TOYOTA GAZOO RACING MIT PECH IN SPA

Verursacht durch technische Probleme an beiden Fahrzeugen verlor TOYOTA GAZOO Racing heute , beim zweiten Rennen der FIALangstreckenweltmeisterschaft (WEC), den möglichen Sieg.

Nach vier Stunden Rennzeit lag TOYOTA, die als Meisterschaftsführender ins Rennen gingen, komfortabel in Führung und alles deutete auf einen Sieg bei den 6 Stunden von Spa-Franchorchamps, dem ersten seit 2014, hin. Motorenprobleme warfen jedoch beide TS050 HYBRIDs aus dem Wettbewerb.

Die Nummer 5 von Anthony Davidson, Sébastien Buemi und Kazuki Nakajima wurde als 27ter Gewertet und konnte damit immerhin noch 10 Punkte für die Marken-WM holen.

Die Nummer 6 dagegen, mit Stéphane Sarrazin, Mike Conway und Kamui Kobayashi musste aufgeben.

Bevor die technischen Probleme auftraten, zeigten beide TS050 HYBRIDs eine stark verbesserte Vorstellung. Nummer 5 lag mit über einer Minute Vorsprung in Führung, während die Nummer 6 nach einem Zusammenstoß mit einem überrundeten Fahrzeug und anschließendem Reparaturstopp den dritten Platz behauptete.

Das nächste Rennen für TOYOTA sind die 24-Stunden von Le Mans am 18. Juni, bei dem 250.000 Zuschauer Zeugen der 84. Auflage des berühmtesten Langstreckenrennens der Welt sein werden.

Vorher jedoch, genauer gesagt am 5. Juni, wird am Circuit de la Sarthe ein offizieller Testtag stattfinden.

Toshio Sato, Team President: „Es gab deutliche Fortschritte, aber das Ergebnis ist nur schwer zu verdauen. Dank der großen Anstrengungen unserer Teams in Köln und Higashi-Fuji haben wir uns im Vergleich zu Silverstone erheblich verbessert. Wir haben konstant gute Rundenzeiten herausgefahren und konnten das Rennen bis zwei Stunden vor dem Ende anführen. Aber leider ereilten uns zwei Motorschäden. Nun werden wir fieberhaft nach den Ursachen fahnden und für Le Mans die entsprechenden Maßnahmen ergreifen.”

TS050 HYBRID #5 (Anthony Davidson, Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima) Rennen: P17, 114 Runden, 5 Boxenstopps. Startplatz: 6. Schnellste Runde: 1:59,740 Minuten

Anthony Davidson: „Natürlich ist das eine herbe Enttäuschung, nachdem wir im Rennen lange Zeit so gut ausgesehen haben. Wir hätten es heute wirklich verdient und dann wird es uns so brutal weggenommen und das auch noch durch ein Problem, das wir vorher nie hatten. Bei all den Testkilometern ist das niemals passiert. Jetzt müssen wir wieder aufstehen und uns auf Le Mans vorbereiten.”

Sébastien Buemi: „Wir können damit nicht glücklich sein, aber wir müssen auch das Positive sehen: Wir haben das Rennen mit großem Vorsprung angeführt und ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann es das so letzte Mal so war. Die Leistung ist da und das ist das Positive an diesem Wochenende. Jetzt konzentrieren wir uns auf Le Mans und werden dort zurückschlagen.”

Kazuki Nakajima: „Es war ein schwieriger Tag für uns. Ich glaube, dass wir in puncto Reifenwahl, Aerodynamik und Strategie alles richtig gemacht haben. Das Positive ist, dass wir sehr konkurrenzfähig sind und gezeigt haben, dass wir kämpfen können. Trotzdem ist es enttäuschend, dass es so geendet hat, denn wir hatten große Chancen auf den Sieg. Für das ganze Team tut es mir sehr leid.”

TS050 HYBRID #6 (Stéphane Sarrazin, Mike Conway, Kamui Kobayashi) Rennen: Ausfall, 87 Runden, 6 Boxenstopps. Startplatz: 3. Schnellste Runde: 2:00,177 Minuten

Stéphane Sarrazin: „Das war ein sehr schwieriger Tag – der schwerste seit langer Zeit. Wir hatten eine starke Performance und beide Autos hätten aufs Podium fahren sollen. Aber wir sahen insgesamt gut aus und das macht Mut für Le Mans. Wir haben ein Auto mit dem wir kämpfen können und einen Monat Zeit, um uns vorzubereiten.”

Mike Conway: „Das war hart. Ich habe einen Fehler gemacht und ein LMP2-Fahrzeug touchiert. Das hat unser Rennen beeinträchtigt. Danach haben wir aber wieder ordentlich Druck gemacht und waren auf Podiumskurs. Unsere Strategie stimmte und alles lief nach Plan. Heute hätten wir zwei Podiumsplätze erreichen können, aber es sollte einfach nicht sein.”

Kamui Kobayashi: „Unglücklicherweise ist das ein enttäuschendes Resultat für uns. Wir haben Leistung gezeigt aber keine Resultate geerntet, das ist wirklich schade. Die starke Vorstellung des TS050 HYBRID macht aber Mut und darum freuen wir uns auf Le Mans.”