausgereizt. Um den Sieg zu kämpfen wird schwierig, aber wir werden alles erdenkliche versuchen. Es ist ein langes Rennen und da kann viel passieren. Wir müssen sicher gehen, dass wir im Rennen in der Lage sein werden, das Maximum aus unserem Auto herauszuholen.“

Sébastien Buemi (TS050 HYBRID #8): „Wir hatten keinerlei technischen Probleme, aber der Rückstand auf unsere Mitbewerber ist groß und es wird schwer werden, um den Sieg zu kämpfen. Aber wir werden alles geben. Ich bin ein wenig überrascht, wie groß der Rückstand heute ausfiel. Wir werden am Freitag hart daran arbeiten müssen, diesen Rückstand zu verringern und dafür zu sorgen, dass wir am Renntag in Bestform antreten. Momentan sieht es allerdings so aus, als könnte dieses Rennen für uns noch schwieriger werden, als jenes in Shanghai.“

Kazuki Nakajima (TS050 HYBRID #8): „Ich freue mich wieder in Bahrain zu sein, aber im Vergleich zu unserer letzten Teilnahme hier, ist der Leistungsunterschied ziemlich groß. Es fühlt sich an, als führen wir ein völlig anderes Auto. Der Rückstand zu den Rundenzeiten der nicht-hybriden Autos war ziemlich groß, so dass wir erneut ein hartes Rennen erwarten. Wir haben versucht die Leistung unseres Autos zu optimieren, das Setup und die Hybrid-Boost-Einstellungen zu perfektionieren und dabei das Beste herausgeholt, was heute machbar war.“

Brendon Hartley (TS050 HYBRID #8): „Es war ein ruhiger Tag ohne Probleme und vielen guten Testaufgaben, die man nun über Nacht auswerten kann. Wir konzentrierten uns vor allem auf lange Stints mit vollen Tanks und den daraus resultierenden Laufleistungen der Reifen. Wir wissen, dass mit dem Erfolgshandicap für dieses Wochenende die Pole eher nicht in Frage kommt, also legen wir gesteigerten Wert auf die Rennabstimmung. Es wird ein langes Rennen werden und wir werden nicht aufgeben, aber das Qualifying wird schwierig.“

1. Freies Training
1. #5 Ginetta (Robertson/Hanley/King)    1.44,791 Minute 11 Runden
2. #1 Rebellion (Senna/Menezes/Nato) +2.185 Sekunde 35 Runden
3. #8 TOYOTA GAZOO Racing   +2.817 Sekunden 40 Runden
4. #7 TOYOTA GAZOO Racing     +2.266 Sekunden 35 Runden
5. #6 Ginetta (Simpson/Dyson/Smith)      +3.214 Sekunden 15 Runden
6. #22 United Autosports (Hanson/Albuquerque/di Resta +3.482 Sekunden 33 Runden

 

2. Freies Training
1. #1 Rebellion (Senna/Menezes/Nato)     1.42,471 Minute 41 Runden
2. #5 Ginetta (Robertson/Hanley/King)    +1,411 Sekunde 31 Runden
3. #7 TOYOTA GAZOO Racing +1,750 Sekunde 44 Runden
4. #8 TOYOTA GAZOO Racing   +2,250 Sekunden 38 Runden
5. #37 Jackie Chan (Tung/Aubry/Stevens) +3,676 Sekunden 44 Runden
6. #6 Ginetta (Simpson/Dyson/Smith) +3,902 Sekunden 10 Runden