TOYOTA RACING IST WELTMEISTER 2014

WEC Brazil 6 Hour RaceTOYOTA Racing hat die FIA WEC Langstrecken Weltmeisterschaft sowohl in der Fahrer- wie nun beim
6-Stunden-Rennen von São Paulo in Interlagos auch in der Konstrukteurswertung gewonnen.

Im ereignisreichen achten und letzten WM-Lauf der Saison wurde der TS040 HYBRID #8 mit Anthony Davidson und Sébastien Buemi durch eine Safety Car-Phase gegen Rennende an einem möglicherweise erfolgreichen Schlussangriff gehindert.

Die #7 mit Alex Wurz, Stéphane Sarrazin und Mike Conway wurden – durch eine harsche Durchfahrtsstrafe zurück geworfen – am Ende Vierte. In der Fahrer-WM rutschten Alex und Stéphane so auf den fünften Rang ab.

Doch der Fokus des Teams ruhte diesmal ohnehin auf einem Mannschaftsergebnis und tatsächlich errang TOYOTA heute nach 15 Jahren den ersten WM-Titel seit dem Gewinn der Rallye Weltmeisterschaft 1999.

Das heute erzielte Resultat ist zugleich ein historischer Moment im Langstreckensport, denn in der Geschichte der Langstrecken Weltmeisterschaft, die es in unterschiedlichen Austragungsformen bereits seit 1953 gibt, ist dies der erste WM-Titel eines japanischen Herstellers.

Es ist zudem ein wichtiger Meilenstein für das TOYOTA HYBRID System – Racing. Dieses Projekt begann mit der Pioniersleistung mit dem ersten Einsatz eines Hybrid-Systems im Motorsport im Jahre 2006 und im Juli 2007 holte dann ein TOYOTA Supra beim 24-Stunden-Rennen von Tokachi den ersten Sieg eines Hybrid-Rennwagens.

Diese Superkondensator-Technologie wurde umfangreich weiterentwickelt und mit stetiger Gewichtsreduktion und Erhöhung der Leistungsabgabe, führte diese Pioniersarbeit zum 1.000 PS starken, allradgetriebenen TS040 HYBRID, der heuer sogar noch 25% Verbrauchsersparnis gegenüber 2013 aufwies.

TOYOTA-Technologie war im neuen, auf maximale Effizienz getrimmten LMP1-Reglement auf Anhieb erfolgreich, der TS040 HYBRID gewann fünf von insgesamt acht Saisonläufen, holte vier Pole Positions, 12 Podestplätze und vier Mal die schnellste Rennrunde.

Wie von selbst kamen diese Erfolge ganz und gar nicht. Das Team schätzt jedoch den harten und fairen Wettbewerb mit Audi und Porsche, der die Saison 2014 so spannend und lohnenswert gestaltete.

TOYOTA Racing möchte bei der Gelegenheit den geschätzten Partnern für Ihren Anteil am Gewinn dieser beiden Weltmeisterschaften danken. DENSO Umwandler und Hybridmotoren, TOTAL Schmierstoffe, Aisin AW Hybridmotoren, Nisshinbo Superkondensatoren, ZF Kupplungen und Takata Sicherheitsaustattungen hatten dabei entscheidenden Anteil an beiden Weltmeisterschaften.

Mit dem heutigen Rennen endete auch eine Ära im Langstreckensport, denn Tom Kristensen tritt ab. Was er erreichte, ist bemerkenswert und wir alle bei TOYOTA Racing wünschen ihm alles Gute für seinen Ruhestand vom aktiven Sport.

Akio Toyoda, President, TOYOTA Motor Corporation: „Nach gerade mal drei Jahren in der FIA WEC Langstrecken Weltmeisterschaft, freue ich mich sehr, dass TOYOTA Racing mit dem TS040 HYBRID sowohl die Fahrer- als auch die Konstrukteurs-WM erringen konnte. Ich muss meinen aufrichtigen Dank aussprechen: Den Fans für ihren Ansporn und unseren Partnern für ihre Unterstützung. Ich möchte zudem allen Fahrern und den Mitarbeitern des Rennstalls gratulieren und danken, sie haben alle miteinander die gesamte Saison über unheimlich hart für diesen Erfolg gearbeitet. TOYOTA wird die in der FIA WEC Langstrecken Weltmeisterschaft gesammelten Erfahrungen dazu nutzen, die Hybrid-Technologie zu revolutionieren und immer bessere Autos zu bauen, die den Menschen rund um den Globus Freude machen. ”

Yoshiaki Kinoshita, Team President: „Das Rennen war gewiss das aufregendste unter all jenen, bei denen ich zu tun hatte. Ich bin sehr stolz auf das Resultat, bedenkt man vor allem den Leistungsverlust, den wir hier in der Höhe erlitten. Schönerweise funktionierte unser Hybridsystem nicht nur tadellos, es funktionierte vor allem im Überrundungsverkehr optimal. Alle machten Druck, um noch das eine oder andere Zehntel zu finden. Beide Weltmeisterschaften zu gewinnen, das ist eines unserer größten Errungenschaften im Motorsport. Danke an alle, die uns unterstützt und mit uns zusammen gearbeitet auf diesen unglaublichen Erfolg hingearbeitet haben. Unser Team und unsere Fahrer waren heuer superb, jeder leistete seinen Beitrag, darunter auch Kazuki Nakajima und Nicolas Lapierre, die leider nicht hier bei uns in São Paulo sein konnten. . ”

TS040 HYBRID #7 (Alex Wurz, Stéphane Sarrazin, Mike Conway)
Rennen: P4, 248 Runden, 7 Boxenstopps. Schnellste Rennrunde: 1:18,778 Minute

Alex Wurz: „Als Team die Konstrukteurs Weltmeisterschaft zu gewinnen war einmalig, und für TOYOTA Racing mehr als verdient. Das Rennen hat Spaß gemacht, mir hat es gefallen. Das Auto lief prima, vor allem während meines zweiten Stints. Weniger spaßig fand ich die Durchfahrtsstrafe für einen Zwischenfall, der für mich normaler Positionskampf war. Egal, ich respektiere – wie sonst auch immer – die Entscheidung der Rennkommissare. Aber das ist schon schwer zu verdauen, wirft uns das doch vom dritten auf den fünften Rang der Fahrer-WM zurück. Wir waren heuer oft flott unterwegs aber hatten einfach nicht das nötige Glück während der Saison.”

Stéphane Sarrazin: „Eine gute Saison für TOYOTA und für mich. Wir sind Hersteller-Weltmeister, einfach irre. Das ganze Team hat so unglaublich hart gearbeitet, und nicht nur dieses Jahr, sondern seit Beginn dieses Projekts. Und dies ist nun der verdiente Lohn. Unser Auto war in jedem Rennen stark und das zeigt nur, wie gut das Team gearbeitet hat. Wir sind aber, was unser Auto betrifft, sehr enttäuscht von dieser harschen Bestrafung. Das kostete uns mehrere Positionen im Rennen und auch in der WM-Wertung, was schon enttäuschend ist.”

Mike Conway: „Als das Rennen erst einmal in Gang war, entstand ein Dreikampf zwischen TOYOTA, Porsche und Audi. Und da ging es zur Sache. Die Strategien waren sehr unterschiedlich, aber wir zielten auf einen Podestplatz ab. Wir gaben über die gesamte Distanz hinweg ordentlich Gas, um das zu erreichen. Es ist ein Jammer, dass das Rennen am Ende nicht wieder frei gegeben wurde, denn ich glaube beide Autos hätten noch Plätze gut gemacht. Natürlich ist es für TOYOTA dennoch ein großartiger Tag. Weltmeister zu werden, das war die Ansage für dieses Wochenende, riesiger Glückwunsch an alle. Großartig Teil dieser Mannschaft zu sein.”

TS040 HYBRID #8 (Anthony Davidson, Sébastien Buemi)
Rennen: P2, 249 Runden, 6 Boxenstopps. Schnellste Rennrunde: 1:18,399 Minute

Anthony Davidson: „So wollten wir die Hersteller-Weltmeisterschaft eigentlich nicht holen, aber es hat Spaß gemacht nach dem Sieg zu greifen. Wir hatten gar nicht erwartet, um den Sieg kämpfen zu können, also war das in gewisser Weise ein Bonus. Das zeigte heute auch, warum wir Weltmeister wurden, denn wir geben uns nie geschlagen. Wir machten Porsche bis zuletzt Druck. Auch wenn wir um die Chance gebracht wurden, bis zur Zielflagge zu kämpfen, so hat es doch Spaß gemacht. Glückwunsch an Porsche, die das ganze Wochenende über gute Arbeit leisteten. Ich möchte mich bei dem gesamten Team für all die harte Arbeit bedanken. Es hat großen Spaß gemacht Teil dieser Erfolgsgeschichte zu sein.”

Sébastien Buemi: „Ich bin sehr glücklich, denn zusammen mit Anthony haben wir ein gutes Rennen abgeliefert. Wir haben uns auch Fehler geleistet, aber die Porsche-Jungs haben uns auch ganz schön unter Druck gesetzt und ich denke, sie haben sich diesen Sieg verdient. Wir sind ein wenig enttäuscht, denn wir gingen davon aus, dass wir bei einer Freigabe des Rennens hätten ngreifen können. Doch insgesamt sind wir zufrieden mit unserer Leistung und dass wir zwei WM-Titel erringen konnten. Für uns war dies ein großartiges Jahr. Wir sind Fahrer- und Hersteller-Weltmeister und wir freuen uns schon aufs nächste Jahr.”